Weitere Stärkung der internationalen Kontakte

Dienstag, 26. Juli 2005
ID: 
063/00/07-2005

Weitere Stärkung der internationalen Kontakte

Zwei Projekte der Fachhochschule (FH) Bonn-Rhein-Sieg, beide angesiedelt im Fachbereich (FB) Angewandte Naturwissenschaften am Campus Rheinbach, erhalten jetzt Mittel des Landes NRW zur Förderung der internationalen Kooperationsfähigkeit. In einem geht es um die strategische Allianz mit einer Forschergruppe an der National University of Ireland in Galway zur Forschung auf dem Gebiet chronischer Nierenerkrankungen, die einen Zuschuss in Höhe von 7000 Euro erhält. Ziel des zweiten Projektes (Zuschuss 5000 Euro) ist ein gemeinsames Curriculum in Life Sciences und Bioinformatik der niederländischen Hochschule von Arnheim und Nimwegen (HAN University) und der FH. Studierende können dann in diesen Fächern einen Doppelabschluss erwerben.

Dazu erklärt Edda Tobiasch, Professorin im Studiengang Biology in Rheinbach: "Wir möchten nicht nur ein Curriculum entwickeln, sondern auch gemeinsame Trainingsmethoden. Ein Doppelabschluss soll für die Studierenden beider Projektpartner sowohl in den Bachelor- als auch in den Masterstudiengängen möglich sein." Die Internationalisierung der Studiengänge im Bereich Life Sciences soll auch vermehrt Studieninteressierte aus den Benelux-Staaten nach Rheinbach ziehen. Im weiteren Verlauf ist auch der Austausch von Professoren für zeitlich befristete Lehrveranstaltungen geplant.

Professor Dr. Hans Weiher, FB Angewandte Naturwissenschaften, forscht wie ein Kollege an der National University of Ireland in Galway zu chronischen Nierenerkrankungen, die beispielsweise eine lebenslange Dialyse (Blutwäsche) erforderlich machen. Anhand genetischer Modelle von Mäusen konnten bereits verschiedene Funktionen identifiziert werden, die an diesem Krankheitsgeschehen beteiligt sind.

Im nächsten Schritt sollen nun gemeinsam mit den Kollegen in Irland diese Funktionen auf molekularer Ebene untersucht werden. Titel des Projektes: Genexpression und Redoxstatus in Nierenzell-Krankheitsmodellen. Das in Irland entwickelte Verfahren ermöglicht es, bestimmte Funktionen eines in Rheinbach identifizierten Mäusegens zu unterdrücken. Damit geht ein veränderter Sauerstoffhaushalt der Zellen einher, der bei Nierenerkrankungen eine entscheidende Rolle spielt. Die FH intensiviert damit die internationalen Forschungskooperationen in der Biomedizin. Die Studierenden profitieren nicht zuletzt ebenfalls davon, denn die Technologie kann künftig auch hier eingesetzt werden.

Ansprechparter

Projekt Doppelabschluss:

E-Mail: Professor Dr. Edda Tobiasch, Tel. 02241/865-576

Projekt Genexpression und Redoxstatus in Nierenzell-Krankheitsmodellen:

E-Mail: Professor Dr. Hans Weiher, Tel. 02241/865-594