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DFG bewilligt gemeinsames Graduiertenkolleg von H-BRS, Uni Bonn und UKB zur urbanen Zukunft
„Für die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg ist dieses Graduiertenkolleg ein besonderer Meilenstein und ein starkes Zeichen für die Qualität unserer Forschung“, sagt Hochschulpräsidentin Marion Halfmann. „Gemeinsam mit der Uni Bonn, dem UKB und dem IDOS als außeruniversitärem Forschungsinstitut zeigen wir, wie leistungsfähig Forschung wird, wenn unterschiedliche wissenschaftliche Profile partnerschaftlich zusammenwirken. Der wissenschaftliche Nachwuchs bekommt optimale Bedingungen für eine exzellente Ausbildung.“
Vier Forschende des IZNE
Die DFG unterstützt das Graduiertenkolleg von Universität Bonn, Universitätsklinikum Bonn (UKB) und H-BRS in den kommenden fünf Jahren mit rund fünf Millionen Euro. Federführend bei der H-BRS ist das Internationale Zentrum für Nachhaltige Entwicklung (IZNE) mit Professorin Katja Bender (zugleich stellvertretende Sprecherin des Kollegs), Professorin Wiltrud Terlau, Professor Martin Hamer und Professorin Simona Helmsmüller. Bundesweit werden ab Herbst 2026 insgesamt zehn neue Graduiertenkollegs gefördert.
Blue Cities im globalen Süden rücken in den Fokus
Immer mehr Menschen leben weltweit in Städten. Deren Gestaltung hat einen direkten Einfluss sowohl auf die Gesundheit der Bewohnerinnen und Bewohner als auch auf den ökologischen Fußabdruck. Gerade die schnell wachsenden und neu entstehenden Städte des globalen Südens stehen hier vor großen Herausforderungen. Eine besondere Vulnerabilität weisen wegen des Klimawandels die sogenannten „Blue Cities“ auf, also Städte, die am Meer oder großen Flüssen liegen. Andererseits können hier Transformationen voraussichtlich eine größere Wirkung entfalten. In dem neuen DFG-Kolleg rücken Blue Cities im globalen Süden erstmals in den Fokus.
Arbeit mit internationalen Partnerinnen und Partnern
„Die kontinuierlichen Veränderungen, die mit dem Wandel, der Expansion und der Entwicklung von Städten einhergehen, erfordern ein sorgfältiges Management, um Nachhaltigkeit, Resilienz und Gesundheit als zentrale Ziele zu erreichen“, erläutert Professor Nico Mutters vom Institut für Hygiene und Öffentliche Gesundheit des UKB, der Sprecher des Kollegs. „Für erfolgreiche urbane Transformationen und die Gestaltung integrierter Gesundheitssysteme sind innovative, inter- und transdisziplinäre Forschungsansätze erforderlich“, sagt Co-Sprecherin Professorin Katja Bender von der H-BRS. Sehr wichtig für das DFG-Graduiertenkolleg ist die Arbeit mit internationalen Partnerinnen und Partnern. Sie baut auf bestehende partnerschaftliche Beziehungen zu Universitäten und Forschungsinstituten weltweit auf. Die internationalen Partnerinnen und Partner sind in die Betreuungsteams der Promovierenden eingebunden, werden als Gastwissenschaftler Seminare anbieten und spielen eine große Rolle bei der Durchführung der internationalen Datenerhebungen.
Mehrere miteinander verbundene Blickwinkel
In dem Graduiertenkolleg sollen Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler erforschen, wie der Wandel von Städten so gestaltet werden kann, dass sowohl die Gesundheit der Bewohnerinnen und Bewohner als auch die Nachhaltigkeit und die Resilienz urbaner Systeme erhöht werden können. Dabei sollen die komplexen städtischen Systeme aus mehreren miteinander verbundenen Blickwinkeln betrachtet werden – von Landnutzung, Boden- und Wasserschutz und Ernährung über pathogene Dynamiken und Krankheitsvektoren bis hin zu politischen Ökonomien und Biodiversität. Zentral ist hierfür eine interdisziplinäre und transdisziplinäre Herangehensweise, die sich auch in den zukünftigen gemeinsamen Betreuungsteams von H-BRS, Uni Bonn, UKB und dem German Institute of Development and Sustainability (IDOS) als außeruniversitärem Forschungsinstitut widerspiegeln wird.
Kooperationserfahrung mit Uni Bonn im Kolleg "One Health"
Die H-BRS und die Uni Bonn verfügen über langjährige Kooperationserfahrungen in dem Bereich. Das DFG-Graduiertenkolleg „Urbane Zukunft“ knüpft an das vom Land NRW geförderte Forschungskolleg „One Health“ an, eine Graduiertenschule, in der Doktorandinnen und Doktoranden verschiedene Dimensionen und Transformationen der städtischen Systeme und deren Auswirkungen auf Menschen, Tiere, Pflanzen und Umwelt untersuchten.
Zum Hintergrund:
Die DFG-Graduiertenkollegs:
Kontakt
Katja Bender
Professorin für Volkswirtschaftslehre, insbes. wirtschaftliche & soziale Entwicklung, Prodekanin für Forschung, Transfer und Internationales , Direktorin Internationales Zentrum für Nachhaltige Entwicklung (IZNE), Vizepräsidentin European Association for Development Research and Training Institutes (EADI)
Forschungsfelder
Standort
Sankt Augustin
Raum
F 306
Adresse
Grantham-Allee 20
53757, Sankt Augustin
Telefon
+49 2241 865 9660
Wiltrud Terlau
Professorin für Volkswirtschaftslehre, Resiliente und Nachhaltige Entwicklung, Direktorin des Internationalen Zentrums für Nachhaltige Entwicklung (IZNE), Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Forschungsfelder
Standort
Rheinbach
Raum
B 111
Adresse
von-Liebig-Straße 20
53359, Rheinbach
Telefon
+49 2241 865 410Standort
Sankt Augustin
Raum
Raum F 305
Adresse
Grantham-Allee 20,
53757, Sankt Augustin
Martin Hamer
Professor für Böden und Biomasse , Geschäftsführer des Internationalen Zentrums für Nachhaltige Entwicklung (IZNE), Fachbereich Angewandte Naturwissenschaften
Forschungsfelder
Standort
Sankt Augustin
Raum
F 311
Adresse
Grantham-Allee 20
53757, Sankt Augustin
Telefon
+49 2241 865 774
Simona Helmsmüller
Professorin für 'Economics of Social Protection', Direktorin des Internationalen Zentrums für Nachhaltige Entwicklung (IZNE), Studiengangsleitung Master "Social Protection", Schwerpunktprofessur Nachhaltige Sozialpolitik
Forschungsfelder
Standort
Sankt Augustin
Raum
F 208
Adresse
Grantham-Allee 2-8
53757 Sankt Augustin
Telefon
+49 2241 865 9875
Daniela Greulich
Stellvertretende Leitung der Stabsstelle, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Pressesprecherin
Standort
Sankt Augustin
Raum
E 237
Adresse
Grantham-Allee 20
53757, Sankt Augustin
Telefon
+49 2241 865 641