Projekt gestartet: Analyse von Biopolymeren

Mittwoch, 19. Juni 2019
BiopolymerModell - Neuer Zugang zur Analyse von Biopolymeren: Kombination experimenteller Methoden mit chemometrischer Modellierung
Hochschule Bonn-Rhein-Sieg

Biopolymere gewinnen zunehmend an Bedeutung in vielen medizinischen und industriellen Anwendungen. Um die hohen Qualitätsanforderungen an diese Stoffe zu gewährleisten, ist eine strikte Qualitätskontrolle auf Seiten der Hersteller unabdingbar. Die Verfahren, die dabei zum Einsatz kommen, sind häufig zeitaufwändig und kostenintensiv. Im Rahmen des Projekts sollen neue Verfahren etabliert werden, die eine schnellere und kostengünstigere Analyse der Biopolymere zulassen. 

Konkret soll ein neues Analyseverfahren entwickelt und verifiziert werden, bei dem das Molekulargewicht bzw. die Molekulargewichtsverteilung von Biopolymeren durch eine Kombination von Kernresonanzspektroskopie (NMR) und Gelpermeationschromatographie (GPC) experimentell bestimmt und die erhaltenen Daten über multivariate Verfahren prozessiert werden. Neben kommerziell erhältlichen Naturprodukten und Wirkstoffen (wie Heparin) werden Bestandteile nachwachsender Rohstoffe (Polysaccharide, Proteine, Lipide, Lignin) untersucht. Ziel ist die Etablierung einer Plattform für einen holistisch-basierten Nachweis der Struktur von Biopolymeren.

Das Projekt wird an der H-BRS von Prof. Margit Schulze geleitet und ist im Institut für Technologie, Ressourcen und Energieeffizienz (TREE) verortet. Weiterer Partner ist Prof. Steffen Witzleben, Leiter des Bereichs "Nachhaltige Materialien" im TREE. Mit der Technischen Universität Darmstadt sowie der Victoria University Wellington (Neuseeland) sind zwei universitäre Partner im Projekt vertreten. Zwei kooperative Promotionen werden gemeinsam von Prof. Margit Schulze und Prof. Matthias Rehahn/TU Darmstadt betreut. Wirtschaftlicher Partner ist die Spectral Service AG. Finanziert wird das Vorhaben über das BMBF im Programm Forschung an Fachhochschulen (FHprofUnt 2018).