Doktorand der H-BRS an der ETH Zürich

Freitag, 20. April 2018
Die Osterzeit nutzte Promotionsstudent Dominik Wilde aus der Forschungsgruppe von Prof. Dr. Dirk Reith um die Eidgenössischen Technische Hochschule (ETH) Zürich zu besuchen. Dort referierte er über seine Arbeit zur numerischen Strömungssimulation, insbesondere zur Lattice-Boltzmann-Methode. Der in Zürich ansässige Prof. Dr. Ilya Karlin ist mit seiner Forschungsgruppe bereits über zwei Jahrzehnte in diesem Bereich tätig, so dass der Besuch von interessanten Diskussionen geprägt war.
Prof. Dr. Ilya Karlin, ETH Zürich; Dominik Wilde, Doktorand H-BRS; Benedikt Dorschner, Doktorand ETH Zürich
V. l.: Ilya Karlin, Dominik Wilde und Benedikt Dorschner (Doktorand der ETH Zürich). Foto: privat

In seinem Vortrag stellte Dominik Wilde die Vorzüge der Semi-Lagrangian Lattice-Boltzmann-Methode (SLLBM) vor, die an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg von Dr. Andreas Krämer entwickelt wurde. Diese erlaubt die Verwendung von nicht-kartesischen Gittern und somit die Str​​mungssimulation von anspruchsvollen Geometrien. Mit dem Programmcode NATriuM (Numerik und Algorithmen für Tribologie unter Verwendung von Mehrkernprozessoren) hat die Forschungsgruppe von Prof. Dr. Reith eine effiziente Implementierung der SLLBM umgesetzt.

Hiervon inspiriert nutzten Wilde und Co die Gelegenheit um an der Weiterentwicklung der Lattice-Boltzmann-Methode auf gestreckten Gittern zu arbeiten. Ziel ist es, eine Methode zu entwickeln, welche die in den Reibungstermen entstehenden Fehler, die aufgrund der Steckung des Gitters entstehen, effizient behebt. Auch nach dem Besuch wird die gemeinsame Arbeit weiter fortgeführt und soll schließlich in eine gemeinsame Publikation münden.

Dominik Wilde ist seit 2017 Promotionsstudent und Doktorand im Fachbereich EMT, sowie Angehöriger des Instituts für Technik, Ressourcenschonung und Energieeffizienz (TREE).