Neue Impulse für den Transfer

Donnerstag, 18. März 2021
ID: 
050/00ctw/03-2021
Mit dem Projekt „Campus to World“ (CtW) baut die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg (H-BRS) ihre Transferaktivitäten aus mit dem Ziel, Know-how besser in die Öffentlichkeit zu transportieren und neue Partnerschaften für eine fachbezogene Zusammenarbeit zu finden. Um neue Themen dafür zu identifizieren, aber auch neue Formate und Wege der Vermittlung zu finden, hat die Hochschule intern den „Impulspreis Transfer“ ausgeschrieben. Prof. Dr. Martin Sieber konnte nun einen der beiden Hauptpreise entgegennehmen.
Prof. Dr. Martin Sieber, Preisträger Transferimpuls 2021. Foto: privat
Prof. Dr. Martin Sieber, Preisträger Transferimpuls 2021

Sieber baut derzeit innerhalb des Instituts für funktionale Gen-Analytik (IFGA) mit Kollegen aus Biologie und Informatik einen Schwerpunkt für die Mikrobiomforschung auf. „Schwerpunkt an unserem neuen Mikrobiom-Center ist dabei die Charakterisierung der mikrobiellen Biodiversität in Proben unter anderem mittels DNA-Untersuchungen und Next Generation Sequencing“, erklärt Sieber. Allerdings sei in den Lebenswissenschaften hierzulande die Zusammenarbeit mit Unternehmen nur schwach ausgeprägt. Ein Meckenheimer Unternehmen hat das Mikrobiom-Center der H-BRS bereits für die wissenschaftliche Begleitung der Sanierung des Bonner Rheinauensees ins Boot geholt. Mit dem Preisgeld in Höhe von 5000 Euro werden jetzt wichtige Vorstudien und zusätzliche Ausstattung ermöglicht.

Das Besondere am Impulspreis Transfer erklärt Udo Scheuer, Vizepräsident für Innovation und regionale Entwicklung sowie Projektleiter von Campus to World: „Die Jury hat nicht auf vergangene Leistungen geschaut. Wir zeichnen neue Projekte aus, die im besten Sinne innovativ, vielversprechend und umsetzbar sind – und Potenzial haben, dass sich darauf größere Projekte entwickeln.“ Mit internen Workshops der Reihe „Think outside the box“ hat CtW den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern Anstöße gegeben, die eigene Forschung nicht zuletzt darauf hin zu betrachten, welches Format am besten für einen Transfer in die Öffentlichkeit oder zur Gewinnung von Kooperationspartnern geeignet sein könnte.

Prof. Dr. Susanne Keil, Preisträgerin Transferimpuls 2021. Screenshot
Prof. Dr. Susanne Keil, Preisträgerin Transferimpuls 2021

Bei elf Anträgen hatte die Jury laut Scheuer angesichts ihrer Güte die Qual der Wahl: Ebenfalls einen Hauptpreis, ausgestattet mit einer finanziellen Förderung in Höhe von 4800 Euro erhielt Prof. Dr. Susanne Keil. Ihr geht es um die Vermittlung von Wissenschafts- und Technikthemen, die niemanden ausgrenzt, also gender- und diversitätsbewusst ist. Drei Workshops möchte sie dazu entwickeln und Medienorganisationen, Technikunternehmen und regionalen Forschungsorganisationen anbieten.

Drei Anerkennungen

Außerdem erhielten eine Anerkennung Jana Hinz (Fachbereich Angewandte Naturwissenschaften) für ihr Vorhaben in der Nitrosamin-Forschung, Isabelle Hirsch vom Internationalen Zentrum für nachhaltige Entwicklung (IZNE) und Prof. Dr. Marco Jung (Fachbereich Elektrotechnik, Maschinenbau und Technikjournalismus). Isabelle Hirsch plant eine gemeinsame Ausstellung mit dem Museum Koenig, Marco Jung möchte eine Idee zu Elektromobilität und elektrischer Infrastruktur verfolgen. Alle drei haben gute Aussichten über andere Mittel der Hochschule ebenfalls ihre Vorhaben vorantreiben zu können

Die Initiative „Innovative Hochschule“

Die Bund-Länder-Initiative „Innovative Hochschule“ fördert den Ideen-, Wissens- und Technologietransfer der Hochschulen zum Nutzen von Wirtschaft und Gesellschaft. So sollen im Austausch der Hochschulen mit Unternehmen und der Zivilgesellschaft Innovationen entstehen. Die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg wurde mit dem Projekt „Campus to World“ als eines von deutschlandweit 29 Transferprojekten ausgewählt.