Rückblick auf das 3. NachhaltigkeitsCamp Bonn

Dienstag, 17. Juli 2018
Wie unser Leben nachhaltiger gestaltet werden kann diskutierten Teilnehmerinnen und Teilnehmer des NachhaltigkeitsCamps Bonn gemeinsam am vorletzten Juniwochenende. Das Internationale Zentrum für Nachhaltige Entwicklung (IZNE) ermöglichte dabei einigen interessierten Studierenden die Teilnahme. In einem Erfahrungsaustausch schilderten sie ihre gesammelten Ideen und Erfahrungen.
Hochschule Bonn-Rhein-Sieg

Mit über 160 Personen war auch das dritte BarCamp zum Thema Nachhaltigkeit ein voller Erfolg. Die Teilnehmer*innen erarbeiteten bei der als Austauschplattform gedachten Veranstaltung 40 Themenblöcke, über die sie gemeinsam diskutierten. Seit 2016 organisiert Bonn.digital in Zusammenarbeit mit Engagement Global das NachhaltigkeitsCamp Bonn.

Hochschule Bonn-Rhein-Sieg
Ideen zum Thema Plastikreduzierung. Bild: Jacqueline Klingen

Das NachhaltigkeitsCamp ist ein offenes, themenspezifisches Veranstaltungsformat bei dem die Besucher das Tagesprogramm aktiv mitgestalten. Im Vorfeld des Events werden keine Vorträge oder Workshops vorgegeben, so dass jeder Teilnehmende sich vor Ort proaktiv einbringen kann. Ziel dieser Veranstaltungsart ist es, dass herkömmliche Hierarchien wegfallen und ein Austausch auf Augenhöhe entsteht.

Auch bei der diesjährigen Ausgabe finanzierte das IZNE interessierten Studierenden die Teilnahme an der Veranstaltung. Im Rahmen eines Erfahrungsaustauschs schilderten uns die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, was das Nachhaltigkeitscamp so besonders macht.

Hochschule Bonn-Rhein-Sieg
Lale Akgün (2.v.l.) im Diskurs mit Teilnehmern des Nachhaltigkeitscamps. Bild: Sigrid McCaskill

Zusammen mit der Politikerin Lale Akgün diskutierten die Studierenden darüber, wie verschiedene Aspekte der Nachhaltigkeit besser in die Gesellschaft integriert werden können.

Ein zentrales Gesprächsthema dabei war, dass das Thema Nachhaltigkeit an vielen Universitäten sowie Hochschulen noch keine große Rolle spielt und in sehr wenigen Curricula vertreten ist. Für die Studierenden ist diese Entwicklung vor allem in der Betriebswirtschaftslehre bedenklich. Module wie Nachhaltigkeitsmanagement fehlen. Die Studierenden sind sich trotzdem einig: Betriebswirtschaftslehre ohne Nachhaltigkeit wird es in Zukunft nicht mehr geben.

Ein weiterer, positiver Aspekt des Nachhaltigkeitscamps war die Förderung und Erweiterung des eigenen Netzwerks. Viele würden sich gerne mehr für die Umwelt engagieren, doch fehlt ihnen oftmals der richtige Ansprechpartner. Durch den direkten Austausch während der Sessions fördert das Veranstaltungsformat die Vernetzung von Personen mit gleichen Interessen. So musste sich beispielsweise zu Beginn jeder Teilnehmer mit drei Hashtags vorstellen.

Die Studierenden diskutierten außerdem darüber, wie der Plastikverbrauch reduziert und die Gesellschaft dazu gebracht werden kann, mehr regionale Produkte zu kaufen.

Zusammenfassend bleibt zu sagen, dass das Nachhaltigkeitscamp ein voller Erfolg war. Bonn habe ein "außergewöhnliches Netzwerk" das Thema Nachhaltigkeit betreffend, und wenn es nach den Studierenden geht, sollte diese Veranstaltungsreihe definitiv fortgesetzt werden.