"Magna cum laude" für Michel Bergs

Dienstag, 8. Januar 2019
Mit "magna cum laude" schließt Michel Bergs seine Doktorarbeit mit dem Titel "Einfluss von Miscanthus-Genotyp und Erntezeit auf Gehalt und Struktur von Lignin aus Organosolv-Verfahren" ab.
Hochschule Bonn-Rhein-Sieg
Foto: privat

Am 20. Dezember 2018 schloss Michel Bergs seine Dissertation im Rahmen eines kooperativen Verfahrens mit der Landwirtschaftlichen Fakultät der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn erfolgreich ab.

Im Rahmen seiner Dissertation arbeitete Michel Bergs an der stofflichen Nutzung nachwachsender Rohstoffe (Miscanthus), angebaut am Standort Klein-Altendorf der Universität Bonn. Titel seiner These: Einfluss von Miscanthus-Genotyp und Erntezeit auf Gehalt und Struktur von Lignin aus Organosolv-Verfahren. Betreut wurde die Arbeit von Prof. Dr. Ralf Pude (Universität Bonn) und Prof. Dr. Margit Schulze (H-BRS), finanziell gefördert durch ein Stipendium des Graduierteninstituts der H-BRS.

Lignin, nach Cellulose das zweithäufigste Biopolymer, ist aufgrund seines aromatischen Charakters eine potentielle erneuerbare Alternative zu fossil-basierten Aromaten, die als Komponenten in der Kunststoff-herstellung eingesetzt werden. Miscanthus, eine „low-input“ Pflanze mit hoher Photosyntheserate, wird  derzeit - ebenso wie das Lignin - ausschließlich energetisch genutzt. Fokus der Arbeit waren Untersuchungen zur stofflichen Nutzung von Lignin, gewonnen aus Miscanthus via Organosolv-Prozess. Der Einfluss von Genotyp, Erntezeitpunkt sowie Pflanzenbestandteil (Blatt versus Stängel) auf Ligningehalt und –struktur wurde analysiert.