LAGEF

Hochschule Bonn-Rhein-Sieg
LAsertechniken zur Beurteilung von GEFahrenlagen mit Objekten mit chemischen und explosiven Gefahrstoffen
Fachbereiche und Institute: 
Institut für Detektionstechnologien
Von: 
01.11.2014
to
31.10.2017
Förderungsart: 
Öffentliche Forschung

Projektbeschreibung

Unkonventionelle Spreng- oder Brandvorrichtungen (USBV) werden häufig getarnt und in Gegenständen verborgen. Beim Fund besteht das Problem, dass mit den derzeit verfügbaren Detektionstechnologien keine ausreichend schnelle und eindeutige Ermittlung des Inhalts und der damit verbundenen Gefährdung vorgenommen werden kann.

Bekannte Verfahren können bei verdächtigen Gegenständen ausschließlich eine bildliche Darstellung des Inhalts liefern oder auf der Oberfläche der Objekte Spuren von Stoffen nachweisen, die eine Explosion oder einen Brand auslösen können. Die Kenntnis des tatsächlichen Inhalts ist aber für das Treffen der richtigen Einsatzentscheidung von großer Bedeutung.

Im Rahmen des Projekts LAGEF wird ein neuartiges Laserbohr-Detektionssystem realisiert. Durch den Einsatz miniaturisierter Laserstrahlquellen lassen sich gezielt Mikrobohrungen vornehmen, um Inhaltsstoffe aus dem verdächtigen Objekt auszutragen und in einem speziell zu entwickelnden Probennahmesystem zu sammeln. Hier können die Substanzen dann mit unterschiedlichen Detektionstechnologien untersucht werden. Bei einem bestehenden Verdacht wird so eine schnelle und exakte Gefährdungseinschätzung ermöglicht.

Hochschule Bonn-Rhein-Sieg
(Quelle: ©iStockphoto.com / MagMos)

 

Um beim Fund herrenloser Gepäckstücke die richtigen Einsatzentscheidungen zu treffen, muss deren Inhalt abgeklärt werden.

Projektleitung an der H-BRS

Prof. Dr. Gerhard Holl

Leiter Institut für Detektionstechnologien
Hochschule Bonn-Rhein-Sieg
E-Mail: 
gerhard [dot] holl [at] h-brs [dot] de

Rheinbach

Raum: 
A 120

Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Projektergebnisse

Der spätere Einsatz des Systems ist auf einer ferngelenkten Roboterplattform vorgesehen, wie sie von Entschärfungsdiensten der Polizei eingesetzt wird. Kerninnovation des Forschungsvorhabens ist die zuverlässige Detektion der Inhaltsstoffe einer USBV, ohne dass es hierbei zu einer Zündung kommt.

Geldgeber

Kooperationspartner