Vermitteln von Datenkompetenz als Bildungsauftrag

Dienstag, 4. Mai 2021
ID: 
060/00/05-2021
Die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg (H-BRS) hat im April die sogenannte Data-Literacy-Charta unterzeichnet. Die Hochschule verpflichtet sich damit, ihre Studierenden zu einem umfassenden Verständnis und Umgang mit Daten zu befähigen. Dazu gehört auch das Erlernen von Strategien, Daten auf kritische Art und Weise zu sammeln, zu bewerten, richtig zu lesen, und verantwortungsvoll anzuwenden. Der Stifterverband, der die Charta initiiert hat, betrachtet Datenkompetenzen in einer durch Digitalisierung geprägten Welt als unverzichtbaren Bestandteil der Allgemeinbildung.
Prof. Dr. Christine Buchholz (rechts) und die Wissenschaftliche Mitarbeiterin Constanze Eick. Mit Data-Literacy-Charta und Infos zum Projekt DAViD. Fotomontage: Christine Buchholz
Prof. Dr. Christine Buchholz (rechts) und die Wissenschaftliche Mitarbeiterin Constanze Eick mit der Data-Literacy-Charta und Infos zum Projekt DAViD. Fotomontage: Christine Buchholz. Fotomontage: Christine Buchholz

Mit dem Projekt „DAViD – Daten analysieren, visualisieren und deuten“ engagiert sich die H-BRS umfassend in der fachübergreifenden Vermittlung von Kompetenzen im Umgang mit Daten in den Bachelorstudiengängen. Es läuft noch bis Ende 2022 und ist im Data-Literacy-Netzwerk des Stifterverbandes, der Digitalen Hochschule NRW und des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft NRW angesiedelt. Das Projekt hat im Zuge der beschleunigten Digitalisierung aller Lebens- und Arbeitsbereiche durch die Corona-Pandemie an Bedeutung gewonnen: Kompetenzen im Umgang mit Daten sind schneller noch wichtiger geworden.

In der Projektlaufzeit werden nun digitale Lehr- und Lernmaterialien erstellt, die die Basiskompetenzen von Data-Literacy abdecken und dann in der Lehre aller Bachelorstudiengänge genutzt werden können. Daneben entwickeln die Fachbereiche in den sogenannten Curriculumwerkstätten Voraussetzungen für die Verankerung dieser Inhalte im Studium. Die Verantwortlichen planen dies als Blended Learning, also die Kombination von Präsenzveranstaltungen mit E-Learning.

Die Studierenden sollen verstärkt zu kritischem Denken im Umgang mit Daten befähigt und in die Lage versetzt werden, Daten und auf deren Grundlage getroffene Aussagen zu hinterfragen und nach wissenschaftlichen Kriterien bewerten zu können. Dazu gehört ein Bezug zur praktischen Anwendung und die Erkenntnis, dass der kompetente Umgang mit Daten und das sichere Bewegen in einer digitalen Lebens- und Arbeitswelt eine fundamentale Querschnittskompetenz darstellt.

Zwischenzeitlich haben zahlreiche namhafte Institutionen die Data-Literacy-Charta unter-zeichnet, darunter neben mehreren Hochschulen und Universitäten auch das Hochschulforum Digitalisierung und die Deutsche Statistische Gesellschaft (DStatG) sowie zahlreiche Einzelpersonen.