Dialog über zukunftsfähige Nutztierhaltung

Dienstag, 2. April 2019
ID: 
057/00izne/04-2019
Gerade hat der Handel eine freiwillige Kennzeichnung von Fleisch eingeführt, das dem Verbraucher Auskunft über die Art der Tierhaltung geben soll. Kritiker sagen, dass insbesondere bei der Haltung von Schweinen Vieles im Argen liege. Europäische Experten diskutieren nun auf einer Fachkonferenz am Mittwoch, 3. April 2019, wie die Haltung von Nutztieren in NRW im allgemeinen und Schweinen im besonderen ressourcen- und umweltschonend, trotzdem wirtschaftlich und nach Tierwohlkriterien ausgerichtet sein könnte. Die Tagung des Internationalen Zentrums für Nachhaltige Entwicklung (IZNE) der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg in Zusammenarbeit dem NRW-Landwirtschaftsministerium findet im Bonner Universitätsforum (Heussallee 18-24) in Bonn statt.

Mit einem Impulsvortrag von Staatssekretär Heinrich Bottermann (Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen) beginnt um 10 Uhr die Konferenz. Es sei an der Zeit, so Bottermann, für eine an Umwelt, Tierwohl und Verbrauchern orientierte Form der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung. Die Rahmenbedingungen dafür müssten mit Augenmaß von der Politik weiterentwickelt werden.

Beispiele aus Europa

Experten aus Spanien, den Niederlanden und Dänemark stellen die Strategien ihrer Länder zur Viehhaltung und aktuelle Entwicklungen vor. Darüber hinaus spricht ein Vertreter von Rural Investment Support for Europe (RISE) über die Aktivitäten der Stiftung. Die RISE-Stiftung ist eine unabhängige Stiftung, die sich bemüht, eine nachhaltige und international wettbewerbsfähige ländliche Wirtschaft in ganz Europa zu unterstützen. So sollen Möglichkeiten gefunden werden, die Landschaft Europas, ihre Umwelt und Biodiversität sowie ihr kulturelles Erbe und ihre Traditionen zu erhalten.