Mit der Start-up-Manufaktur erfolgreicher gründen

Freitag, 7. Mai 2021
ID: 
062/00cent/05-2021
In den vergangenen 20 Jahren sind aus der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg (H-BRS) weit über 150 Gründungen hervorgegangen, viele davon mit Unterstützung durch die Hochschule. Arbeitsplätze sind entstanden, auch innovative Geschäftsideen und Produkte haben zur regionalen Wirtschaftsleistung beigetragen. Um das noch zu forcieren, hat die H-BRS vor etwa einem Jahr ihre komplette Gründungsförderung unter dem Namen SUPRA an ihrem Centrum für Entrepreneurship, Innovation und Mittelstand (CENTIM) gebündelt. Mit der Start-up-Manufaktur wird jetzt der nächste Punkt aus dem Konzept umgesetzt, das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) im Programm EXIST-Potentiale gefördert wird.
Banner der Start-up-Manufaktur

Die Start-up-Manufaktur dient dabei als zentrales Gründungszentrum für Gründer und solche, die es werden wollen – seien sie Studierende oder Beschäftigte der Hochschule. Gerade Studierenden soll durch eine Verankerung des Themas in allen Studiengängen eine eigene Neugründung oder eine Unternehmensnachfolge als eine mögliche Alternative zu einer Anstellung beim Berufseinstieg aufgezeigt werden. Das bisherige Angebot wird in der Start-up-Manufaktur deutlich ausgebaut.

Um mit dem Projekt erfolgreich zu sein, konzentriert sich die Start-up-Manufaktur neben der genannten Sensibilisierung für das Thema auf Qualifizierung durch verschiedene Veranstaltungsformate und Coaching. Es gibt dafür zum einen starke Partner, die Gründern und Gründungsinteressierten an allen Etappen mit ihrer Expertise insbesondere bei organisatorischen, juristischen oder finanziellen Fragen zur Verfügung stehen; zum anderen sind es junge Unternehmer, die ihre persönlichen Geschichten erzählen, mit ähnlichen Fragen und Problemen, die auch die „Neulinge“ umtreiben. Als Ehemalige der H-BRS sind sie nah an ihnen dran und können als Vorbilder dienen.

Sensibilisierung, Qualifizierung, Coaching

Das Team, das in SUPRA die Start-up-Manufaktur aufgebaut hat, kann nicht zuletzt durch Beratung und Coaching bereits auf zwei erfolgte Unternehmensgründungen im Jahr 2020 verweisen: Es handelt sich um l3montree, das von zwei Informatikstudenten gegründet wurde (wir berichteten), und um die Pepa Lani GmbH von Alumnus in Betriebswirtschaft Thilo Kanther mit Premium-Produkten der Branche Papeterie. Karoline Noth, Projektkoordinatorin von SUPRA berichtet, dass eine dritte Gründung kurz bevorstehe und sie in diesem Jahr mit weiteren rechne: „Eine tragfähige Geschäftsidee kann trotz der coronabedingt schwierigen Wirtschaftssituation genauso erfolgreich sein wie zu jeder anderen Zeit.“

Regelmäßig suchen gründungsinteressierte Studierende beispielsweise Rat zu ihrer Geschäftsidee oder möchten erfahren, welche Unternehmensform sich rechtlich etwa auf die Haftung auswirkt. Für solche und andere Fragen verfügt die Start-up-Manufaktur über ein junges Team mit zehn Personen.