Prof. Gerd Bigge

Honorarprofessur am Fachbereich 06

Kontakt

Hochschule Bonn-Rhein-Sieg
E-Mail: 
mail [at] gerdbigge.de

Hennef

Zum Steimelsberg 7
53773
Hennef
Raum: 
10 U 16

Profil

Lehrgebiet

Finanzierung und Beitragsrecht: Mittelaufbringung und Zuständigkeit, Gefahrtarif, Beitragserhebung, Vollstreckung und Insolvenz.

 

Forschungsinteressen:

  • Beitragsrecht in der gesetzlichen Unfallversicherung.
  • Möglichkeiten der Vollstreckung von Beiträgen unter Berücksichtigung der Kriterien Zeitersparnis, Effektivität und Solidarität.
  • Beteiligung der Unfallversicherungsträger im Insolvenzverfahren unter dem Gesichtspunkt der Wirtschaftlichkeit etc.
  • Das Finanzierungssystem der gesetzlichen Unfallversicherung, noch zeitgemäß?
  • Die Vollstreckung bei den Unfallversicherungsträgern: Einrichtung eines Vollstreckungsmanagements mit Vollstreckungsmanagern (Enforcement Manager)?

Lebenslauf

Bis 1982 Referatsleiter bei einem Unfallversicherungsträger (Verw. Beamter im höheren Dienst) Erwerb des Verwaltungsdiploms am 27.11.1976 (Titel: Verwaltungs-Diplom-Inhaber) aufgrund eines dreijährigen Studiums.

Vom 01. 04. 1982 bis 30. 09. 2006 hauptamtlicher Dozent an der BGA. Betreuungsdozent in den Fächern Zuständigkeits-/ Beitrags-/ Zwangsvollstreckungsrecht und Konkurs (Insolvenz)recht; Durchführung von Fachlehrerkonferenzen; Mitglied im FPO – Prüfungsausschuss.

Unterrichtsgebiete: Kreis der versicherten Personen, Zuständigkeits-/Beitrags-/ Zwangsvollstreckungsrecht, Konkurs (Insolvenzrecht), Verwaltungsrecht, BGB, Ausführung von Sozialleistungen; Grundsätze des Leistungsrechts.

30.09.1982 Ausbildereignungsprüfung.

1983 bis 1987 Studium (Gasthörer) an der Fernuniversität Hagen in den Fächern: Öffentliches Recht; Gesellschaftsrecht; Staatsrecht; Handelsrecht; Verfahrens-und Vollstreckungsrecht; allgemeines Verwaltungsrecht; Didaktik des Rechtskundeunterrichts; Rechtsphilosophie; Arbeitsrecht; Schuldrecht; Sachenrecht; Erbrecht; Strafrecht; Einführung in die Rechtssoziologie (Alle erforderlichen Einsendearbeiten mit Erfolg abgeschlossen).

Seit 2002 nebenamtlicher Dozent an der Akademie in Dresden (allgemeine Rechtsgrundlagen – Ausbildung zur Aufsichtsperson).

Seit 2002 Dozent am Rheinischen Studieninstitut für kommunale Verwaltung in Köln in den Fächern: Zwangsvollstreckung – und Insolvenzrecht.

Dozent im Weiterbildungsprogramm der DGUV Akademie – vormals BGA - (u. a. Zwangsvollstreckungs – und Insolvenzrecht; Beitragsrecht; neueste Entwicklungen im Beitrags- Zwangsvollstreckungs- und Insolvenzrecht).   Inhouseseminare bei den gewerblichen Berufsgenossenschaften.

Seit WS 2005/2006 Lehrbeauftragter an der Hochschule Bonn – Rhein – Sieg – Fachbereich Sozialversicherung Campus Hennef.

Seit 19.11.2015 Honorarprofessor an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, Standort Hennef (Fachbereich Sozialversicherung).

Publikationen

Schriften und Buchbeiträge:

  • Mitautor im Kommentar Eichenhofer/Wenner, SGB I, 2. Auflage 2018, Luchterhand Verlag Deutschland

  •  Mitautor im Kommentar Eichenhofer/Wenner, SGB IV, 2. Auflage 2017, Luchterhand Verlag Deutschland

  • Die Beitreibung von Rückständen in der Sozialversicherung (Vollstreckungsverfahren, Insolvenzrecht), 15. Auflage 2014, Asgard-Verlag St. Augustin

  • Die Behandlung von Pfändung/Abtretung/Auf-und Verrechnung bei Sozialversicherungsträgern, 3. Auflage 2011, Asgard-Verlag St. Augustin

  • Lohnpfändung und Lohnabtretung, 3. Auflage 2010, DATAKONTEXT

  • Was weiß ich? Repetitorium über Unfallversicherung, 5. Auflage 2014, Asgard- Verlag St. Augustin

  • Unfallversicherung für Schüler und Studierende sowie für Kinder in Tageseinrichtungen, 6. Auflage 2002, Asgard-Verlag St. Augustin

  • In: Unfallversicherung im Ehrenamt – die neue Rechtslage -, G.Geckle-Hrsg, wrs-Verlag In: Wannagat Sozialversicherungsrecht, Kommentar zum Sozialgesetzbuch VII, 1. Auflage 2010. Eigene Beiträge: §§ 114 – 139, §§ 150 – 181, §§ 212 – 220.

  • In: Wannagat Sozialversicherungsrecht, Kommentar zum Sozialgesetzbuch I, IV, X 1. Auflage 2012. Eigene Beiträge: §§ 42 – 55 SGB I, §§ 14 – 25 SGB IV.

 

Aufsätze

  • „Schwarzarbeit in der gesetzlichen Unfallversicherung beitragsfrei? – Geschützter Personenkreis bei Selbsthilfearbeiten im Rahmen des sozialen Wohnungsbaus (§ 539 Abs. 1 Nr. 15 RVO i. V. m. § 36 Abs. 2 II. WohnungsbauG)“, Die BG 8/1983, 444
  • „Versicherter Personenkreis und unfallversicherungsrechtliche Zuständigkeit bei nicht gewerbsmäßigen Bauarbeiten“, Die BG 5/1985, 272
  • „Zur Anwendung des § 52 Abs. 2 SGB X (unanfechtbarer Beitragsbescheid) im Bereich der gesetzlichen Unfallversicherung“, Die Sozialversicherung 5/86, 187
  • „Sind Personen, die nach Feierabend Arbeiten -insbesondere im Baugewerbe- verrichten, in der gesetzlichen Unfallversicherung nach § 539 Abs. 2 RVO versichert?“ Die Sozialversicherung 9/87, 243
  • „Haftung der Gesellschafter einer Vorgesellschaft für Beitragsschulden“, Die Sozialgerichtsbarkeit 8/87, 327
  • „Lohnsteuer beitragsfrei? Beitragsberechnung bei pauschalversteuerten Aushilfen“, Die BG 11/89, 779
  • „Die Auswirkungen des Steuerreformgesetzes 1990 auf Selbsthilfearbeiten beim Eigenheimbau im Bereich der gesetzlichen Unfallversicherung“, Die Sozialversicherung 4/91, 101
  • „Die Aufhebung von Veranlagungsbescheiden nach § 160 SGB VII“, Die BG 1997, 376
  • „Die Stellung der Berufsgenossenschaften im Insolvenzverfahren“, Die BG 1999, 300
  • „Die Bedeutung der Verbraucherinsolvenz für die berufsgenossenschaftliche Praxis“, Die BG 4/04, 184
  •  „Die Veranlagungsänderung - §§ 44, 45, 48 SGB X in Verbindung mit § 160 Abs. 3 SGB VII?“ (Zugleich kritische Anm. zum Urteil des BSG vom 9.12.2003 – B 2 U 54/02 -), Die BG 6/04, 184
  • „Beitrags-/Haftungsschuldner in der gesetzlichen Unfallversicherung im Lichte der aktuellen Rechtsprechung (Teil 1)“, Die BG 2006, 173 (gemeinsam mit Michaela Merten)
  • „Beitrags-/Haftungsschuldner in der gesetzlichen Unfallversicherung (Teil 2)“, Die BG 2006, 263 (gemeinsam mit Michaela Merten)
  • „Ausgewählte Probleme im Bereich der Sonderrechtsnachfolge und der Vererbung bei Sozialleistungen am Beispiel der gesetzlichen Unfallversicherung (Teil 1)“, Die BG 2007, 174 (gemeinsam mit Michaela Merten)
  • „Ausgewählte Probleme im Bereich der Sonderrechtsnachfolge und der Vererbung bei Sozialleistungen am Beispiel der gesetzlichen Unfallversicherung (Teil 2)“, Die BG 2007, 245 (gemeinsam mit Michaela Merten)
  • „Ermessensausübung durch den Unfallversicherungsträger bei Nachtragsbescheiden nach § 168 Abs. 2 SGB VII?“, Die BG 2008, 133
  • „Neuregelungen zur Zuständigkeit und Finanzierung im Rahmen des Gesetzes zur Modernisierung der gesetzlichen Unfallversicherung (UVMG) – Gewähr für ein Erfolgsmodell?“, WzS 2008, Heft Nr. 11 – 12, 334; zugleich mit umfangreicher Synopse (gemeinsam mit Michaela Merten)
  • „Beitragshaftung im Baugewerbe – ein Paradigmenwechsel?“, DGUV Forum 2009, 34 (Gemeinsam mit Michaela Merten).
  • „Quo vadis „Gesamtunternehmen“ i. S. von § 131 Abs. 1 SGB VII?“, WzS 2009, 299
  • „Die Modernisierung der Zwangsvollstreckung – Konsequenzen für den Beitragseinzug“, WzS 2010, Heft 7, 198
  • „Insolvenzanfechtung von Beitragszahlungen an Sozialversicherungsträger – aktuelle Rechtsprechung“, Die Sozialgerichtsbarkeit 2010, 684 (gemeinsam mit Susanne Peters-Lange)
  • „Zwischenruf – Der Rechtsweg bei Anfechtungsklagen – ein Paradigmenwechsel?“. SGb 2011, 88 (gemeinsam mit Susanne Peters-Lange)
  • „Auswirkungen der Streichung des § 114 InsO für gesicherte Gläubiger und Auf-/Verrechnungsberechtigte“, ZIP 2014, 2114 (gemeinsam mit Susanne Peters-Lange)
  • „Neue Wege in der Zwangsvollstreckung bei den Sozialversicherungsträgern“, WzS 2014, 41
  • „Die Übertragung der Festsetzung des Mindestbeitrags zur gesetzlichen Unfallversicherung (§ 161 SGB VII) auf den Vorstand – eine nichtige Satzungsbestimmung?“, WzS 2015, 207 (gemeinsam mit Sara Nickel)
  • "Die Erhebung von Säumniszuschlägen nach § 24 Abs. 1 SGB IV - in der jetzigen Form noch vertretbar?" WzS 6./7.16, 169 Prof. Gerd Bigge/Helmut Ertel
  • "Die Inanspruchnahme von Gesamtschuldnern nach dem SGB VII - Ein Paradigmenwechsel?", SGb 04.18, 222  (gemeinsam mit Susanne Peters-Lange) 

 

Zahlreiche Entscheidungsanmerkungen zu vorwiegend sozialgerichtlichen Entscheidungen in jurisPR – Sozialrecht mit beitragsrechtlichen und zuständigkeitsrechtlichen Fragestellungen z.B.:

  • Anmerkung zu BSG  vom 09. Mai 2006 -  B 2 U 34/04 R - ,in: jurisPR – SozR 23/2006 Anm. 4 (Zuständiger Unfallversicherungsträger für monostrukturelles Unternehmen der gewerbsmäßigen Arbeitnehmerüberlassung);
  • Anmerkung zu BSG  vom 08. Mai 2007 -  B 2 U 14/06 R – in: jurisPR-SozR 3/2008 Anm. 6 (Einbeziehung der sog. Altlasten-Ost in die Beitragsberechnung verfassungsgemäß?);
  • Anmerkung zu LSG Celle-Bremen vom 24. Januar 2007 -  L 2 R 105/06 – in: jurisPR – SozR 5/2007 Anm. 3 (Sittenwidrigkeit einer Abtretungsvereinbarung von Sozialleistungen);
  • Anmerkung zu BGH  Beschluss vom 25. Oktober 2007 -  I ZB 19/07 – in: jurisPR-SozR 10/2008 Anm. 3 (Anforderungen an Vollstreckungstitel bei Vollstreckung aus einem Verwaltungsakt);
  • Anmerkung zu LSG München  vom 14. November 2007 -  L 13 R 157/07 – in: jurisPR-SozR 20/2008, Anm. 1 (Aufrechnung bei Wohnsitz im Ausland);
  • Anmerkung zu BGH Beschluss vom 29. Mai 2008 -  IX ZB 51/07 – in: jurisPR – SozR 16/2008 Anm. 4 (Verrechnung von Forderungen eines Sozialleistungsträgers mit Sozialleistungen während des Insolvenzverfahrens nach § 114 Abs. 2 InsO);
  • Anmerkung zu BSG vom 27. Mai 2008 -  B 2 U 19/07 R – in: jurisPR – SozR 24/2008 Anm. 5(Gesamtschuldnerische Beitragshaftung eines ausgeschiedenen Gesellschafters nach § 150 Abs. 4 SGB VII);
  • Anmerkung zu BSG vom 17.4.2008 – B 13 R 123/07 R – in: SGb 2009, 231 (Säumniszuschlag/Nachversicherungsbeiträge (§§ 24, 25 SGB IV);
  • ·Anmerkung zu LSG Chemnitz  vom 16. Juli 2009 -  L 3 AL 23/07 – in:, jurisPR-SozR 2/2010 Anm. 2 (Form und Bestimmtheit einer Aufrechnungserklärung und Verhältnis zwischen § 189 SGB III und § 51 SGB I);
  • Anmerkung zu BSG vom 22. September 2009 -  B 2 U 32/08 R – in:,jurisPR-SozR  6/2010 Anm. 5 (Rückwirkende Aufhebung des Beitragsbescheides zu Ungunsten des Beitragspflichtigen gemäß § 168 Abs. 2 SGB VII);
  • Anmerkung zu LSG Berlin-Potsdam  vom 20.01.2011 -  L 2 U 1145/05 – in: jurisPR-SozR 13/2011 Anm. 5 (Berufsgenossenschaftliche Zuständigkeit für ein Gesamtunternehmen);
  • Anmerkung zu BSG  vom 17.05.2011 -  B 2 U 18/10 R – in: jurisPR-SozR 22/2011 Anm. 3
  • (Keine automatische Überführung einer auslaufenden Pflichtversicherung in eine freiwillige Versicherung);
  • Anmerkung zu BSG vom 24.10.2013 – B 13 R 31/12 R – in: SGb 2015, 45 (Abtretung/Rentennachzahlung (§ 53 SGB I);
  • Anmerkung zu LSG Chemnitz vom 08.09.2014 -  L 2 U 258/11 – in: jurisPR-SozR 5/2015 Anm. 2 (Pfändungsrechtliche Behandlung von Übergangsleistungen);
  • Anmerkung zu LSG Stuttgart vom 16.12.2014 -  L 11 R 157/14 – in: jurisPR-SozR 10/2015 Anm. 3 (Ansprüche auf Gesamtsozialversicherungsbeiträge für die Zeit nach Verfahrenseröffnung als Altmasseverbindlichkeiten).

 

 

Weitere Infos

Ehrenamtliche Tätigkeiten

50 Jahre GdS – Mitglied (Gewerkschaft der Sozialversicherung); OV-Vorsitzender St. Augustin/Hennef.

Ehrenamtlicher Richter beim Sozialgericht in Köln; Schöffe beim AG in Siegburg.

Seit 2002 Schuldnerberatung SKM Kath. Verein für soziale Dienste im Rhein Sieg Kreis e. V. in Siegburg.

Seit 2008 Vorsitzender des SV Allner-Bödingen e. V. (Fußballverein; u. a. wird dort die Integration von ausländischen Mitbürger/innen gefördert).

Beratung des Fußballverbandes Mittelrhein und dessen angeschlossenen Vereine als Experte für Vereinsrecht und Versicherungsfragen.

Unterstützung des Schützenvereins Geistingen e. V.

Von 1988 bis 2013 Präsidiumsmitglied des Stadtsportverbandes Hennef (davon 10 Jahre Vizepräsident).

Von 1992 bis 2009 Ratsmitglied der Stadt Hennef; vormals sachkundiger Bürger der Stadt Hennef.

Mitbegründer des Initiativkreises Ehrenamt im Kurhaus e.V. (u. a. Betreuung von Heimbewohnern).

Seit 2010 Vorsitzender des Seniorenbüros Hennef, Mitglied des Vorstands des Vereins Altenhilfe der Stadt Hennef und Mitglied des Beirats der Bürgerstiftung Hennef.

 

Ehrungen:

Verleihung des Bundesverdienstkreuzes am Bande am 24. 03. 2013.