Doktortitel der Brunel University für Thorsten Roth

Mittwoch, 24. März 2021
Thorsten Roth verteidigte am 15. Januar 2021 erfolgreich seine Dissertation. Nun traf der Award Letter der den Titel verleihenden Brunel University in Großbritannien ein und der Doktortitel ist offiziell.

Es betreuten ihn seitens der H-BRS Prof. Dr. André Hinkenjann sowie als externer Prüfer Dr. Yongmin Li von der Brunel University. Die Viva, die angelsächsische Variante der Disputation, fand coronabedingt als Videokonferenz statt. Hier nahmen als Prüfer Prof. George Ghinea von der Brunel University London und Dr. Xiaosong Yang von der Bournemouth University teil. 

Das Promotionsvorhaben wurde von 2013 bis 2016 durch das Graduiertenstipendium des Instituts für Visual Computing unterstützt. Thorsten Roth arbeitete seit dem Abschluss seiner Bachelorarbeit zudem als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut und wirkte an zahlreichen Forschungsprojekten aktiv mit. Im April fängt für ihn beruflich ein neues Kapitel an: Er verstärkt die Firma SIDACT GmbH in Sankt Augustin. Inhaltlich kann er dort an seinen Forschungsschwerpunkt anknüpfen: SIDACT beschäftigt sich mit der Komprimierung von numerischen Simulationsergebnissen zu deren besserer Nutzbarkeit.

Dr. Roth beschäftigte sich in seiner Doktorarbeit mit fortgeschrittenen Techniken der Computergrafik, wie sie zum Beispiel in Anwendungen der Virtual Reality (VR) oder Augmented Reality (AR) zum Einsatz kommen. Diese finden nicht nur in modernen Computerspielen Verwendung, sondern auch in der Architekturvisualisierung oder in der Automobilentwicklung.

Die fließende Darstellung einer Anwendung (Performance) ist gerade im VR-Bereich sehr wichtig: Einerseits möchte man unerwünschte Effekte wie Übelkeit oder Schwindel („Simulator Sickness“)  vermeiden, andererseits soll ein hoher Grad an Realismus erreicht werden. Ziel der Forschungsarbeit von Thorsten Roth war es daher, die Darstellung sowie die visuelle Qualität sogenannter strahlbasierter Ansätze, die oft die Grundlage für die grafische Darstellung in den genannten Bereichen bilden, zu verbessern. Dabei kann die Bildgenerierung beispielsweise an die menschliche Wahrnehmung oder an situative Anforderungen angepasst werden. Beleuchtungsinformationen einer Szene können zwischengespeichert werden, um unnötige Rechenlast zu vermeiden und eine Steigerung sowohl der Performance als auch der Bildqualität zu erreichen.

 

Promotionsstipendium IVC 2013
Thorsten Roth (ganz rechts) zu Beginn seiner Promotion bei der Stipendienvergabe mit (v.r.n.l) Betreuer Prof. Hinkenjann, Dr. R. Cornely (GI), Prof. Heiden (Dekan), Stipendiatin K. Stollenwerk, Prof. Herpers (GI) und Stipendiat J. Maiero