Sprachenzentrum

Future Skills: Klassenzimmer über Kontinente hinweg verbinden, Interkulturelle Kommunikation in der Praxis

Donnerstag, 13. August 2026

In diesem Semester nahmen Studierende der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg im Rahmen eines Online-Kurses zur interkulturellen Kommunikation, der Teil des „Future Skills“-Programms war, an einer wahrhaft internationalen Lernerfahrung teil. Der Kurs wurde von Eileen Küpper vom Sprachenzentrum und Zhanlu Ma von der SZTU geleitet. Der Kurs brachte Teilnehmende der H-BRS, unserer Partneruniversität Shenzhen Technology University (SZTU) sowie russische Studierende, die derzeit in China studieren, zusammen und schuf so ein vielfältiger virtueller Unterrichtsraum, in dem die Studierenden miteinander und voneinander lernen konnten.
Studierende im Online-Meeting "Interkulturelle Kommunikation", Foto: Zhanlu Ma
Studierende im Online-Meeting "Interkulturelle Kommunikation", Foto: Zhanlu Ma

Während des gesamten Semesters arbeiteten die Studierenden in gemischten internationalen Gruppen und diskutierten Themen wie kulturelle Identität, Kommunikationsstile, Stereotypen, Teamarbeit sowie die Chancen und Herausforderungen interkultureller Zusammenarbeit. Anstatt sich lediglich theoretisch mit interkultureller Kommunikation auseinanderzusetzen, erlebten sie diese hautnah durch den regelmäßigen Austausch mit Kommilitonen aus unterschiedlichen kulturellen und bildungsbezogenen Hintergründen.

Die Vielfalt der Perspektiven bereicherte die Diskussionen im Unterricht und regte die Studierenden dazu an, nicht nur über andere Kulturen, sondern auch über ihre eigenen Annahmen und Kommunikationsstile nachzudenken. Durch die grenzüberschreitende Zusammenarbeit entwickelten die Teilnehmer ein größeres kulturelles Bewusstsein, verbesserten ihre interkulturellen Kommunikationsfähigkeiten und sammelten praktische Erfahrungen in der Arbeit in internationalen Teams, eine Kompetenz, die in der heutigen globalen Arbeitswelt zunehmend an Bedeutung gewinnt.

Der Kurs stärkte zudem die Partnerschaft zwischen der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg und der Shenzhen Technology University und zeigte, wie virtuelle internationale Zusammenarbeit unabhängig von geografischen Entfernungen sinnvolle Möglichkeiten für den Austausch schaffen kann. Die Einbindung russischer Studierender, die in China studieren, verlieh den Diskussionen eine weitere wertvolle Dimension und erweiterte das Spektrum der im Unterricht vertretenen Perspektiven noch weiter.

Reflexionen der Studierenden

Der internationale Charakter des Kurses hat bei vielen Teilnehmern einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Hier sind einige ihrer Reflexionen:

„In diesem Kurs ging es nicht nur darum, Theorien zur interkulturellen Kommunikation zu lernen , wir haben sie jede Woche durch unsere Teamarbeit und Gespräche hautnah erlebt.”

„Ich hoffe, dass wir solche Projekte fortsetzen können, denn sie geben uns die Möglichkeit, Menschen kennenzulernen, denen wir normalerweise nie begegnen würden, und aus ihren Perspektiven zu lernen.”

„Vor diesem Kurs dachte ich, bei interkultureller Kommunikation ginge es einfach darum, zu lernen, wie man mit Menschen verschiedener Nationalitäten oder kultureller Hintergründe spricht, meist im geschäftlichen Kontext. Jetzt verstehe ich, dass es wirklich darum geht, den einzelnen Menschen zu sehen, mit dem man spricht. Es geht darum, kulturelle Unterschiede aktiv wahrzunehmen und gemeinsam daran zu arbeiten, sie zu überbrücken, ohne dass jemand seine eigene Identität aufgeben muss.”

„Sei offen, hinterfrage deine eigenen Gewohnheiten und denk daran: Bei interkultureller Kompetenz geht es nicht darum, dich zu verändern; es geht darum, endlich die Brille zu erkennen, die du dein ganzes Leben lang getragen hast.”

„Dieser Kurs hat mir tatsächlich viel über mich selbst und meine eigene deutsche Kultur beigebracht. Er hat mich dazu gebracht, über viele Dinge nachzudenken, die ich zwar schon wusste, über die ich aber zuvor noch nie wirklich nachgedacht hatte.”

Initiativen wie diese spiegeln das Engagement der H-BRS für die Internationalisierung wieder und zeigen, dass sie den Studierenden authentische, kooperative Lernerfahrungen bietet, die sie auf eine vernetzte Welt vorbereiten. Der Erfolg des Kurses in diesem Semester unterstreicht das Potenzial des virtuellen Austauschs als effektive und motivierende Methode zur Förderung interkultureller Kompetenz und zum Aufbau dauerhafter internationaler Beziehungen.

Kontakt

Porträt von Eileen Küpper, Sprachenzentrum

Eileen Küpper

M.Sc., Lehrkraft für besondere Aufgaben für Englisch, Interkulturelle Kommunikation und Diversity Management, Fachleiterin Englisch im Fachbereich Wirtschaftswissenschaften Rheinbach

Standort

Rheinbach

Raum

A 156

Adresse

von-Liebig-Straße 20

53359 Rheinbach

Kontaktzeiten

mittwochs, 10:00 Uhr - 12:00 Uhr (ausschließlich während der Vorlesungszeit, nur telefonisch): zusätzlich nach Vereinbarung (Terminabsprache per E-Mail oder Telefon)