Hacking-Wettbewerb für den Nachwuchs

Montag, 22. März 2021
ID: 
051/02/03-2021
In der bundesweiten „Cyber Security Challenge“ können junge Leute zwischen 14 und 26 Jahren ihre Hacking-Fähigkeiten unter Beweis stellen. Vorkenntnisse sind nicht zwingend erforderlich. Der Cyber Campus NRW ist offizieller Partner des Wettbewerbs: Ein Team von IT-Security-Experten der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg (H-BRS) hat einige der Aufgaben im Wettbewerb entwickelt.

Ruben Gonzalez kennt sich mit IT-Sicherheit aus: Er ist Lehrbeauftragter für Offensive Security und Doktorand am Institut für Sicherheitsforschung der Hochschule. Außerdem ist er der Kopf des studentischen Hacking-Teams RedRocket, das seit 2017 erfolgreich bei internationalen Hacking-Wettbewerben antritt.

„Der neue Wettbewerb ist im ,Capture the Flag‘-Stil aufgebaut, das ist eine Art virtuelle Schnitzeljagd“, erklärt er. Die ,Flag‘, die es zu erobern gilt, ist typischerweise ein Codeschnipsel, ein Stück Hardware in einem Netzwerk oder eine Datei. Die Aufgaben decken verschiedene Bereiche der IT-Sicherheit ab, zum Beispiel Kryptographie, Web-Anwendungen, Reverse Engineering oder Netzwerksicherheit.“ Vorwissen in IT-Sicherheit sei nicht erforderlich: „Es gibt Aufgaben in unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen, so dass Anfängern der Einstieg erleichtert wird und auch Fortgeschrittene gefordert werden. Solides Grundwissen in der allgemeinen Informatik, Spaß am Knobeln und Interesse am Themenfeld IT-Sicherheit sind aber gute Voraussetzungen.“

Über den Wettbewerb

Die erste Runde des Wettbewerbs läuft bis zum 1. Juni 2021. Ausrichter ist der Verein NFITS (Nachwuchsförderung in der IT-Sicherheit e. V.), der sich für die Förderung junger Talente in der IT-Sicherheit stark macht.

Diese erste Runde steht grundsätzlich allen offen. Die jeweils zehn besten Teilnehmer mit deutscher Staatsangehörigkeit qualifizieren sich in den Kategorien Junior (bis 21 Jahre) und Senior (22 bis 26 Jahre) für das Finale Anfang Juli. Hier entscheidet sich, wer zu den fünf Leistungsstärksten gehört. Diese bilden das diesjährige Nationalteam und vertreten Deutschland bei der European Cyber Security Challenge. Erstmals soll im Anschluss eine Weltmeisterschaft stattfinden. Wegen der anhaltenden Corona-Pandemie findet der Wettbewerb bereits zum zweiten Mal ausschließlich online statt.