Innovativer Mehrwegbecher in Cafeteria und Automat

Dienstag, 26. März 2019
ID: 
053/00/03-2019
Der umweltfreundliche Mehrwegbecher namens LogiCup ersetzt in den Cafeterien des Bonner Studierendenwerks und an den Kaffee-Automaten auch an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg (H-BRS) ab sofort den Einwegbecher. Was im vergangenen Sommer als Pilotprojekt auf dem Campus Poppelsdorf der Uni Bonn begann, wird nun in Rheinbach und Sankt Augustin konsequent fortgesetzt.
Mehrweg an der H-BRS
Präsentieren den neuen Mehrwegbecher (von links): Klaus Rudolph (GF Klaus Rudolph GmbH), Prof. Iris Groß (Vizepräsidentin H-BRS), Jürgen Huber (GF Studierendenwerk Bonn, StwB) und Jens Birkenstein (Leiter Hochschulgastronomie im StwB). Foto: StwB

Wer seinen Kaffee zum Mitnehmen bestellt, bekommt ab sofort gegen ein Pfand von 50 Cent den LogiCup. Zurückgegeben wird der Mehrwegbecher entweder an den Rücknahmeautomaten oder im Café, ähnlich wie bei Pfandflaschen mittels eines Barcodes. Die Rücknehmer sind an stark frequentierten Standorten in der Nähe von Mensa, Hörsälen oder Bibliothek aufgestellt.

„Wir haben nach einer stimmigen Lösung für die Studierenden gesucht und wollen uns mit dem Becher an etablierte Gewohnheiten anpassen“, sagt Jürgen Huber, Geschäftsführer des Studierendenwerks Bonn. „Zudem sind wir zertifizierter Partner of Sustainable Bonn und wollen als Mensa- und Cafébetreiber eine Vorreiterrolle beim Aspekt Nachhaltigkeit einnehmen. Daher wird es Einwegbecher beim Studierendenwerk Bonn ab dem Sommersemester 2019 nicht mehr geben.“

Professorin Iris Groß, Vizepräsidentin der H-BRS und Mitglied im Verwaltungsrat des Studierendenwerks, ergänzt: „Als Kaffeebegeisterte, die leider nicht immer daran denkt, die eigene Tasse mitzubringen und schlechten Gewissens zum Pappbecher greift, wenn die Zeit fehlt, sich hinzusetzen, freue ich mich sehr, dass das Studierendenwerk nun eine Lösung gefunden hat, der Müllflut ein Ende zu machen.“

Erstmals in Deutschland kam der LogiCup im Sommer 2018 auf dem Campus Poppelsdorf der Uni Bonn zum Einsatz und entwickelt sich seitdem zur Erfolgsgeschichte. Andere Studierendenwerke und Universitäten folgen oder prüfen derzeit eine Einführung. So zog das Studierendenwerk Koblenz bereits im September nach. An der Uni Siegen steht die Einführung kurz bevor, wie auch in Stuttgart. Bayreuth und Coburg planen derzeit konkret.

Entwicklung, technische Besonderheiten und Design

Der LogiCup ist eine gemeinsame Entwicklung der Logicycle GmbH aus Bad Neuenahr-Ahrweiler und des Vending-Spezialisten Klaus Rudolph GmbH aus Westerkappeln, mit dem das Studierendenwerk und die Hochschule Bonn-Rhein Sieg bereits seit einigen Jahren beim Betrieb von Automaten zusammenarbeiten.

Der Becher ist kreislauffähig – von der Ausgabe über das Einsammeln am Rücknahmeautomaten bis hin zum mehrhundertfach möglichen Spülen. Und er ist dank sortenreinem Polypropylen zu 100 Prozent recycelbar. Von Anfang an wurde in Stoffkreisläufen gedacht.

Der LogiCup hat mit 0,2 bis 0,3 Liter Fassungsvolumen Standardmaß. Er liegt gut in der Hand, und dank sogenannter Thermorippen verbrennt man sich nicht die Finger. Aus technischer Sicht unabdingbar ist die Mundrolle, ein kleiner Wulst am oberen Rand. Nur durch sie ist der LogiCup für Automaten geeignet und ermöglicht eine Rücknahme unabhängig von Öffnungszeiten.