Fachbereich Angewandte Naturwissenschaften
UniStem Day 2026: Schülerinnen und Schüler vertiefen sich in Stammzellforschung
Dass Professorin Mirle Schemionek und ihre Fachbereichs-Kolleginnen und -Kollegen sich sehr interessierte und durchaus sachkundige Gäste in ihre Labore eingeladen hatten, wurde schnell deutlich. Die Oberstufenschülerinnen und -schüler brachten einiges an Vorwissen mit über Stammzellen und hatten viele Fachfragen, etwa nach der Zeitspane bei Corona-Tests, wie sich aus Stammzellen wieder reife Zellen gewinnen lassen oder wie man anhand dieser Zellen untersuchen kann, ob eine Therapie auf Stammzellen wirkt.
Rund 35 Schülerinnen und Schüler hatten sich für den UniStem Day an der H-BRS angemeldet. Gedacht war die Veranstaltung für Schülerinnen und Schüler aus Biologie-Leistungskursen. Die Europaschule Bornheim und die Gesamtschule Hennef Meiersheide waren mit einem Kurs dabei und aus dem Sankt-Joseph-Gymnasium-Rheinbach kamen vier Schülerinnen.
Für den in Rheinbach beheimateten Fachbereich Angewandte Naturwissenschaften war es nicht das erste Mal, dass er an dem weltweit veranstalteten Bildungstag seine Labore für Schülerinnen und Schüler öffnete. Als Gastgeberin trat Professorin Mirle Schemionek auf, die den Labortag zusammen mit den Fachbereichs-Mitarbeiterinnen Dr. Julia Holtel und Julia Weder sowie Dr. Andreas Ehlich vorbereitet hatte. Neu in diesem Jahr war, dass die Hochschule die Veranstaltung als Beitrag zum aktuellen Wissenschaftsjahr „Medizin der Zukunft“ einreihen konnte.
Auch wenn der Vormittag im Zeichen der praktischen Laborarbeit stand, so kam er nicht ganz ohne Theorie aus. Bevor es an die Mikroskope ging, skizzierte Professorin Schemionek einige wesentliche Grundlagen der Stammzellenforschung. Und sie gab den Schülerinnen und Schülern die Leitfragen für die nachfolgende Laborarbeit mit auf den Weg: „Warum sind Stammzellen wichtig für Medizin und Forschung?“ und „Was passiert, wenn Stammzellen entgleisen, also zu malignen Stammzellen werden?“. Letzteres ist so etwas wie das Steckenpferd von Professorin Schemionek, die sich in ihrer Forschung sehr intensiv mit der Therapieresistenz von Stammzellen bei bösartigen Erkrankungen des Blut- und Lymphsystems beschäftigt. An der Hochschule arbeitet sie am Institut für funktionale Gen-Analytik.
Derart theoretisch eingestimmt, machten sie die Jugendlichen an die Untersuchung maligner hämatopoetischer Zellen, also Blutzellen, die für die Entstehung von Krebs im Körper verantwortlich sind. Mit dem Mikroskop untersuchten sie unterschiedliche Proben von Zellmaterial. Eine der Proben wurde vorab einer Therapie unterzogen, die andere nicht. Die Erkenntnis: Die Therapie hat offenbar angeschlagen, die behandelten Zellen bilden keine Kolonien aus. Das Fortschreiten der Erkrankung konnte gestoppt werden.
Am Ende des Vormittags standen wiederum Fragen, nun aber in unterhaltsamer Form. Und es gab dabei auch etwas zu gewinnen. Bei einem Quiz im Stil von „Wer wird Millionär“ übernahm Professorin Schemionek die Rolle des Quizmasters und fragte das Gelernte ab. Der Gewinn: Jede Menge Gummibärchen. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhielten außerdem am Ende eine Urkunde für ihren erfolgreich absolvierten Vormittag im Labor.
Der UniStem Day ist ein weltweit veranstalteter Bildungstag. Die H-BRS nimmt bereits seit über zehn Jahren regelmäßig am UniStem Day teil.
UniStem Day2026 an der H-BRS: Schülerinnen und Schüler lernen Stammzellforschung kennen
Kontakt
Mirle Schemionek-Reinders
Professorin für Biologie, insbesondere Molekulare Diagnostik und Epigenetik
Standort
Standort
Rheinbach
Raum
I 223
Adresse
Von-Liebig-Straße 20
53359 Rheinbach