Theorie meets Praxis: Praxisprojekte

Im Sommersemester 2017 werden folgende Praxisprojekte angeboten:

Social Innovation/Social Entrepreneurship

(Prof. Dr. Christoph Zacharias)

Inhalte:

Im Laufe des Semesters stellen sich verschiedene Social Entrepreneurs vor und geben den Studierenden konkrete Projekte mit Meilensteinplänen. Die Projektteams werden aus max. fünf Studierenden bestehen. Die Projekte (s.u.) können auch in Unteraufgaben (bis zu fünf Stück) aufgeteilt werden. Die Projekte werden betreut von den Auftraggebern, Prof. Dr. Zacharias und den Gastdozenten Johanna Schäfer (BonnLab), Torsten Hardiess (EduApes), Sarah Skutnik (Institut für Soziale Innovationen-ISI).

Projekte:

  1. Konzeptionelle Ausarbeitung eines Businessplans für Schüttgutläden (Lebensmittel)
    - Begutachtung und Bewertung bereits vorhandener Schüttgutläden in der Region
    - Bearbeitung der erworbenen Informationen
    - Entwicklung eines eigenen Businessplans
  2. Bildung eines BonnLab-Angebotes mit dem Schwerpunkt „Lebensmittel&Ernährung“. Lokale Akteure sollen miteinander vernetzt werden und das Lab soll als Treffpunkt zur Begegnung und zum Austausch der Kulturen dienen. Im Sinne der sozialen, ökologischen und ökonomischen Nachhaltigkeit sollen Projekte zum verantwortungsbewussten und ganzheitlichen Umgang mit dem Lebensmittelkreislauf initiiert und weiterentwickelt werden.
  3. EduApes entwickelt Tools für Weiterbildner (Lehrer, Trainer, Coaches,…) damit diese Ihre Lernenden in der Entwicklung Ihrer sozialen Kompetenzen unterstützen können. Die Studenten sollen insbesondere bei der Vermarktung dieser Tools helfen.
  4. Das Projekt „Spende Deinen Pfand“ gehört zu dem weltweit größten Studentennetzwerk ENACTUS und soll hier an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg ebenfalls, wie bereits an vielen anderen nationalen Universitäten, umgesetzt werden. Hierfür muss die Projektgruppe einen lokalen Projektpartner -einen gemeinnützigen Verein- akquirieren und alle Vorkehrungen (intern&extern), um einem erfolgreichen Projektstart zu schaffen, berücksichtigen.

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Weiterentwicklung der LEGO - Fabriksimulation

(Dipl. –Ökonom Martin Christian Kemnitz)

Zielsetzung:

Im Rahmen der Weiterentwicklung des Lehrangebotes im Bereich Produktion und Logistik hat der Fachbereich Wirtschaftswissenschaften eine Fabriksimulation entwickelt. Ziel dieses Vorhabens ist es, nach dem Vorbild der Audi AG und zahlreicher anderer Automobilwerke, Seminaranbieter, Beratungsgesellschaften und auch Hochschulen, Strukturen und Prozesse in Produktion und Logistik erlebbar zu machen. Zu diesem Zweck wurde eine Montagelinie konzipiert, entwickelt und aufgebaut. Hier sollen zwei Varianten eines komplexen LEGO –Autos in Fließfertigung Just –in –Time montiert werden. Unter Anwendung zahlreicher Lean Production Methoden werden auf diese Weise Autos nach den Maßstäben der großen Automobilhersteller in der Fabriksimulation gebaut und angrenzende logistische Prozesse simuliert. Im Sommersemester 2017 wird diese Fabriksimulation weiterentwickelt.

Inhalte:

1.  Ausgangssituation und Zielsetzung für die Fabriksimulation erarbeiten und festlegen
2.  Optimierung der Montagelinie (Austaktung der Arbeitsplätze, One –Piece –Flow usw.)
3.  Planung und Einrichtung neuer Arbeitsplatzsysteme (Front Supply)
4.  Weiterentwicklung von Arbeitsanweisungen, Arbeitsplänen und Prüfanweisungen
5.  Einführung eines Regelkreissystems für das Qualitätsmanagement (QM –Methoden)
6.  Weiterentwicklung von KANBAN – System, Supermarktprinzip und Milkrun
7.  Aufbau einer kennzahlengestützten Produktionsüberwachung und -auswertung
8.  Mentoring für die Anwendung im Lehrbetrieb des ersten Semesters

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Analyse der Unternehmenskultur

(Prof. Dr. Alfred Krupp)

Inhalte:

Die Globalisierung führt zu einem hohen Wettbewerbsdruck für Unternehmen. Es zeigt sich, 
dass die Kultur einen wichtigen Faktor für den Erfolg von Organisationen darstellt. Ziel des 
forschungsorientierten Praxisprojektes ist die Erstellung eines Modells zur Evaluation der Kultur 
von Organisationen.

Zielsetzung:

  • Organisation und Ablauf von Projekten gestalten
  • Rollenkonzepte einüben
  • Entwicklung und Anwendung von Instrumenten der Informationsbeschaffung, -verdichtung, -aufbereitung und Präsentation
  • Teamarbeit durchführen können
  • Entwicklung von realitätsnahen Evaluierungskonzepten unter Berücksichtigung von Qualitätsstandards
  • Pilotumsetzung von Konzeptbausteinen (Prototyping)
  • Validierung von Konzeptbausteinen
  • Umsetzung der gewonnenen Informationen in praktische Handlungsempfehlungen 

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Moderne Unternehmenslösungen zur erfolgreichen Unterstützung von Kundenbeziehungen sowie unternehmensübergreifender Zusammenarbeit 

(Dipl.-Kfm. (FH) Jens P. Klasen, Tobias Velten, M.Sc.)

Ziele:

Im Rahmen des Praxisprojekts sollen die Erfolgsfaktoren bei der Einführung von Customer Relationship Management-Systemen sowie Plattformen zur Unterstützung unternehmensübergreifender Zusammenarbeit in selbstständig arbeitenden Gruppen analysiert  werden. Das Praxisprojekt erhält jedes Semester mit einem fiktiven oder realen Kundenprojekt einen anderen Schwerpunkt, orientiert sich aber generell an der prozessorientierten Einführung von Unternehmenslösungen auf Basis von Microsoft Dynamics 365 oder Microsoft SharePoint bzw. Microsoft Office 365. 
Ein CRM-System unterstützt die konsequente Ausrichtung eines Unternehmens auf den Kunden und die systematische Gestaltung der Kundenbeziehung sowie die damit verbundenen Arbeitsprozesse. Neben der Vorstellung moderner CRM-Systeme werden den Studierenden unter anderem Beispiele aus der Praxis präsentiert. Kollaborationsplattformen stellen ein "computer-basiertes System dar, das eine Gruppe von Personen in ihrem Aufgabengebiet oder Ziel unterstützt und eine Schnittstelle für eine geteilte Arbeitsumgebung bietet“. 

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Empirische Untersuchung zukünftiger Mobilitätstrends

(Prof. Dr. Gunnar Stevens, Paul Bossauer (M.Sc.), Christina Pakusch (M.Sc.))

Zielsetzung:

Aktuell lassen sich zwei klare Trends in der Marktwirtschaft feststellen. Zum einen finden wir in der Industrie eine verstärkte Digitalisierung sämtlicher Prozesse und Güter vor. Zum anderen lässt sich ein Trend hin zur Nutzung und dem Teilen von Gütern erkennen, anstatt diese zu besitzen. Am Beispiel der Mobilitätsbranche sehen wir einen stetigen Anstieg von Car-Sharing Angeboten sowie zunehmende Möglichkeiten intermodale Mobilitätsangebote zu nutzen und Fahrten mit anderen zu teilen. Ziel dieses Praxisprojektes ist es aktuelle Mobilitätstrends empirisch zu untersuchen und zu validieren.

Inhalte/Fragestellungen:

Aus der Nutzerperspektive:

  • Welche Anforderungen müssen die Anbieter zukünftiger Mobilität erfüllen?
  • Welche Potentiale und Hindernisse bieten aktuelle Trends im Rahmen der Mobilität?
  • Was erwarten Nutzer von der zukünftigen Mobilität?
  • Welche Rolle spielt Datenschutz bei der Akzeptanz zukünftiger Mobilitätsszenarien?

Aus der Anbieterperspektive:

  • Wie reagiert die Wirtschaft auf aktuelle Entwicklungen in der Mobilitätsbranche?
  • Inwiefern müssen aktuelle Geschäftsmodelle angepasst werden?
  • Welche neuen Geschäftsmodelle können aufgrund aktueller Trends entstehen?
  • Welche Potentiale und Hindernisse entstehen bei der Nutzung von Mobilitätsdaten? 

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