Nitr-O-zon

Entwicklung von Verfahren zur Bestimmung und Elimination von Nitrosaminen bei der (Ab-)Wasseraufbereitung mittels Ozon

Projektbeschreibung

Das Auftreten von N-Nitrosaminen ist ein wichtiges Thema für die öffentliche Gesundheit. In den aquatischen Bereich gelangen sie aufgrund ihrer guten Wasserlöslichkeit über industrielle und kommunale Eintragspfade. Ebenso bilden sie sich bei verschiedenen (Ab-)Wasseraufbereitungsprozessen als Transformationsprodukte. Für Unternehmen sind sie aufgrund ihres kanzerogenen Potenzials, der Vielfältigkeit und des vielseitigen Auftretens aufgrund häufiger Bildung in technischen Prozessen ein großes Problem. Mit den Anforderungen an Produktsicherheit und Umweltschutz steigen die Anforderungen an die Analytik, Risikoprävention und Eliminierung dieser Substanzen.

In diesem Projekt soll an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg ein sensitives, ausreichend selektives, ökonomisches und Vor-Ort-einsatzfähiges Analysenverfahren aufgebaut werden mit möglichst hoch automatisierbarer Probenvorbereitung für den Ultraspurennachweis von N-Nitrosaminen in (Ab)Wässern. Die Auswahl, Weiterentwicklung, Optimierung und Automatisierung geeigneter Probenvorbereitungsschritte ist zur Anreicherung der Nitrosamine und damit zur Erreichung der erforderlichen Nachweisempfindlichkeit im ein- bis zweistelligen ppt-Bereich für die (Ab-) Wasseranalytik unbedingt erforderlich. Daneben soll geprüft werden, ob das entwickelte Verfahren auch auf ein branchenübergreifendes, breites Spektrum an Produktmatrices zuverlässig anwendbar ist. Am Institut für Energie- und Umwelttechnik soll, als zweiter Forschungsaspekt, intensiv die Eliminierung von N-Nitrosaminen im Anschluss an die vierte Reinigungsstufe mit dem oxidativen Verfahren Ozon untersucht werden und mit den gewonnenen Erkenntnissen aus beiden Forschungsaspekten die Behandlung von Abwässern in Bezug auf die Nitrosaminbildung verbessern. Hierzu wird die Analysetechnik der LC-MS eingesetzt.

Das Projekt ist auf ein branchenübergreifendes Nutzungspotential ausgelegt, z.B. für Hersteller von Analysenystemen und automatisierten Lösungen, Klärwerke, Produzenten in der Abwassertechnik, analytische Fachlaboratorien, chemische, pharmazeutische und agrarkulturelle Industrie sowie Nahrungsmittelindustrie.

Projektleitung an der H-BRS

Prof. Dr. Michaela Wirtz

Professorin im Fachbereich Angewandte Naturwissenschaften: Chemie
insbesondere Instrumentelle Analytik und Physikalische Chemie
Hochschule Bonn-Rhein-Sieg
E-Mail: 
michaela.wirtz [at] h-brs.de

Rheinbach

Von: 
01.03.2019
to
21.05.2021

Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Förderungsart: 
Öffentliche Forschung

Publikationen

Analysis of N-Nitrosamines via Headspace-Gaschromatography – Ion Mobility Spectrometry (Poster) von Gerrit Winter, Kai Pieper, Prof. Dr. Michaela Wirtz.

Geldgeber