Magna cum laude: Knut Küllmer erhält Doktorwürde

Freitag, 5. Juli 2019
Knut Küllmer, Doktorand des Fachbereichs Elektrotechnik, Maschinenbau und Technikjournalismus sowie des Forschungsinstituts TREE der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, verteidigte am Montag, 1. Juli 2019 an der Universität Siegen erfolgreich seine Dissertation mit dem Titel "Pseudopotentialbasierte Lattice-Boltzmann-Verfahren für Mehrphasenströmungen".
Hochschule Bonn-Rhein-Sieg
V. l.: Prof. Dr.-Ing. Thomas Seeger (Uni Siegen), Prof. Dr.-Ing Thomas Carolus, (Uni Siegen), Prof. Dr.-Ing. Holger Foysi (Uni Siegen), Dr. Knut Küllmer, Prof. Dr. Dirk Reith (H-BRS), Prof. Dr. Wolfgang Joppich (H-BRS). Foto: Mario Bedrunka

Dr. Knut Küllmer absolvierte bereits sein gesamtes Maschinenbau-Studium an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg. Mit der abgeschlossenen Promotion ist Küllmer daher der erste Absolvent des Fachbereichs Elektrotechnik, Maschinenbau und Technikjournalismus, der seine akademische Laufbahn vom Bachelor bis zum Doktor an der H-BRS absolviert hat. Gefördert wurde er mit einem Promotionsstipendium des Fachbereichs EMT und nahm als Mitglied des Graduierteninstituts der H-BRS gewissenhaft an Qualifizierungsmodulen für Doktorandinnen und Doktoranden an unserer Hochschule teil.

Betreut wurde er seitens der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg von Prof. Dr. Dirk Reith der als einer der beiden Dokorväter auch der Prüfungskommission angehört, und dem bereits emeritierten Prof. Dr. Wolfgang Joppich. Betreuer und Erstprüfer an der kooperierenden Universität Siegen war Prof. Dr. Holger Foysi.

Inhaltlich hat sich Küllmer mit einer methodischen Weiterentwicklung der Lattice-Boltzmann-Methoden (LBM) beschäftigt. Die LBM ist ein modernes Verfahren für die Durchführung numerischer Strömungssimulationen, die bereits seit 6 Jahren an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg in der Arbeitsgruppe Joppich/Reith weiterentwickelt wird. Das Verfahren eignet sich besonders gut für die Berechnung von Strömungen durch komplexe Gebiete oder von Stoffgemischen, in denen mehrere Phasen eines oder verschiedener Stoffe miteinander aufeinandertreffen. Knut Küllmer führte mit seiner Arbeit neue Methoden ein, die eine Steigerung der Stabilität und der Genauigkeit von Mehrphasenmodellen erzielen. Weiterhin entwickelte er neue Verfahren, die zu einer Reduktion von numerischen Artefakten führen, wie sie fälschlicherweise bei der Simulationen von Tropfen entstehen können.

In einem öffentlichen Vortrag hat Dr. Küllmer zunächst auf sehr anschauliche Weise die numerische Methode vorgestellt und zeigte Konzepte und Möglichkeiten zur Erweiterung der Lattice-Boltzmann-Methode auf. In der anschließenden Verteidigung konnte er ebenfalls vollauf überzeugen, sodass seine Leistungen mit magna cum laude (1,0) belohnt wurden.