Fachbereich Ingenieurwissenschaften und Kommunikation
Prüfung der Augensicherheit laserbasierter Kamerasysteme gemäß DIN EN 60825
Allgemeines zum Projekt
Projekttitel: Prüfung der Augensicherheit laserbasierter Kamerasysteme gemäß DIN EN 60825
Betreuer: Prof. Dr. Robert Lange
E-Mail: robert.lange@h-brs.de
Anzahl Plätze: 2
Start: Sommersemester 2026
Studiengänge:
- Elektrotechnik Schwerpunkt Elektrotechnische Systementwicklung
- Maschinenbau Schwerpunkt Mechatronik
- Nachhaltige Ingenieurwissenschaften
Kurzbeschreibung und Zusatzinfos
Kurzbeschreibung: Laserbasierte Kamerasysteme, wie sie unter anderem in 3D-Sensorik, LiDAR- oder Time-ofFlight-Anwendungen eingesetzt werden, unterliegen strengen sicherheitstechnischen Anforderungen. Insbesondere die Lasersicherheit / Augensicherheit stellt ein zentrales Kriterium für Entwicklung, Zulassung und Betrieb solcher Systeme dar.
Ziel dieses Projekts ist die Analyse, Umsetzung und Automatisierung von Prüfverfahren zur Bewertung der Augensicherheit laserbasierter Kamerasysteme gemäß der Norm DIN EN 60825. Das Projekt ist in drei Projektphasen gegliedert, die einen möglichen, praxisnahen Ablauf beschreiben und im Sinne eines agilen Projektvorgehens flexibel angepasst werden können.
Die Projektarbeit ist in eine aktive Forschungsgruppe am Institut für Sicherheitsforschung (ISF) eingebettet. Studierende haben die Möglichkeit, eng mit mehreren Doktorandinnen und Doktoranden sowie Masterstudierenden zusammenzuarbeiten und Einblicke in laufende Forschungs- und Entwicklungsarbeiten zu erhalten. Dies ermöglicht einen intensiven fachlichen Austausch, praxisnahe Forschung sowie eine strukturierte wissenschaftliche Betreuung. Am Institut existieren bereits erste Vorarbeiten und konzeptionelle Ansätze zur Augensicherheitsprüfung laserbasierter Systeme. Diese können als Ausgangspunkt für das Projekt genutzt und im Rahmen der Arbeit weiterentwickelt, validiert und automatisiert werden. Dadurch ist ein effizienter Einstieg in das Thema sowie eine inhaltliche Vertiefung möglich.
Masterprojekt 1: Sichtung der Norm und Ableitung relevanter Prüfungen
Zu Projektbeginn erfolgt die strukturierte Einarbeitung in die Norm DIN EN 60825 sowie in ergänzende Fachliteratur. Ziel dieser Phase ist es, die für laserbasierte Kamerasysteme relevanten sicherheitstechnischen Anforderungen zu identifizieren und daraus konkrete Prüfungen abzuleiten.
Typische Inhalte:
- Sichtung und Verständnis der DIN EN 60825 (insbesondere relevante Teile für divergente, modulierte
Laserquellen) - Recherche ergänzender Fachliteratur und Anwendungshinweise
- Ableitung der anzuwendenden Prüfverfahren und Messgrößen
- Definition von Prüfabläufen und Randbedingungen
Masterprojekt 2: Konstruktion der Prüfvorrichtung und erste Automatisierung
Auf Basis der abgeleiteten Prüfanforderungen wird eine geeignete Prüfvorrichtung konzipiert und prototypisch umgesetzt. Parallel dazu erfolgt der Einstieg in die softwareseitige Automatisierung der Messungen.
Typische Inhalte:
- Konzeption und Konstruktion einer normkonformen Prüfapparatur
- Auswahl geeigneter Sensorik und Messtechnik (z. B. Leistungsmessung, Zeitsteuerung)
- Aufbau und Inbetriebnahme der Prüfvorrichtung
- Erste Programmierung zur automatisierten Durchführung einzelner Prüfungen
- Verifikation der Messergebnisse durch Vergleich mit Referenzmessungen
Masterarbeit: Vollautomatisierte Prüfung der Augensicherheit
In der dritten Phase wird das Prüfsetup schrittweise zu einem möglichst vollständig automatisierten Prüfsystem ausgebaut. Ziel ist eine reproduzierbare, normgerechte Bewertung der Augensicherheit laserbasierter Kamerasysteme.
Typische Inhalte:
- Erweiterung der Software zur vollautomatischen Prüfablaufsteuerung
- Integration aller relevanten Mess- und Auswerteprozesse
- Durchführung automatisierter Augensicherheitsprüfungen an Laserquellen
- Dokumentation und Bewertung der Ergebnisse gemäß Normvorgaben
- Diskussion von Grenzen, Unsicherheiten und Erweiterungsmöglichkeiten
Link für Zusatzinfos:
Kontakt
Robert Lange
Ingenieurwiss., insb. Elektrotechnik und elektronische Schaltungstechnik. , Forschungsprofessur, Direktor des Instituts für Sicherheitsforschung (ISF), Professorales Mitglied des Promotionskolleg NRW (PK NRW)
Forschungsfelder
Standort
Sankt Augustin
Raum
G 033
Adresse
Grantham-Allee 20
53757 Sankt Augustin
Kontaktzeiten
Montags 13:30–14:30 Uhr (G033 oder per Videokonferenz). Bitte vorab per E-Mail kurz anmelden, damit ich sicher erreichbar bin. Zusätzlich sind individuelle Termine nach Vereinbarung jederzeit möglich.
Telefon
+49 2241 865 352