Nachhaltige Ingenieurwissenschaft (Neuer Studiengang ab WS 2017/18)

In vielen Berufsfeldern sind Ingenieurinnen und Ingenieure gefragt, die Sensibilität und Wissen über Themen wie Erneuerbare Energien, Effiziente Verkehrssysteme und Umwelttechnik besitzen und diese unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit sehen. Genau hier setzt unser Bachelorstudiengang an.
Hochschule Bonn-Rhein-Sieg
Labor Erneuerbare Energien. Foto: Eric Lichtenscheidt

Die Grundfrage des Studiums Nachhaltige Ingenieurwissenschaft lautet: Wie können Ingenieurinnen und Ingenieure dazu beitragen, mit den vorhandenen Ressourcen der Erde verantwortungsvoll umzugehen. Das Studium will dabei einen kleinen Beitrag leisten, indem es eine Ausbildung bietet, die den Aspekt der Nachhaltigkeit bei technischen Fragen immer mitdenkt. Natur- und ingenieurwissenschaftliche Inhalte bilden dabei die Basis des Studiums, welche ergänzt werden durch Fächer, in denen ökonomische, ökologische und ethische Fragestellungen behandelt werden.
 

AUF EINEN BLICK

Hochschule Bonn-Rhein-Sieg

Studienabschluss: Bachelor of Engineering (B.Eng.)

Studiendauer: Sieben Semester / 210 ECTS

Studienbeginn: Wintersemester / September

Bewerbungsschluss: 15. Juli 2017


Besonderheiten:

• Zukunftsrelevante Seminare und Vorlesungen

• Hoher Praxisbezug und anwendungsorientierte Lehre
 

Bewerbung und Zulassung:

Formale Voraussetzungen für die Zulassung sind entweder die Fachhochschulreife, eine allgemeine Hochschulreife, eine entsprechende berufliche Qualifikation oder eine als gleichwertig anerkannte Vorbildung. Für den Studiengang ist ein Orts-NC beantragt und es stehen 60 Studienplätze zur Verfügung.

 

STUDIENVERLAUF- UND INHALTE
 

Im ersten und zweiten Semester lernen die Studierenden die naturwissenschaftlichen Grundlagen kennen, die sie für die Fächer Elektrotechnik und Maschinenbau benötigen. Darüber hinaus schaffen Themen wie Eneuerbare Energien, Ethik und Umweltwissenschaft die Basis für ein Verständnis für Nachhaltigkeit.

Im dritten und vierten Semester liegt der Schwerpunkt auf nachhaltigkeitsrelevanten Modulen wie Nachhaltigkeitsanalyse oder Energieeffiziente Gebäudetechnik. Für den ingenieurswissenschaftlichen Hintergrund sorgen in diesem Jahr u.a. die Kurse Mess- und Regelungstechnik oder Thermodynamik. Die Studierenden haben die Möglichkeit in Wahlfächern und zwei Projekten Themen zu wählen, die sie besonders interessieren.

Im fünften Semester erproben die Studierenden das bisher erlernte Wissen in der Praxis. In einem mindestens 20-wöchigen Praxissemester lernen sie den Berufsalltag in einem Unternehmen kennen. Alternativ kann auch ein Studiensemester im Ausland absolviert werden.

Im sechsten und siebten Semester werden weitere vertiefungsspezifische Kenntnisse vermittelt. Eine praktische Arbeit zur Bachelor-Thesis sorgt für eine optimale Vorbereitung auf die Abschlussarbeit und das Kolloquium. Zudem runden weitere Wahlfächer und Kurse wie Methodentraining oder das Studium Generale den Unterricht ab.


PERSPEKTIVEN


Als Ingenieurin und Ingenieur mit einer Spezialisierung auf Nachhaltigkeit qualifizierst Du Dich für die verschiedensten Branchen: Berufe im Arbeitsumfeld der Energieerzeugung und -verteilung sowie Tätigkeiten in Industrieunternehmen, Planungsbüros und der Energieberatung. Darüber hinaus kannst Du in der Produktentwicklung und im Produktmanagement der produzierenden Industrie arbeiten. Weiterhin ist der Studiengang auch eine Einstiegsmöglichkeit auf eine Tätigkeit bei Stadtwerken, Behörden und Gemeinden im Arbeitsumfeld Energie und Mobilität.

Auch die Hochschule bietet eine Perspektive nach dem Bachelor. So kann die Fokussierung auf Nachhaltigkeit auch im Rahmen eines Masterstudiums Elektrotechnik oder Maschinenbau fortgesetzt werden. So gibt es im nächsten Sommersemester beispielsweise schon ein Masterprojekt, das sich gezielt mit Nachhaltiger Ingenieurwissenschaft beschäftigt.

Dabei bietet die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg mit den beiden interdisziplinären Forschungsinstituen TREE (Institut für Technik, Ressourcenschonung und Energieeffizienz) und IZNE (Internationales Zentrum für Nachhaltige Entwicklung) bereits jetzt ein Netzwerk, auf das angehende Ingenieure zurückgreifen können.