PVCharge – Multifunctional power electronics for PV parking lots: Genuine PV charging and grid-supporting functions through optimized hardware and intelligent control

PVCharge

Forschungsprojekt im Überblick

Im Projekt PVCharge untersucht ein Konsortium aus zwei Forschungseinrichtungen und drei Industrieunternehmen, wie sich Synergien zwischen industriellen Photovoltaikanlagen und Elektrofahrzeugen besser nutzen lassen. Im Fokus stehen dabei größere PV-Anlagen, wie sie z. B. über oder in der Nähe von Supermarkt- oder Firmenparkplätzen errichtet werden können. Das Projekt verfolgt drei Kernziele: Die Verringerung von Energiewandlungsverlusten beim Laden von Elektrofahrzeugen mit PV-Strom, um erneuerbare Energien effizienter zu nutzen Die Steigerung des PV-Anteils in der Fahrzeugbatterie durch PV-abhängige Sollwertvorgaben beim Aufladen, um den fossil erzeugten Anteil des Netzstroms durch lokal erzeugten PV-Strom zu ersetzen Die Einbindung der Fahrzeugbatterien für netzstabilisierende Dienstleistungen Das direkte Laden von Elektrofahrzeugen (E-Kfz) an einer Photovoltaikanlage (PV-Anlage) bietet sowohl ökologische als auch ökonomische Vorteile. In Zeiten steigender Energiekosten und zunehmenden Umwelt­bewusstseins gewinnt die Nutzung erneuerbarer Energien immer mehr an Bedeutung. Die Kombination von E-Kfz und PV-Anlage ermöglicht es, den erzeugten Solarstrom direkt und effizient für das Laden der Fahrzeuge zu nutzen. Aktuelle Technologien setzen auf eine AC-Kopplung von PV-Anlagen und Ladesäulen.

Förderungsart

Öffentliche Forschung

Zeitraum

01.04.2025 to 31.03.2028

Projektleitung an der H-BRS

Projektbeschreibung

Das Laden von Elektrofahrzeugen (E-Kfz) an einer Photovoltaikanlage (PV-Anlage) ist ein zukunftsweisendes Konzept, das sowohl ökologische als auch ökonomische Vorteile bietet. In Zeiten steigender Energiekosten und zunehmendem Umweltbewusstsein gewinnt die Nutzung erneuerbarer Energien immer mehr an Bedeutung. Die Kombination von E-Kfz und PV-Anlage ermöglicht es, den erzeugten Solarstrom direkt und effizient für das Laden der Fahrzeuge zu nutzen. Aktuelle Technologien setzen auf eine AC-Kopplung von PV-Anlagen und Ladesäulen (Abb. 1a). Hierzu muss der Gleichstrom der PV-Anlage zunächst den Maximum Power Point (MPP)-Tracker durchlaufen, wird anschließend durch einen Wechselrichter in das allgemeine Wechselstromnetz eingespeist, von dort aus von der Ladesäule wieder gleichgerichtet und anschließend noch durch einen DC/DC Wandler auf die Batteriespannung des Fahrzeugs angepasst.

PVCharge Illustration
Abbildung: a) Klassischer AC-gekoppelter Aufbau, b) DC-gekoppelter Aufbau eines PV-Ladesystems für E-Kfz.

Durch den direkten Anschluss einer bidirektionalen Ladesäule an die DC-Kontakte der PV-Anlage hinter dem MPP-Tracker (Abb. 1b) ließen sich drei wesentliche Vorteile nutzen: 

  • Durch die Umgehung der Wechselrichter- und Gleichrichterstufe beim PV-geführten DC-Laden entfallen zwei Wandlungsschritte mit dazugehörigen Verlusten. Diese können zusammen leicht 3 – 5 % der PV-Nennleistung betragen und leisten damit einen nennenswerten Beitrag zu den Energie- und Anlagenkosten. 
  • Durch die direkte DC-Kopplung entfällt die Nutzung des öffentlichen Wechselstromnetzes, wodurch ggf. Netzentgelte vermieden und die Netzbelastung am Anschluss punkt reduziert werden kann. Dies hat somit positive Auswirkungen auf die Kosten für die Endnutzer als auch auf die Stabilität des (Wechsel-)Stromsystems. 
  • Der Anschluss eines gesamten PV-Ladestrangs über einen AC-Netzanschluss mit zusätzlicher netzbildender Funktion kann durch die Energiesumme des PV-Generators und der bidirektionalen Ladesysteme einen positiven Einfluss auf die Netzstabilität haben, indem er inhärente positive/negative Regelenergie und Blindleistung bereitstellt. 

Dieses dynamische PV-gesteuerte Laden erfordert jedoch eine intelligente Steuerung, die in Echtzeit die verfügbare Solarleistung ermittelt und diese Information an das Ladegerät des Elektrofahrzeugs weitergibt. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass der selbst erzeugte Solarstrom optimal genutzt und der Bezug von Netzstrom minimiert wird. Dies führt nicht nur zu einer Reduzierung der Energiekosten, sondern auch zu einer Verringerung des CO2-Ausstoßes.

Die H-BRS entwickelt im Rahmen dieses Projektes den MPPT Wandler, der zum einen als MPP-Tracker fungiert, zum anderen für einen stabilen Betrieb des DC-Verteilsystems sorgt. Des weiteren wird dieser Wandler zu einer DC-Anpassstufe, als Teil eines RCP-Systems, weiterentwickelt. Mit diesem soll das Verhalten von Elektrofahrzeugen nachgebildet werden. Dies ermöglicht die Simulation von verschiedenen Nutzungsprofilen und die Erforschung derer Auswirkung auf das Verteilsystem.

Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Externe Kooperationspartnerinnen und Kooperationspartner

Fraunhofer IEE
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Städtische Werke Netz + Service Logo
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Finanzierung

Logo BMWE (DE)

Kontakt

Marco Jung Portrait

Marco Jung

Professur für Elektromobilität und elektrische Infrastruktur mit dem Schwerpunkt Leistungselektronik, Leiter des Power Electronics and Power Systems-Laboratory (PEPS-Lab), Direktor des Internationalen Zentrums für Nachhaltige Entwicklung, Leiter der Abteilung Stromrichter und elektrische Antriebe Fraunhofer IEE, Professorales Mitglied Promotionskolleg NRW

Forschungsfelder

Office

Standort

Sankt Augustin

Raum

B213

Adresse

Grantham-Allee 20

53757 Sankt Augustin

PEPS-Lab

Standort

Sankt Augustin

Raum

H206

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Grantham-Allee 20

53757 Sankt Augustin