Stabsstelle Kommunikation und Marketing
H-BRS freut sich über erfolgreiches Start-up Zentio
Ein schöner Erfolg für das Start-up Zentio und Grund zur Freude für die Gründungsberatung der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg: Der High-Tech-Gründerfonds investiert 1,4 Millionen Euro in die junge Firma. Die öffentlich-private Wagniskapitalgesellschaft will damit das Wachstum des 2025 von Julian Rose, Immo Polewka und Christophe Kafrouni gegründeten Unternehmens unterstützen. Auch der Frühphaseninvestor SIVentures ist bei dieser Finanzierungsrunde dabei. Der High-Tech-Gründerfonds ist eine öffentlich-private Partnerschaft, die sich auf technologieorientierte Start-ups konzentriert. Beteiligt daran sind das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, die KfW Capital sowie 45 Unternehmen aus vielen Branchen.
Die Geschichte von Zentio ist eng mit der Gründungsberatung der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg verbunden. Von Tag eins an begleitet die Start-up-Manufaktur der Hochschule das junge Gründerteam und unterstützte und beriet es bei der Unternehmensgründung.
Ein größeres Publikum wurde erstmals im Oktober 2024 auf die Idee der Jungunternehmer für die KI-gestützte Produktionsplanung aufmerksam. Beim Finale des Start-up-Cups, dem hochschulinternen Ideenwettbewerb, stellten sechs Teams im großen Hörsaal auf dem Campus Sankt Augustin ihre Geschäftsideen vor. Gerade einmal fünf Minuten hatte jedes Team, um mit seiner Idee bei Jury und Publikum zu punkten. Zur Wahl standen unter anderem ein neuartiges Gerät für die Lymphdrainage, das der Jury besonders gut gefiel, und ein Waldbrand-Früherkennungssystem. Auch H-BRS-Absolvent Julian Rose und Immo Polewka präsentierten ihre Idee: eine Software, die kleine und mittlere Unternehmen dabei unterstützen soll, ihre Produktionsressourcen besser zu planen. Wer im Raum hätte wohl darauf gewettet, dass gut ein Jahr später 1,4 Millionen Euro Wagniskapital auf dem Geschäftskonto der beiden Entwickler landen würden? Das Publikum jedenfalls hatte mehrheitlich andere Bilder vor Augen und vergab den Publikumspreis an eine Plattform für die Vermietung von Sportwagen. Julian Rose und Immo Polewka nahmen es sportlich und machten mit ihrem Vorhaben weiter.
Nur wenige Monate später dann der nächste Meilenstein in der Geschichte der neuen Geschäftsidee: Die Jungunternehmer bewerben sich erfolgreich für das EXIST-Gründungsstipendium, das bekannteste bundesweite Förderprogramm für junge Unternehmen. Es war seit mehr als fünf Jahren das erste Gründungsteam der H-BRS, das diese Förderung erhielt. Mit der Finanzierung für 12 Monate im Rücken konnten sie nun daran gehen, sich voll auf ihr Projekt zu konzentrieren. Zur Seite stand ihnen dabei Peter Goeke (selbst erfahrener Gründer) als Start-up-Coach und Berater. Der Hochschulmitarbeiter unterstützte bei Themen wie Fundraising, Strategie und Marketing. Er führte zudem eine Analyse und Bewertung des Businessplans durch – eine unumgängliche Anforderung für das Stipendium.
„Wir freuen uns, dass wir Zentio dabei helfen konnten, ihre Start-up-Idee zum Fliegen zu bringen“, sagt Peter Goeke. „Das beweist einmal mehr, dass wir eine gründungsstarke Hochschule sind, die starke Gründungspersönlichkeiten hervorbringt.“
H-BRS-Absolvent und Zentio-Mitgründer Julian Rose hebt die Bedeutung des Stipendiums hervor: „Das EXIST-Stipendium war für uns ein wichtiger Schritt und hat den Grundstein für die Gründung und den weiteren Aufbau von Zentio gelegt. Das Team der Startup-Manufaktur hat uns dabei tatkräftig unterstützt, und wir konnten von der Gründungserfahrung unseres Start-up-Coaches profitieren."
Für die drei Gründer geht es nun darum, von Berlin aus, wo ihre Firma heute ihren Sitz hat, ihre Vision zu verwirklichen: den Standard der Entscheidungsfindung in der europäischen Fertigungsindustrie auf ein neues Niveau zu heben. Auf diesem Weg bleibt die Gründungsberatung der Hochschule mit Zentio eng verbunden und unterstützt weiterhin mit Beratung und Coaching.
Zentio und die Start-up-Manufaktur
Zentio entwickelt eine KI-gestützte Plattform für intelligente Produktionsplanung. Diese ermöglicht es, Betriebsdaten durch KI-Agenten aufzubereiten und für die operative Produktionsplanung nutzbar zu machen, um fundierte Entscheidungen und mehr Produktivität zu ermöglichen.