Ergänzungsfach Projektmanagement: Ein Erfahrungsbericht

Donnerstag, 11. März 2021

Die Studierende Marie Fischer berichtet:

"Unter der Leitung von Prof. Edwin Toepler und Prof. Christian Rexrodt starteten zum Wintersemester 2020/2021 für den Studiengang Nachhaltige Sozialpolitik wieder die Ergänzungsfächer. Erstmalig wurde dabei das Fach „Projektmanagement“ angeboten. Aufgrund der bestehenden Corona Pandemie als Online-Kurs geplant, warteten wir gespannt auf den ersten Zoom-Call – die wenigsten von uns waren bis zu diesem Zeitpunkt mit dem Thema Projektmanagement in Kontakt gekommen. Prof. Christian Rexrodt und Prof. Edwin Toepler präsentierten uns drei Themen, mit einer jeweiligen Problemstellung, zu der wir mit Hilfe dieses Ergänzungsfaches Lösungen erarbeiten sollten. Wir teilten uns in drei Gruppen auf, die zu den Themen Jugendhilfe, Rehabilitation unter Pandemiebedingungen und Suchthilfe zusammenarbeiteten. Die einzelnen Gruppen organisierten sich jeweils selbst; wir wurden zwischenzeitlich von einem unserer beiden Dozenten gecoacht – sogar ein „Joker“ stand uns zur Verfügung: Jede Gruppe hat die Möglichkeit bekommen, mit einem Experten aus dem jeweiligen Fachgebiet zu sprechen. Nach einer intensiven Arbeitsphase ging es mit großen Schritten auf unsere letzte Sitzung, die Präsentation der verschiedenen Ergebnisse.

Den Start machte die Gruppe zum Thema Jugendhilfe. Sie erarbeiteten einen Plan, um den überlasteten Jugendämtern und den immer schwieriger werdenden Fällen, aus denen nicht selten überforderte Mitarbeiter hervorgehen, entgegen zu wirken. Dabei wurden Maßnahmen für die Kinder und Jugendlichen selbst, als auch für die Erzieherinnern, Sozialarbeiter, Schulen und Organisationen wie Kliniken herausgearbeitet. Im Kern ging es vor allem darum, noch individueller auf die Kinder und Jugendlichen eingehen zu können, indem es zum Einsatz von mehr Mitarbeitern kommt, für die es regelmäßig Fortbildungs- und Qualifikationsmaßnahmen geben soll, indem es noch mehr Unterstützung in den Schulen gibt, zum Beispiel durch den Einsatz von Sozialpädagogen, aber auch indem andere Organisationen, wie etwa die Telefonseelsorge, mehr eingebunden werden.

Die nächste Gruppe, die sich mit dem Thema Rehabilitation unter Pandemiebedingungen beschäftigte, präsentierte Lösungen bei den Leistungen zur Rehabilitation in Bezug auf die aktuelle Corona Situation. Durch das COVID-19 Virus entstanden hier ganz neue Probleme, zu der sich die Gruppe viele Gedanken machte. Die Gruppe stellte die Möglichkeit einer App vor, die neue Kommunikationswege schaffen könnte. Die Digitalisierung sollte hier also schnell ausgebaut werden, aber auch der Kontaktaufbau zu den Betroffenen und den präventiven Heilverläufen sollte angekurbelt werden. Im Großen und Ganzen wurde das Konzept der „Mobilen Rehabilitation“ präsentiert – es war erschreckend zu sehen, auf wie viele Sparten die Pandemie Auswirkungen hat, die kaum beachtet werden.

Die letzte Präsentation gab es von jener Gruppe, die sich mit der Suchthilfe beschäftigt hat. Sie stellte ein fiktives Konzept vor, den „Blumenhof“ - angelehnt an den Bauernhof-Flair sollte hier ein Institut für alkoholabhängige Erwachsene entstehen: Von der ersten Behandlung bis zur Reintegration in einen unabhängigen Alltag sollte der Blumenhof für alle Betroffenen die Chance auf ein Leben ohne Alkohol bieten, indem die Bewohner durch verschiedene Arbeitseinrichtungen auch ihre beruflichen Perspektiven weiterentwickeln können.

Abschließend bleibt nur zu sagen, dass es ein unheimlich interessantes Ergänzungsfach für alle Beteiligten war, das Fach sehr praxisnah orientiert war. Man betrachtete viele Dinge plötzlich aus einer anderen Perspektive und setzte sich mit vielen neuen Dingen auseinander. Mit Prof. Edwin Toepler und Prof. Christian Rexrodt, als sympathische Dozenten mit denen die Arbeit Spaß machte, die immer ein offenes Ohr bei Fragen und Problemen hatten. Uns hat es Spaß gemacht!"