Fachbereich Sozialpolitik und Soziale Sicherung

Fit for Future: Gesundheitstag am Campus Hennef

Montag, 19. Januar 2026

Am 12. Januar 2026 gestalteten der Fachbereich Sozialpolitik und Soziale Sicherung der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg (H-BRS) und die Hochschule der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (HGU) gemeinsam den Gesundheitstag „Fit for Future“ am Campus Hennef. Die Veranstaltung bot Auszubildenden und Studierenden vielfältige Einblicke in gesundheitsbezogene Themen und präventive Angebote.
Gruppenfoto Team Gesundheitstag 2026
Das Orga-Team des Gesundheitstags 2026 am Campus Hennef, Foto: privat

Bericht von Ron Engels, Student im dualen Bachelorstudiengang „Sozialversicherung, Schwerpunkt Unfallversicherung“ am Campus Hennef

Ein ganz normaler Montag? Nicht am Campus Hennef. Heute drehte sich alles um das wichtigste Gut: die eigene Gesundheit. Unter dem Motto „Fit for Future“ luden die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg und die Hochschule der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung zu einem Aktionstag ein.

Bereits um 14 Uhr fiel der Startschuss für einen Nachmittag, der Auszubildenden, Studierenden, Dozierenden und Gästen zeigen sollte, was sich alles unter dem Thema Gesundheit verstecken kann.

 

Gesundheitstag_Smoothie
Leckere Smoothies am Stand der Gesunden Hochschule, Foto: privat

Zwischen Smoothie-Bike und sozialer Verantwortung

Das Programm rund um die Aula war so vielfältig wie die Zielgruppe selbst. Wer es aktiv mochte, konnte beim „Back-Check“ der Techniker Krankenkasse die Rückenmuskulatur testen lassen oder am Stand der Gesunden Hochschule sein eigenes Getränk auf dem Smoothie-Bike mixen. 

Beratungsstand_Lebenshilfe
Beratung am Stand des Lebenskreis Hennef e.V., Foto: privat

Besonders nahbar ging es am Stand des „Lebenskreis Hennef e.V.“ zu. Hier drehte sich alles um ein Motto, das man in der Beratung spüren konnte: „Mensch für Mensch sein“. In einer entspannten Atmosphäre wurden verschiedene Fragen in den Fokus gerückt, die viele erst einmal stutzen ließen. Oder wissen Sie was ein „Letzter Hilfe Kurs“ sein soll und wofür er bestimmt ist?

Es ging darum, Berührungsängste abzubauen und zu zeigen, dass wir füreinander da sind – egal ob es um die Ehrenamtler im Hospiz, die Vorsorgevollmacht oder die Unterstützung für junge Erwachsene geht, die zu Hause schon früh Verantwortung in der Pflege übernehmen. Ein tiefgründiger, aber unglaublich wichtiger Kontrast zum restlichen Trubel, der zeigte, dass Gesundheit eben auch bedeutet, in schweren Momenten nicht allein zu sein.

Akzeptanz leben: Die Lebensrealität im Fokus

Dieses Gefühl des Füreinander-Daseins setzte sich direkt am Stand von Schlau e.V. fort, wo die Lebensrealität von LSBTIAQ* im Mittelpunkt stand. Auch hier wurde „Mensch für Mensch sein“ lebendig: Interessierte wurden genau dort abgeholt, wo sie stehen, und sie konnten sich gezielt zu Themen wie „Trans* in der Verwaltung oder am Arbeitsplatz“ beraten lassen sowie Informationsmaterial erhalten.

 

Psychische wirkende Substanzen und Aufklärung

Sozialarbeiter Mohamad Kazma widmete sich der Frage „Was heißt: Ich brauch’ mal ’nen Joint?“ Dabei blieb es nicht bei Oberflächlichkeiten. In der Diskussion wurde intensiv über die Unterschiede zwischen Partyrauchern, Gelegenheitskonsum und dem Abrutschen in eine Abhängigkeit gesprochen, um für die Gefahren der Substanzen zu sensibilisieren. Ergänzend dazu gab Richter Dr. Klaus-Stephan von Danwitz Einblicke in die rechtlichen Konsequenzen aus Sicht des Amtsgerichts.

Coffee-Shop
Entspannung und Stress zum Anfassen im Coffee-Shop, Foto: privat

Teamgeist unter Hochspannung: Wenn Schweißperlen auf die eigene Resilienz treffen.

Während das Team der Gesunden Hochschule mit Pilates, Yogilates, Yoga und Functional Training im Cardio-Raum für körperliche Energie sorgte, machte die Gesundheitspsychologin Andrea Kühne Stress über den Stressball sichtbar. Am Ende blieb die spannende Erkenntnis: Es geht nicht um ein Leben ohne Stress, sondern um die Fähigkeit, ihn aktiv zu regulieren.

Ein sprachlich emotionales Highlight unter den Teilnehmenden war Alexander Baumstark vom SKILLS-Projektteam der H-BRS mit den Future Skills Trainings. In Teams aus bis zu sechs Personen wurde ein Fröbelturm gemeinsam aufgestellt – eine Erfahrung, die die individuellen Resilienzen erstaunlich stark ausreizte.

Die Herausforderung war offenbar so groß, dass sich der eine oder andere Dozent lieber dezent im Hintergrund hielt und sich vor der Aufgabe drückte – vielleicht, um bloß nicht schlechter dazustehen als die flinken Studierenden? Es war ein Moment auf Augenhöhe, der zeigte, dass Teamdynamik und Belastbarkeit alle am Campus betreffen.

Teamarbeit_Gesundheitstag
Teamarbeit am Stand des Future Skills Trainings, Foto: privat

 

Am Ende des Tages 

Zum Abschluss des Tages gab es eine Tombola mit verschiedenen Preisen von Wellness-Gutscheinen bis hin zu praktischen Gesundheits- und Fitnessartikeln.

Der Gesundheitstag 2026 hat gezeigt: „Fit for Future“ bedeutet nicht nur körperliche Fitness, sondern auch Empathie, Teamfähigkeit und Stärke, sich mit schwierigen Themen wie Vorsorge oder Suchtprävention auseinanderzusetzen.

Kontakt

171122_hbrs_sozialv_72_26_cusumano_72dpi.jpg (DE)

Vincenzo Cusumano

Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Leiter weiterbildendes Studienangebot „Prävention und Employability“

Standort

Hennef

Raum

10 U 13

Adresse

Zum Steimelsberg 7

53773, Hennef