Presseeinladung zum Kölner Forum für Journalismuskritik

Donnerstag, 19. Mai 2022
ID: 
062/06/05-2022
"Die Angaben aus dem Kriegsgebiet lassen sich nicht unabhängig überprüfen." Dieser Satz taucht regelmäßig in Nachrichtensendungen auf, besonders seit der russischen Invasion in die Ukraine. Die Beschränkungen von Recherche und Berichterstattung sind hoch problematisch – für Redaktionen und Publikum gleichermaßen. „Berichten in Zeiten des Krieges“ heißt daher auch ein Schwerpunktthema des sechsten „Kölner Forums für Journalismuskritik“. Die Gemeinschaftsveranstaltung der Deutschlandfunk-Nachrichtenredaktion, der Initiative Nachrichtenaufklärung und der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg findet am Donnerstag, 19. Mai 2022, von 14 bis 18 Uhr im Deutschlandradio-Funkhaus in Köln statt. Die Presse ist zur Berichterstattung eingeladen.
Aussenaufnahme Campus Sankt Augustin

Über die Kriegsberichterstattung sprechen Thomas Präkelt, der für RTL und n-tv in der Ukraine gearbeitet hat, Sabine Wilke von Care Deutschland, die Leiterin der Deutschlandfunk-Medienredaktion, Bettina Schmieding, und Pazifist Olaf Müller, Philosophie-Professor an der Berliner Humboldt-Universität.

Ein weiteres Thema ist die Debatte, die derzeit über Aktivismus in den Medien geführt wird. Sollen Redaktionen immer neutral bleiben oder sollen sie sich journalistisch für bestimmte Ziele wie den Klimaschutz einsetzen? Wo wird „Haltung“ gebraucht und wo geht „Haltungsjournalismus“ in die Irre? Darüber diskutieren unter anderem die Journalistin, Neurowissenschaftlerin und Professorin für Medienpsychologie Maren Urner, der Chefredakteur des Evangelischen Pressedienstes, Karsten Frerichs, die Journalistin Hildegard Stausberg, die unter anderem als Chefredakteurin der Deutschen Welle tätig war, und Ellen Heinrichs. Sie hat das „Bonn Institute“ gegründet, das konstruktiven Journalismus fördert.

Auch in diesem Jahr werden die Gewinnerinnen und Gewinner des Günter-Wallraff-Preises für Journalismus und Bürgerrechte bekanntgegeben. Der Investigativ-Journalist Wallraff wird anwesend sein, die Laudatio hält die Chefredakteurin des Deutschlandfunks, Birgit Wentzien.

Der Deutschlandfunk überträgt alle Programmpunkte per Livestream und im Digitalradio auf dem Kanal "Deutschlandfunk Dokumente und Debatten".

Pressekontakt

Xenia Sircar
E-Mail: xenia.sircar@deutschlandradio.de
Tel.: +49 30 8503 6164