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Zentrum für Innovation und Entwicklung in der Lehre (ZIEL)

Studienerfolgscoaching

Die Beratung von Studierenden ist ein wichtiger Bestandteil der täglichen Lehrpraxis und leistet einen wesentlichen Beitrag zur Qualität von Studium und Lehre. Zur gezielten Professionalisierung Ihrer Beratungskompetenz bieten wir zwei aufeinander abgestimmte Module an. Die Module sind einzeln buchbar.

Modul 1: Studierende wirksam beraten: Coachingbasierte Gesprächsführung

23.02. online 13-16:00 Uhr / + 17.03. Präsenz 9:30-16:30 Uhr / + 23.03. online 13:00-16:00 Uhr 

Hierbei handelt es sich um den Grundkurs. Sie erhalten mit diesem Kurs die Gelegenheit, Coachingkompetenzen aufzubauen, um Beratungsgespräche mit Studierenden effektiver und wirkungsvoller gestalten zu können.

Das Modul ist in drei Teile aufgeteilt: 

Teil 1:

Onlineworkshop mit Henriette Garczorz

Erfahren Sie die Grundlagen und Besonderheiten von Coaching im Kontext Hochschule und reflektieren das Konzept der coachenden Haltung für Ihre Rolle. Erarbeiten Sie sich orts- und zeitunabhängig Hintergründe und weitere Methoden, um deren Praxiserprobung vorzubereiten.

Planen Sie bis zum 3.Teil bitte ca. 6 Stunden Zeit ein, Onlinesprech-stunden werden nach Bedarf angeboten.

Start: Begleitete Selbstlernphase

 

Teil 2:

Präsenzworkshop mit Franziska Richter

Erleben Sie den Einsatz von Kommunikationsmethoden zur bewussten Gesprächssteuerung 

und erproben Sie lern-biografische Methoden aus dem Coaching von Lernenden.

 

Teil 3: 

Onlineworkshop mit Henriette Garczorz und einer Seminar-schauspielerin

Erproben Sie im realitäts-nahen Übungssetting mit einer Seminarschauspielerin Techniken und Methoden für Ihren Alltag im Beratungs- und Lehrkontext.

 

Lernziele:

Die Teilnehmer können

  1. Beratungsgespräche mit Studierenden effektiv und wirksam durchführen
  2. Studierende darin unterstützen, Stärken und Verbesserungspotenziale zu erkennen
  3. lösungsorientierte Denkweisen in der Beratung fördern
  4. Kommunikation wertschätzend und ressourcenorientiert gestalten
  5. herausfordernde Gesprächssituationen souverän und strukturiert mit Methoden aus dem Coaching gestalten
  6. eigene Haltungen im Gespräch mit Studierenden reflektieren und weiterentwickeln
  7. Studierende in der Entwicklung ihrer Selbstwirksamkeit stärken

 

indem sie

  1. grundlegende Konzepte des Coachings im Lehr- und Lernkontext einordnen
  2. Coaching von anderen hochschulspezifischen Gesprächsformaten abgrenzen sowie effizient mit diesen kombinieren und in Einklang bringen
  3. eine coachende Haltung einnehmen und die Vorteile coachingbasierter Kommunikation erleben
  4. verschiedene Methoden und Strategien des Coachings reflektieren und anwenden
  5. Techniken einer coachingbasierten Gesprächsführung üben
  6. ihre Rollenvielfalt reflektieren und rollendifferenziert kommunizieren
  7. sich in einer autonomen Selbstlernphase Grundprinzipien des Coachings erarbeiten
  8. mit einem Schauspieler eine Beratungssituation simulieren

um

  1. Studierende in der Entwicklung ihrer Persönlichkeit zu unterstützen
  2. sie auf ihrem Weg in die Arbeitswelt als autonome Lernende zu begleiten 

und zu ihrem Studienerfolg beizutragen.

 

Modul 2: Umgang mit schwierigen Gesprächssituationen im Lehralltag

13.04. + 20.04. + 27.04. jeweils 13:00-16:00Uhr - online

Schwierige Gesprächssituationen gehören zum Lehralltag: Leistungsenttäuschungen, Konflikte, emotionale Eskalationen oder persönliche Belastungen von Studierenden können Beratungsgespräche herausfordernd machen und hohe Anforderungen an die professionelle Rolle von Lehrenden stellen. In solchen Momenten entscheidet nicht nur kommunikative Technik, sondern vor allem die Fähigkeit, die eigene Haltung zu stabilisieren, Stressreaktionen zu regulieren und auch unter Druck handlungsfähig zu bleiben.

Dieser Workshop richtet den Blick gezielt auf jene Situationen, in denen Gespräche aus dem Rahmen des Gewohnten geraten. Aufbauend auf wissenschaftlich fundierten Modellen zu Stress, Konfliktdynamiken und Kommunikation analysieren die Teilnehmenden ihr eigenes Erleben in herausfordernden Gesprächssituationen und reflektieren persönliche Reaktions- und Belastungsmuster. Ziel ist es, individuelle Handlungsspielräume zu erweitern und alternative, situationsangemessene Reaktionsmöglichkeiten zu entwickeln.

Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf der Verbindung von innerer Haltung und äußerem Handeln: Die Teilnehmenden erarbeiten ein persönliches Haltungsziel für den Umgang mit schwierigen Situationen, entwickeln deeskalierende Kommunikationsstrategien und erproben diese in realitätsnahen Gesprächssimulationen mit einer professionellen Seminarschauspielerin. Eigene Fallbeispiele aus dem Lehr- und Beratungsalltag bilden dabei die Grundlage der Arbeit.

Das Modul ist Teil des Programms Studienerfolgscoaching und ergänzt das Basismodul „Studierende wirksam beraten: Coachingbasierte Gesprächsführung“ inhaltlich und methodisch. Während im ersten Modul der Fokus auf der Qualität coachender Gesprächsführung und der lösungsorientierten Begleitung von Studierenden liegt, vertieft dieses Modul den Umgang mit Konflikten, emotionaler Belastung und persönlichen Stressreaktionen. Die Teilnahme am Basismodul ist keine formale Voraussetzung, wird jedoch ausdrücklich empfohlen, da die dort entwickelten Coachingkompetenzen und Haltungen eine tragfähige Grundlage für die Arbeit mit herausfordernden Gesprächssituationen bilden.

Gemeinsam ermöglichen beide Workshops eine umfassende Professionalisierung der Beratungskompetenz im Hochschulkontext: von der wirksamen, ressourcenorientierten Gesprächsführung bis hin zur souveränen Bewältigung konflikthafter und emotional anspruchsvoller Situationen.

 

Das Modul Umgang mit schwierigen Gesprächssituationen im Lehralltag ist in drei Teile aufgeteilt:

Teil 1:

Onlineworkshop mit Henriette Garczorz

Ermitteln Sie typische Konfliktsituationen und analysieren Sie anhand wissenschaftlich fundierter Modelle Ihre eigenen Stressreaktionen.

 

Teil 2:

Onlineworkshop mit Henriette Garczorz 

Erarbeiten Sie individuelle Kommunikations- und Verhaltensstrategien zur Deeskalation und zum lösungsorientierten Umgang mit schwierigen Situationen. Entwickeln Sie Ihr persönliches Haltungsziel, um in schwierigen Situationen kompetent zu handeln.

 

Teil 3: 

Online Workshop mit Henriette Garczorz und Seminarschauspielerin

Erproben und verfeinern Sie Ihre Strategien im realitäts-nahen Übungssetting mit einer Seminarschauspielerin.

 

Lernziele:

Die Teilnehmenden können

  • ihre eigenen Reaktionsmuster und Rollenerwartungen in Stress- und Gesprächssituationen erkennen und reflektieren,
  • emotionale und kommunikative Dynamiken in schwierigen Lehr-Lernsituationen verstehen und einordnen,
  • ihre eigene Haltung zu schwierigen Situationen reflektieren und weiterentwickeln
  • herausfordernde 1:1-Gespräche (Leistungs-, Konflikt- und Krisengespräche) lösungsorientiert führen,
  • angemessene Kommunikationsstrategien in emotional belasteten Situationen umsetzen und reflektieren,
  • persönliche Belastungsgrenzen und Ressourcen wahrnehmen und professionell handhaben.

Indem sie

  • anhand des Stressmodells nach Lazarus/Folkman Stresserleben analysieren und reflektieren
  • mithilfe des Zürcher Ressourcenmodells ein persönliches Haltungsziel für schwierige Situationen erarbeiten 
  • mit eigenen Fallbeispielen und kollegialem Austausch arbeiten,
  • ausgewählte Modelle zu Konflikten, Stress (Satir, Lazarus/Folkman) und Deeskalation (Rosenberg) anwenden
  • strukturierte Situationsanalysen durchführen und Methoden der Deeskalation erproben,
  • realitätsnahe Gesprächssituationen mit einer professionellen Seminarschauspieler:in erproben und Feedback zur Wirkung erhalten,
  • Strategien der Selbstfürsorge bewusst in ihr Selbstmanagement integrieren.

Um

  • in herausfordernden Situationen selbstkongruent handeln zu können
  • auch in belasteten Lehr- und Gesprächssituationen professionell, klar und empathisch zu handeln,
  • Anzeichen emotionaler Überforderung früh zu erkennen und bewusst zu regulieren,
  • Orientierung, Sicherheit und Beziehungsklarheit zu vermitteln,
  • kommunikative Souveränität und Selbstwirksamkeit zu stärken,
  • mentale Gesundheit, Resilienz und Handlungsfähigkeit zu fördern.

 

Die beiden Referentinnen sind mit einem umfangreicheren Modell bereits an anderen Hochschulen sehr erfolgreich. Wir gehen hier an unserer Hochschule in die Pilotphase mit einem (zunächst) kleineren Modell, das sich aber ausweiten lässt, soweit ausreichendes Interesse daran besteht. Das (umfangreichere) Modell wird auf https://www.bilduco.de/ vorgestellt. Dort können Sie sich über die Arbeit der Referentinnen informieren.