Workshop Interdisziplinäre Transformationsforschung

Donnerstag, 13. Februar 2020
Vom 6. bis 7. Februar 2020 tagten Promovierende der Heinrich Böll-Stiftung und des IZNE unter dem Titel "Interdisziplinäre Transformationsforschung – Im Spannungsfeld von technologischem, gesellschaftlichem und ökologischem Wandel" zusammen an der H-BRS, um über verschiedene methodische Ansätze der Transformationsforschung zu debattieren. Der Fokus lag dabei auf den gegenseitigen Wechselwirkungen von technologischen, institutionellen, ökonomischen, sozialen und ökologischen Veränderungsprozessen.
Hochschule Bonn-Rhein-Sieg

Der Dialog am 6. Februar 2020 fand angesichts der globalen Herausforderungen und des dadurch entstehenden Badarfs eines tiefgreifendes Wandels hin zu einer nachhaltigen und resilienten Entwicklung statt. Die UN Sustainable Development Goals (SDGs) der Agenda 2030, die für alle Staaten gelten, greifen dies auf und geben die Richtung vor. Die Suche nach tragfähigen Wegen, um diese Ziele zu erreichen, erfordert ein gutes Verständnis der hierzu notwendigen Übergangsprozesse.

Da jede Fachdisziplin ihren eigenen Blick auf den hierfür notwendigen Wandel, seine Rahmenbedingungen und Wirkmechanismen besitzt, ist es nur im interdisziplinären Dialog möglich, die multidimensionalen Dynamiken und Interdependenzen der notwendigen Veränderungsprozesse zu verstehen.

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Die Veranstaltung begann mit einleitenden Worten von  Dr. Jeanette Rieger-Cowdry, Ina Neher und Prof. Dr. Martin Hamer. 

Einen ersten Input zur Transformationsforschung lieferte dann Prof. Dr. Stefanie Meilinger mit ihrem Vortrag „Interdisziplinäre Transformationsforschung – im Spannungsfeld von technologischem, gesellschaftlichem und ökologischem Wandel“.

Danach waren die Teilnehmenden selbst gefordert, indem sie sich an 3 Tischen mit verschiedenen Fragestellungen auseinander setzten.

An Tisch 1 gingen die Teilnehmenden unter der Moderation von Nicolai Heinz und Melani Pelaez Jara der Frage nach "Wie können Herausforderungen in der interdisziplinären Transformationsforschung überwunden werden (innerhalb von Forschungsteams, notwendige institutionelle Veränderungen)?".

Am 2. Tisch lautete die Frage "Inwiefern ist eine disziplinäre Verortung hinderlich für interdisziplinäres Arbeiten?". Moderiert wurde dieser Tisch von Silke Lichtenberg und Wiebke Nowack.

An Tisch 3 schickte Eike Martina Holzkämper die Anwesenden in ein Gedankenexperiment, um sich mit Probleanalyen der sozialökologischen Transformationsforschung auseinander zu setzen. 

 

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Im Anschluss folgte eine Podiumsdiskussion unter der Moderation von Matthias Wanner zum Thema „Chancen und Herausforderungen im interdisziplinären Transformationsdiskurs". Hier gingen Prof. Dr. Martin Hamer, Prof. Dr. Stefanie Meilinger und Prof. Dr. Wiltrud Terlau auf die Fragen von Herrn Wanner ein und gaben hierzu viele Beispiele aus ihren aktuellen und vergangegen Projekten.

Freitags besuchten die Teilnehmenden den UN-Campus unter dem Thema „Globale Herausforderungen: Aufgaben und Arbeit der UN weltweit“.