DECURA Dezentrale digitale Unterstützung für Pflegebedürftige und ihre An- und Zugehörigen

Forschungsprojekt im Überblick

Mit dem Start des Forschungsprojekts DECURA im Februar 2026 beginnt die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Frage, wie dezentrale Datenverarbeitung zur Unterstützung pflegebedürftiger Menschen sowie ihrer An- und Zugehörigen in der häuslichen Pflege eingesetzt werden kann. Ziel des Projekts ist es, durch dezentrale Datenverarbeitung die Selbstbestimmung der Betroffenen zu stärken und die Qualität der häuslichen Pflege nachhaltig zu verbessern.
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Fachbereiche und Institute

Förderungsart

Öffentliche Forschung

Zeitraum

01.02.2026 to 31.01.2029

Projektleitung an der H-BRS

Projektbeschreibung

DECURA befasst sich mit der Frage, wie dezentrale digitale Unterstützung in der häuslichen Pflege gestaltet werden kann. Im Mittelpunkt steht die Untersuchung, wie dezentrale Datenverarbeitung zur Unterstützung pflegebedürftiger Menschen sowie ihrer An- und Zugehörigen eingesetzt werden kann. Ziel des Projekts ist es, die Selbstbestimmung der Betroffenen zu stärken und die Qualität der häuslichen Pflege zu verbessern.

Ausgangspunkt des Vorhabens ist die Beobachtung, dass Gesundheits- und Versorgungsnetzwerke komplexe soziale Systeme sind, in denen informelles Lernen eine wichtige Rolle spielt. Insbesondere An- und Zugehörige erwerben pflegerische Kompetenzen häufig praxisnah und unter den Bedingungen einer oft unerwartet eintretenden Pflegesituation. Daraus ergibt sich ein Bedarf an verlässlichen, verständlichen und individuell zugeschnittenen Informationen sowie an unterstützenden Angeboten, die sich an den konkreten Bedarfen der Betroffenen orientieren.

Vor diesem Hintergrund entwickelt und erforscht das Projekt eine digitale Anwendung, die Gesundheitsdaten dezentral direkt auf den Endgeräten der Nutzerinnen und Nutzer verarbeitet. Auf dieser Grundlage sollen personalisierte Informationen sowie Lern- und Versorgungsangebote bereitgestellt werden. Der dezentrale Ansatz verfolgt das Ziel, Datenschutzrisiken zu reduzieren und die Kontrolle über sensible Informationen bei den Betroffenen selbst zu belassen. Damit soll die Datensouveränität der Nutzerinnen und Nutzer gestärkt werden.

Ein weiterer Schwerpunkt von DECURA liegt auf der Analyse rechtlicher und organisatorischer Rahmenbedingungen für den Einsatz dezentraler digitaler Systeme im Gesundheitswesen. Dabei werden bestehende Hürden identifiziert und Ansätze für praktikable Lösungen untersucht. Das Projekt verbindet damit technologische Entwicklung mit der Untersuchung struktureller Voraussetzungen digitaler Gesundheitsversorgung.

DECURA wird von einem interdisziplinären Konsortium unter Konsortialführung des Deutschen Instituts für angewandte Pflegeforschung durchgeführt. Beteiligt sind die Justus Liebig Universität Gießen, die Hochschule Bonn Rhein Sieg, die Universität des Saarlandes sowie die VIVAI Software AG. 

Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Finanzierung

Förderlogo BMFTR 2025

Das Projekt startete im Februar 2026 und wird vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt mit rund 2 Mio. Euro gefördert.