Kängurus am Campus

Im August 2014 startete mein Auslandssemester. Zuerst war ich an der Al Ghurair University (AGU) in Dubai. Dort habe ich ein laufendes internationales Projekt mit meiner Kollegin vor Ort betreut und unseren Beitrag zu der TACON-Konferenz "Language Culture Communication – Transformations in intercultural contexts" besprochen.

Hochschule Bonn-Rhein-Sieg
Eileen Küpper an der USC

In den nächsten 5 Monaten war ich an unserer Partneruniversität University of the Sunshine Coast (USC) in Queensland in Australien. Das Auslandssemester dient dazu, die internationale Kooperation, den akademischen Austausch und die Dozentenmobilität zu fördern sowie neue Impulse für die Lehre zu erhalten. Die Universität liegt in einer der am stärksten wachsenden Regionen Australiens und hat erst 1996 ihre Türen geöffnet. Der nachhaltig gestaltete Campus ist in unmittelbarer Nähe eines Naturschutzgebietes errichtet, was buchstäblich heißt, dass nicht nur verschiedene Vogelarten, sondern auch andere wild lebende Tiere wie z.B. Kängurus den Campus mit den Studierenden und Dozenten teilen.

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Kängurus auf dem Campus der USC

Ich habe den Kurs "Cross-Cultural Management" unterrichtet und verschiedene Gastvorträge für diverse Fakultäten gehalten sowie einen Intensivvorbereitungskurs für Studierende und Professoren, die einen Austauchaufenthalt in Vietnam planten, durchgeführt.

Weiterhin hatte ich die Möglichkeit, an Fortbildungsveranstaltungen teilzunehmen sowie an Vorlesungen, die mich interessiert haben, z.B. "Aboriginal Studies". Der Austausch mit Kollegen war inspirierend und konstruktiv. Damit auch unsere Studierenden von der Zusammenarbeit profitieren, plane ich mit einer australischen Kollegin ein gemeinsames Projekt mit unseren Studierenden im kommenden Semester, bei denen Studierende der Hochschule Bonn Rhein Sieg mit Studierenden der Partneruniversitäten digital ein gemeinsames Projekt bearbeiten. Solche Projekte bieten eine gute Gelegenheit, interkulturelle Lernerfahrungen zu machen und konstruktive Lösungen bei Differenzen zu entwickeln.

Auch privat war ich bei vielen Kollegen eingeladen und habe den Melbourne Cup, das ANL Final und einen richtigen "Aussie-Barbie" genossen. Durch die Gastfreundschaft und Offenheit der australischen Kollegen habe ich mich schnell "zu Hause" gefühlt, die kollegiale Kooperation war ausgezeichnet.

Auf dem Heimweg war ich ein paar Wochen an der Hawai'i Pacific University in Honolulu, wo ich einige Gastvorträge gehalten und ein Forschungsprojekt mit einem Kollegen abgeschlossen habe.

Der Austausch war ein voller Erfolg und bietet eine wunderbare Möglichkeit, sich nicht nur intellektuell, sondern auch menschlich weiter zu entwickeln.

 

© Eileen Küpper