🎓Städtische Gesundheitsökologie und Biodiversität an der Schnittstelle zwischen Tier und menschlicher Gesundheit: Dynamik von Zoonosen in städtischen und stadtnahen Gebieten
Promotionsprojekt im Überblick
Fachbereiche und Institute
Zeitraum
09.01.2021 to 09.05.2027
Projektbeschreibung
Die Übertragung von Infektionskrankheiten von Tieren auf den Menschen ist das Ergebnis natürlicher Evolutionsprozesse und Anpassungsmechanismen von Krankheitserregern, Vektoren und Wirten an neue, durch menschliche Aktivitäten geschaffene Lebensraumbedingungen, wie zum Beispiel veränderte Flächennutzung, Viehzucht, missbräuchliche Verwendung von antimikrobiellen Medikamenten und Einführung exotischer Arten. In städtischen Lebensräumen stören Faktoren wie der Verlust der biologischen Vielfalt und der Klimawandel die Ökologie von Krankheitserregern und lösen Mechanismen für die Anpassung von Krankheitserregern und ihre potenzielle Übertragung auf den Menschen aus.
Städtische Gebiete umfassen viele ökologische und soziale Elemente, in denen dichte Tier- und Menschenpopulationen mit engen und häufigen Interaktionen zusammentreffen. Folglich hängt die Exposition gegenüber Spillover-Erregern vom Ort und der Häufigkeit dieser Interaktionen sowie vom menschlichen Verhalten ab, das durch sozioökonomische Faktoren, soziale Normen und die Dynamik der Gemeinschaft bestimmt wird. Diese komplexe Dynamik an der Schnittstelle Umwelt-Tier-Mensch und die Prozesse der Infektionskrankheiten sind noch nicht vollständig verstanden. Daher muss die Vorhersage und Prävention neu auftretender Zoonosen in der Forschung durch die Analyse sozio-ökologischer Systeme in Kombination mit Gesundheits- und Umweltaspekten im Rahmen von "One Health" angegangen werden.