Stabsstelle Kommunikation und Marketing
Förderpreis Informationskompetenz für H-BRS-Student Lukas Ben Dahlhausen
„Die Masterarbeit von Lukas Ben Dahlhausen untersucht die Frage, wie anfällig Menschen für Desinformation sind und welche Rolle dabei Deepfakes im Vergleich zu textbasierten Falschinformationen spielen. Damit greift sie ein hochaktuelles Thema auf, das angesichts der zunehmenden Verbreitung KI-generierter Inhalte von großer gesellschaftlicher Bedeutung für demokratische Diskurse ist“, heißt es in dem Statement der Jury. „Durch eine fundierte theoretische Analyse und eine empirische Untersuchung zur Täuschungsanfälligkeit von Nutzerinnen und Nutzern liefert die Arbeit wichtige Erkenntnisse über die Wirkmechanismen digitaler Desinformation“, lobte das Gremium. Die Studie zeige auf, welche Faktoren Menschen besonders anfällig für Fake News und Deepfakes machen, und gebe damit wertvolle Impulse für Forschung und Medienpraxis zur Stärkung von Informationskompetenz.
Desinformationen sind falsche oder irreführende Informationen, die absichtlich verbreitet werden, um Personen oder Institutionen zu schaden. Mit der Weiterentwicklung der technologischen Möglichkeiten steigt auch die Herausforderung, Manipulationen als solche zu erkennen. Um dieser gefährlichen Entwicklung entgegenzuwirken und die öffentliche Aufmerksamkeit für das Thema Desinformation zu erhöhen, haben die H-BRS und die Stiftung Informationskompetenz vor zwei Jahren den „Förderpreis Informationskompetenz“ ins Leben gerufen. Er richtet sich an alle Studierenden der H-BRS und würdigt einmal jährlich die beste Abschlussarbeit zum Thema „Desinformation“.
„Der Förderpreis Informationskompetenz würdigt wissenschaftliche Arbeiten, die sich in besonderer Weise mit der Analyse und Eindämmung von Desinformation auseinandersetzen“, sagt Tanja Köhler, Professorin für digitalen Journalismus an der H-BRS. „Gerade vor dem Hintergrund einer wachsenden Verbreitung irreführender Inhalte ist es von großer Bedeutung, Forschung hervorzuheben, die Orientierung bietet, den kritischen Umgang mit Informationen stärkt und Impulse für eine sachlich fundierte öffentliche Diskussion liefert.“ Professorin Tanja Köhler hat den Preis gemeinsam mit Dr. Susannah Cremer-Bermbach und Till Bermbach von der Stiftung Informationskompetenz initiiert. Das Stifterpaar betont die gesellschaftliche Relevanz des Preises: „Wenn wir weiterhin in einer demokratischen Gesellschaft leben wollen, müssen wir alle entschieden gegen Desinformation vorgehen. Deshalb möchten wir junge Menschen fördern, die auch wissenschaftlich zur Eindämmung der damit verbundenen Probleme und Gefahren im Medienbereich beitragen wollen.”
Die Jury
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Tanja Köhler
Professorin für Digitalen Journalismus und audiovisuelle Medien, Co-Direktorin Institut für Medienentwicklung und -analyse (IMEA), Leiterin des Masterstudiengangs Digitale Kommunikation und Medieninnovation
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