Steuerung in der Heimautomatisierung

Hochschule Bonn-Rhein-Sieg
KNX Testumgebung

Motivation

Die Motivation für eine Auseinandersetzung mit diesen Steuerungskonzepten ist die steigende Komplexität in derWelt der Automatisierung. Der Grund dafür ist der Zuwachs an individuellen Wünschen und der daraus resultierenden Variantenvielfalt. Die Nachfrage für Automatisierung steigt und dringt bis zu Endverbrauchern durch, sodass Hersteller auf neue Anforderungen stoßen, welche ohne einen Komplexitätszuwachs nicht zu bewältigen sind. Um diese Komplexität abbilden zu können, ist ein intelligentes Steuerungskonzept notwendig.

Zentral vs. Dezentral

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Trend in Richtung Dezentralität geht, wobei der zentrale Ansatz nie komplett ersetzt wird. Eine zentrale Komponente wird seine Berechtigung nicht verlieren, da eine zentrale Intelligenz Funktionen ermöglicht, welche dezentral nicht realisierbar sind. Wie oben beschrieben, wird für die Visualisierung ein vollständiges Prozessabbild mit allen Informationen der Infrastruktur benötigt. Zusätzlich zu der Visualisierung soll auch die Steuerung direkt über die Oberfläche funktionieren. Aber auch externe Dienste sollen unter Umständen mit der eigenen Heimautomatisierung verknüpft werden. Für all das eignet sich ein zentrales System.Wichtig ist es das richtige Gleichgewicht zu finden, damit das System flexibel, skalierbar und ausfallsicher bleibt.

Hochschule Bonn-Rhein-Sieg
Konzept der dynamischen Steuerung

Dynamisches Steuerungskonzept

Um das Potential der Kombination von zentraler und dezentraler Steuerung zu verdeutlichen, wurde das Konzept der dynamischen Steuerung entwickelt. Die Idee dabei liegt darin, mit Hilfe der zentralen Steuerung, Einfluss auf die dezentrale Steuerung auszuüben. Dadurch kann die dezentrale Steuerung im laufenden Betrieb an bestimmte Situationen oder Ereignisse angepasst werden. Die Herausforderung dabei war die sehr unterschiedliche Implementierung des KNX Standards in den Geräten. Durch erhebliche Unterschiede war eine umfassende Analyse des Konfigurationsprozesses notwendig, um diesen nachbilden zu können.