Lehrpreis der Hochschule an Irene Rothe verliehen

Donnerstag, 8. November 2018
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014/00/11-2018 – TV
Der diesjährige Lehrpreis der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg (H-BRS) ging gestern (7. November 2018) an eine Professorin, die nicht zuletzt bei den Schulen der Region durch die jährliche Roboternacht bestens bekannt ist: Es ist Irene Rothe, seit 15 Jahren Professorin für Mathematik und Informatik am Fachbereich Elektrotechnik, Maschinenbau und Technikjournalismus am Campus Sankt Augustin.
Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, Verleihung des Lehrpreises 2018 an Irene Rothe. Foto: Eva Tritschler
Ausgezeichnet mit dem Lehrpreis der Hochschule: Professorin Irene Rothe (vorne). Vizepräsidentin Iris Groß, Prof. Marco Winzker (verantwortlich für den Tag der Lehre) und die stv. Kanzlerin Barbara Schubert (von rechts) gratulierten. Foto: Eva Tritschler

Was im Hintergrund zur Vorbereitung und Durchführung passiert, merken die teilnehmenden Schülerinnen und Schülern aber vermutlich gar nicht: Organisatorin Prof. Dr. Irene Rothe bindet Studierende mehrerer Studiengänge in die Projektarbeit ein, die dabei reguläre Studienleistungen erwerben. Auf diese Weise lernen die Studierenden wichtige Kompetenzen wie interdisziplinäre Zusammenarbeit, Projektplanung und Weitergabe von Wissen an die Schülergruppen. Dies überzeugte die Lehrpreisjury für die Preisvergabe an Rothe, die bereits 2011 die erste Roboternacht durchführte. Der Lehrpreis ist mit 5.000 Euro dotiert.

Irene Rothe ist Professorin für Informatik im Fachbereich Elektrotechnik, Maschinenbau und Technikjournalismus und seit 15 Jahren an der H-BRS. Sie engagiert sich neben der Roboternacht auch in vielen hochschulinternen Projekten. Über eine moderne Sticknähmaschine etwa macht sie deutlich, wie eingebettete Systeme angewendet und programmiert werden. Über die besondere Anwendung möchte sie dabei gezielt Frauen für Technik begeistern. Mit Studierendengruppen war sie auf Exkursion zu Summerschools in Finnland, Norwegen und den Niederlanden. Und im Oktober 2018 stellte sie auf einer Konferenz in Kalifornien einen neuen Ansatz zur Qualitätsbewertung von Lehrveranstaltungen vor.

Große Resonanz

Insgesamt elf Beiträge wurden für den Lehrpreis eingereicht. Jurymitglied und Vizepräsidentin Iris Groß berichtet: „Ich freue mich sehr über die breite Beteiligung, bei der sowohl frisch berufene Professorinnen und Professoren, „alte Hasen“ sowie Teams Vorschläge eingereicht haben. Auch sind alle Fachbereiche beteiligt, so dass wir mit unseren Aktivitäten für gute Hochschullehre wirklich die gesamte Hochschule erreichen und mitnehmen.“

Alle zwei Jahre nehmen sich die Lehrenden der Hochschule einen Tag Zeit, um Ideen für die Hochschullehre auszutauschen und zu reflektieren. Eingeladen zur Teilnahme und Diskussion sind auch die Studierenden, deren Rückmeldungen sehr ernst genommen werden. Dieses Jahr stand der Tag der Lehre unter dem Motto „Lehre zwischen Bits und Bytes“ und stellte die Digitalisierung in den Mittelpunkt.

Die Veranstaltung wirke nach, so Winzker, den "die Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben einen Prozess für ein Leitbild Lehre angestoßen". Es gehe dabei unter anderem um die Werte jedes Einzelnen in der Lehre.