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Zentrum für Wissenschafts- und Technologietransfer

Sicherheitsforschung - Detektion von Explosivstoffen

Terrorismus ist eine Gefahr, mit der unsere Gesellschaft jederzeit und überall konfrontiert werden kann. Explosionsfähige Stoffsysteme bilden hier zurzeit ein großes Bedrohungspotential. Eine Vielzahl von Anschlägen belegt den Einsatz von immer neuen energetischen Stoffgemischen. Der Bedarf an leistungsfähigen Detektoren, welche innerhalb kürzester Zeit vor Ort explosionsfähige Stoffsysteme (Gefahrstoffe) von anderen Materialien unterscheiden können und zusätzlich Aussagen über die Empfindlichkeit gegenüber einer energetischen Initiierung liefern, ist groß und wird zurzeit von keinem marktverfügbaren Analysesystem abgebildet.
ctw_Sicherheitsforschung_gehaeuse_entwurf_2v52_geschnitten.png (DE)

Gegenstand des hier, im Rahmen von Campus to World - Teilvorhabens A, vorgestellten Vorhabens ist die Technologievalidierung für die Detektion energetischer Systeme. Im Rahmen des Projektes wurde, in Zusammenarbeit mit den Industriepartnern, ein Demonstrator entwickelt, mit dem es möglich ist explosionsfähige Stoffe und Stoffgemische von inerten zu differenzieren (Abbildung 1). Der Auswertealgorithmus funktioniert dabei bibliotheksfrei, wodurch neben den bekannten Stoffen auch Heimlaborate und neuartige Gemische erkannt werden können.  Das System setzt dabei auf eine Kombination von schnellem Aufheizen der Probe, sowie auf ein Sensorarray, bestehend aus chemischen und physikalischen Sensoren. Durch die Kooperation mit den Industriepartnern konnte ein mobiles und kostengünstiges Schnellidentifikationssystem konstruiert werden. Das neu entwickelte Probennahme-System bietet die Möglichkeit Proben von verdächtigen Stoffen zu nehmen, ohne die Probe mechanisch zu belasten (Abbildung 2). Durch die Verwendung von Disposals ist eine saubere Probennahme garantiert und dank des Touchscreens mit intuitiver Steuerung ist die Bedienung auch ohne Schulung möglich.

ctw_Sicherheitsforschung_Detektion_disposal_entwurf_2.png (DE)

Das Institut für Detektionstechnologien (IDT) der H-BRS stellt das für die Umsetzung erforderliche Knowhow auf dem Gebiet der Sprengstoffdetektion (Prozessführung, Auswertealgorithmen, Laboruntersuchungen) zur Verfügung. Partner für die Umsetzung sind die Unternehmen Innovatec (Entwicklung der Ansteuer- und Auswerte-Hard- und Software) sowie Explotech (Konstruktion der Hardware).

Virtueller Showroom Sicherheitsforschung auf der Innovation Mall, dem digitalen Kooperationsportal für Forschung und Transfer der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg.

Kontakt

Portraet Prof. Gerhard Holl IDT (DE)

Gerhard Holl

Leiter Institut für Detektionstechnologien

Standort

Rheinbach

Raum

G 137

Adresse

von-Liebig-Str. 20

53359, Rheinbach

fb05_matthias-muhr-foto.jpg (DE)

Matthias Muhr

Foschungsprojekt am Institut für Detektionstechnologien (IDT)

Standort

Rheinbach

Raum

G 114

Adresse

von-Liebig-Straße 20

53359, Rheinbach