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DFG fördert Spitzenforschung an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg

Labor FB Angewandte Naturwissenschaften Biology

Mittwoch, 13. Dezember 2023

Großer Erfolg für die forschungsstarke Hochschule Bonn-Rhein-Sieg (H-BRS): Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert den Aufbau eines Zentrums für biomedizinische Forschung. Das Vorhaben der Hochschule ist eins von bundesweit zehn Projekten, die die DFG für ihr „Forschungsimpulse“-Programm ausgewählt hat. Die H-BRS erhält dafür in den nächsten fünf Jahren rund 6 Millionen Euro. Es ist das erste Mal, dass die DFG Verbundprojekte an Hochschulen für Angewandte Wissenschaften fördert.
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An der H-BRS werden die Hintergründe von Krankheiten erforscht. Foto: Eric Lichtenscheidt

„Ich danke unseren Forschenden für die hervorragende Arbeit, die nun im Rahmen der Förderung durch die DFG über einen Zeitraum von fünf Jahren eine ausgezeichnete Grundlage erhält, um einen Forschungsschwerpunkt Life Sciences zu entwickeln“, sagt Professor Remi Maier-Rigaud, Vizepräsident Forschung und Wissenschaftlicher Nachwuchs an der H-BRS. „Dies ist ein Meilenstein für die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg. Wir beweisen erneut: Bei uns findet Spitzenforschung statt.“

Überzeugt hat die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg mit ihrem Plan für ein interdisziplinäres Forschungszentrum für Transportmechanismen in Zellen und ihre molekularen Wechselwirkungen. In dem Zentrum werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus zentralen wissenschaftlichen Einrichtungen der Hochschule zusammenarbeiten, um zum Beispiel die Hintergründe von Krankheiten des Stoffwechsels und des Immunsystems oder Bluthochdruck zu erforschen.
Das neue biomedizinische Zentrum der H-BRS knüpft an das ausgeprägte Profil der Hochschule in den Bio- und Lebenswissenschaften an. Sprecher des Forschungsverbundes ist Professor Mike Althaus, der unter anderem zur molekularen Physiologie von Ionenkanälen und Transportern forscht. Das „CytoTransport“ genannte Projekt soll zunächst bis 2029 laufen. Eine Fortsetzung ist möglich. Es beinhaltet die Einrichtung einer Nachwuchsgruppe sowie umfangreiche Stellen für wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das Zentrum arbeitet fachübergreifend und international, die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler werden mit Forschungseinrichtungen in Deutschland, den USA, Dänemark, Großbritannien und Israel zusammenarbeiten.

„Wir freuen uns sehr über die Förderung dieses Projektes. Transportvorgänge spielen bei fast allen Prozessen im menschlichen Körper eine wichtige Rolle“, sagt Professor Mike Althaus. „Beeinträchtigte Transportprozesse stehen mit wichtigen menschlichen Krankheiten in Verbindung. Daher sind das Verständnis der Mechanismen sowie die Modulation zellulärer Transportprozesse eine Voraussetzung für die Entwicklung neuer therapeutischer Strategien für diese Krankheiten und ein lohnendes Ziel zur Förderung der menschlichen Gesundheit.“
In dem neuen interdisziplinären Forschungszentrum arbeitet Professor Mike Althaus , zusammen mit Professor Matthias Preller, Professor Jörn Oliver Sass, Professorin Margit Schulze, Professor Christopher Volk und Professor Steffen Witzleben aus dem Fachbereich Angewandte Naturwissenschaften, Professor Dirk Reith (Fachbereich Ingenieurwissenschaften und Kommunikation), Dr. Karl Kirschner (Fachbereich Informatik), sowie Dr. Katrin Richter von der Justus-Liebig-Universität Gießen.

Für die Deutsche Forschungsgemeinschaft ist es eine Premiere: Sie fördert mit dem „Forschungsimpulse“-Programm erstmals größere Verbundprojekte an Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW) und stellt dafür insgesamt 49 Millionen Euro plus einer Programmpauschale von 22 Prozent bereit. Die DFG hat aus 69 Vorschlägen zehn Vorhaben ausgewählt, die für zunächst fünf Jahre gefördert werden. Die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg gehört somit zu den ersten Hochschulen, die von dem neuen Förderprogramm profitieren. Aus der nordrhein-westfälischen Hochschullandschaft ist daneben nur die Hochschule Bochum mit einem Verbundprojekt dabei.

Kontakt

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Mike Althaus

Professor für Biologie, insbesondere Physiologie und Neurobiologie

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Martin Schulz

Wissenschaftsredakteur, Webredaktion, Social Media

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