H-BRS StartGut

Hochschulen stehen vor der Herausforderung, dass die Studienanfänger hinsichtlich ihrer Wissensstände, Lernvoraussetzungen und Lebenserfahrungen zunehmend heterogener werden. Es ist nicht immer gewährleistet, dass das schulische Wissen genug Grundlage für ein Hochschulstudium bietet. Deshalb haben die Heinz Nixdorf Stiftung und der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft 2014 das zweijährige Förderprogramm "Innovative Studien-eingangsphase" ins Leben gerufen. Als eine von fünf Hochschulen hat die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg die Jury von ihrem Konzept überzeugt und führt das Projekt StartGut nach erfolgreicher Förderphase eigenständig fort.
Hochschule Bonn-Rhein-Sieg


Das Projekt H-BRS StartGut bietet Studierenden mit Unterstützungsbedarf während eines Vorsemesters die Möglichkeit, in Hochschule und Fachbereichen eine Orientierung zu finden und über begleitende individuelle Förderung motiviert und zielorientiert in den passenden Studiengang zu starten. Dieses Konzept wird seit dem Sommersemester 2015 im Fachbereich Elektrotechnik, Maschinenbau und Technikjournalismus verfolgt. Aktuell wendet sich das Programm an Studieninteressierte der Studiengänge Elektrotechnik und Maschinenbau.

Aktives Herantreten an Studierende und Studieninteressierte mit erschwerten Rahmenbedingungen
 

Eine Kernkomponente ist dabei das aktive Herantreten der Hochschule an Studierende, die durch ihre (Bildungs-)Biographie und erschwerte Rahmenbedingungen ein erhöhtes Risiko für einen Studienabbruch tragen. Dies geschieht erstens durch eine persönliche Beratung vor dem Studienbeginn bei Studienbewerbern, die direkt in das Förderprogramm einsteigen wollen. Durch bestehende Kooperationen mit Berufskollegs und Schulen werden potentielle Interessenten erreicht und H-BRS StartGut bekannt gemacht. Einige Schüler nutzen auch die Gelegenheit bereits bei der Vorbereitung auf die Abiturprüfung Mathematik von H-BRS StartGut zu profitieren.

Zweitens werden Studierende des ersten Semesters, die (in Übungen) Schwächen zeigen oder nach wenigen Wochen nicht mehr erscheinen, von der Hochschule persönlich angesprochen, um die Möglichkeiten der Förderung darzulegen. Auf diese Weise sollen Studierende, die bei einem "normalen" Studieneinstieg benachteiligt sind und daher abbrechen würden, in Richtung der erweiterten Studieneingangsphase beraten werden. Scheint auch dies nicht erfolgsversprechend, können den Studierenden, z. B. im Rahmen eines bestehenden Kooperationsvertrags mit der Handwerkskammer zu Köln, berufliche Perspektiven im Handwerk aufgezeigt werden.
 

Fachliche Förderung, Persönlichkeitsentwicklung und Vermittlung beruflicher Perspektiven
 

Den Studierenden werden neben der individuellen Begleitung Kurse in Mathematik, eine Übung, die mathematische und technische Inhalte verbindet, eine Lernexkursion, die Möglichkeit zum begleitetem Lernen in der Studierwerkstatt, Beratung im Bereich der Selbstkompetenz und Kontakte zu Alumni angeboten. Durch das Vorsemester verlängert sich zwar das Studium, diese Studienverlängerung oder eine frühe Neuorientierung ist jedoch besser als ein später Studienabbruch.

Weitere Informationen zu StartGut gibt es auf der FAQ-Seite und bei der Studierwerkstatt , wo sich StartGut-Teilnehmer zum gemeinsamen Lernen treffen. Zur Anmeldung für StartGut.

Hochschule Bonn-Rhein-Sieg

 

 

 

 

 

 

Die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg dankt dem Stifterverband der deutschen Wissenschaft für die Anschubfinanzierung von H-BRS StartGut in den Jahren 2014 bis 2016.