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Forschung an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg

Forschungsdatenbank: Projekte

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Forschungsprojekte (372)

🎓Das Protokoll als symbolisches Phänomen in der strategischen Repräsentation von Organisationen: eine qualitative Untersuchung aus kommunikationswissenschaftlicher Perspektive.

This doctoral thesis by Rolando Martin Ortega Padilla examines protocol – derived from diplomacy and the state context – as a specific form of symbolic communication (ceremonial). It analyses how protocol, as a regulatory framework, structures and governs official occasions and high-profile events – including procedures, hierarchies, seating arrangements, greetings, forms of address and the display of flags – whilst thereby making institutional identity and interests visible. Protocol-based communication functions as an overarching framework for the interaction of key actors in public contexts. It serves the representation and strategic public image of organisations, whilst also contributing to the establishment and maintenance of relationships within the state, the economy and society. Although protocol plays a central role in organisational communication, it has so far been viewed predominantly from a historical or legal perspective. This thesis closes this research gap by examining protocol from a communication studies perspective and analysing its symbolic dimension, which manifests itself in non-verbal forms of communication – particularly through space and time – and thereby structures and contextualises human interactions.

🎓Die Energiewende in deutschen Kommunen. Die finanziellen, politischen, rechtlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen der kommunalen Energiewende im Kreis Kleve.

Die Energiewende verfolgt in Deutschland und Europa das übergeordnete Ziel, eine klimaneutrale, sichere und wirtschaftlich tragfähige Energieversorgung zu schaffen. Deutschland hat ihr Ziel der Klimaneutralität bis zum Jahr 2045 gesetzlich manifestiert. Alle Ebenen des Staates stehen vor erheblichen Herausforderungen: steigende Investitionsbedarfe, volatile regulatorische Rahmenbedingungen sowie komplexe Abstimmungsprozesse zwischen Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Auch die Kommunen im Kreis Kleve stehen im obigen Kontext vor erheblichen finanziellen, politischen, rechtlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen. Während ambitionierte Klimaziele den Ausbau erneuerbarer Energien und die Dekarbonisierung lokaler Infrastrukturen erfordern, fehlen häufig tragfähige Finanzierungsmodelle und klare rechtliche Rahmenbedingungen; insbesondere vor dem Hintergrund einer in den letzten Jahren sehr starken Volatilität in der Regulierung des Bundes und der Länder. Diese Dissertation von CHRISTIAN PETERS untersucht, wie im Kreis Kleve, der mit seinen 16 Kommunen eine überwiegend ländliche Struktur aufweist, die Energiewende trotz begrenzter Haushaltsmittel der einzelnen Kommunen und des Kreises, effizient gestaltet werden kann und entwickelt praxisnahe Lösungsansätze, die ökonomische Tragfähigkeit mit rechtlicher Umsetzbarkeit verbinden. Der innovative Beitrag liegt in der Kombination einer empirischen Kostenanalyse mit einer interdisziplinären Bewertung kommunaler Handlungsoptionen.

🎓Entwicklung eines Aptamer-basierten Sensorsystems unter Einsatz von Nanopartikeln zur Detektion Wasser-assoziierter Erreger

The aim of LUISE FRIEDEMANN’s PhD project is to develop a novel biosensor for the rapid and reliable detection of pathogenic microorganisms in water. Existing detection methods often take several days and require complex laboratory equipment, which makes it difficult to assess risks in a timely manner, particularly in resource-poor regions. The planned sensor is based on so-called ‘clickmers’ – specially chemically modified aptamers. These artificially produced molecules act in a similar way to antibodies, but can be produced in a targeted, cost-effective manner without the use of animal testing. They recognise and bind specifically to typical surface features of bacteria. This specific binding can, for example, be converted into a measurable, visible signal using fluorescent dyes and magnetic nanoparticles, enabling rapid and straightforward analysis. This is intended to facilitate rapid point-of-care analysis. In the long term, the technology could not only improve drinking water safety but also be used for medical diagnostics or the detection of dangerous pathogens in other samples. The overall project is being carried out with various cooperation partners as part of the ERDF project “AQUASENSE” (ERDF-20800817).

🎓Zuverlässigkeitsbewertung metallischer Drahtverbindungen der Leistungselektronik

Doktorandin Cassandra Moers erforscht Aluminium-Dickdrähte, die in einer Vielzahl von elektronischen Komponenten verarbeitet sind, beispielsweise in Sensoren und Steuergeräten von Transportmitteln. Solche elektronischen Komponenten gewinnen im Rahmen der E-Mobilität und des "unterstützenden und autonomen Fahrens" zunehmend an Bedeutung. Im täglichen Einsatz werden die Aluminium-Dickdrähte mechanischen, thermischen und elektrischen Belastungen ausgesetzt und können mit der Zeit versagen, was zu einem Komplettausfall des Bauteils führen kann. Deshalb untersucht und bewertet Doktorandin Cassandra Moers die Zuverlässigkeit der Drahtmaterialien und simuliert deren Einsatzverhalten. Die Aluminium-Dickdrähte, die sie untersucht, haben Durchmesser von unter einem halben Millimeter, was etwa zehnmal so dick wie ein menschliches Haar ist.

🎓Designästhetik der ‚Haltung‘: Zur Gestaltung von Interaktion im Diskurs der Sterbebegleitung

Gegenstand des Promotionsvorhabens von LINA MEBUS, sind Haltungen ehrenamtlicher Sterbebegleiter und Sterbebegleiterinnen gegenüber Informationstechnik. ‚Haltung‘ wird dabei als verkörpertes, wertebasiertes und relationales ‚Sich-Verhalten‘ verstanden. Die Analyse dieser Art von ‚Haltung‘ erfolgt im Vorhaben aus medienästhetischer Perspektive. Dazu wird (Medien-)Ästhetik insbesondere als sinnlich-affektive Qualität von Situationen, Materialien und Interaktionen aufgefasst, die solche Haltungen (mit-)prägt. Die für das Projekt erhobenen empirischen Daten basieren auf 17 Interviews mit Sterbebegleitenden aus drei verschiedenen Hospizvereinen. Die Datenaufbereitung erfolgt auch für ein partizipatives Format, dessen konkrete Ausgestaltung sich derzeit noch in der Planungsphase befindet. Das übergreifende Ziel des Vorhabens betrifft die Erarbeitung eines medienästhetischen Beitrags zum Design- und Technikdiskurs, in dem zentrale Themen der Sterbebegleitung (etwa Sterben, Tod und Trauer sowie Care) als Schlüsselbegriffe diskursiv behandelt werden.

🎓Cybersicherheitskommunikation im Hochschulkontext

In meiner Promotion untersuche ich MIRIAM NAß, wie Cybersicherheitskommunikation an Hochschulen gestaltet werden kann. Im Mittelpunkt steht die Frage, welche Faktoren die Wahrnehmung und Auseinandersetzung mit Cybersicherheit beeinflussen und wie geeignete kommunikative Gestaltungsprinzipien im Hochschulkontext entwickelt und verankert werden können. Die Arbeit verbindet kommunikationswissenschaftliche Perspektiven mit organisationalen Fragestellungen und leistet einen Beitrag zur Weiterentwicklung von Sicherheitskommunikation im akademischen Umfeld.

🎓Identifikation krankheitsspezifischer VOC-Muster in Kartoffeln mittels multivariater TD-GC-MS-Datenanalyse

Ziel dieser Arbeit von SARAH VERMEEREN ist die Entwicklung und Anwendung einer multivariaten Auswertemethode zur Analyse von flüchtigen organischen Verbindungen (VOCs) mittels Thermodesorption-Gaschromatographie-Massenspektrometrie (TD-GC-MS). Die Methode soll eine schnelle und reproduzierbare Identifikation charakteristischer Muster und Marker in komplexen VOC-Profilen ermöglichen. Im Fokus steht die Untersuchung der VOCs gesunder Kartoffeln und solcher, die von verschiedenen Schaderregern befallen sind. Ziel der Analyse ist es, sowohl eine Differenzierung zwischen den einzelnen Schaderregern als auch eine klare Abgrenzung gegenüber gesunden Kartoffeln zu ermöglichen. Durch die Identifikation solcher krankheitsspezifischen VOC-Marker soll das Potenzial von VOC-Profilen als diagnostisches Werkzeug in der Pflanzenpathologie untersucht werden. Die Arbeit verbindet chemisch-analytische Methoden, multivariate Datenanalyse und pflanzenpathologische Fragestellungen mit dem Ziel, neue Ansätze zur nicht-invasiven Erkennung von Pflanzenkrankheiten zu etablieren.

MoPilot

MoPilot ist ein Forschungs- und Entwicklungsprojekt, das Menschen und Kommunen in ländlichen Regionen bei nachhaltiger Mobilität unterstützt. Im Mittelpunkt steht ein digitaler, KI-basierter Assistent. Er hilft dabei, Carsharing-Angebote einfacher zu betreiben und leichter zu nutzen. Ziel ist es, Mobilität auf dem Land verlässlicher, verständlicher und alltagstauglicher zu machen. Für dieses Projekt haben sich neben der H-BRS die Partner Vianova eG, die Reboot Mobility GmbH und die Wirtschaftsförderung Bruchsal zusammengefunden, ein komplementäres Team für nachhaltige Mobilität auf dem Land.

Projektleitung an der H-BRS

Prof. Dr. Alexander Boden Lena Recki
VIEW - Visualisierung und Innovation für Entwicklung, Wissenschaft und Wirtschaft

Ziel des Projekts ist es, den Showroom als Forschungs- und Innovationszentrum zu etablieren, das Forschung, Lehre und Zusammenarbeit mit externen Partnern fördert. Durch die Vernetzung von Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft soll der Showroom den regionalen Technologietransfer stärken. Gleichzeitig werden nachhaltige Konzepte zur langfristigen Sicherung und Weiterentwicklung des Betriebs entwickelt, um die Einrichtung über die Förderperiode hinaus fortzuführen.

🎓Städtische Gesundheitsökologie und Biodiversität an der Schnittstelle zwischen Tier und menschlicher Gesundheit: Dynamik von Zoonosen in städtischen und stadtnahen Gebieten

MARIA LUISA ESPINEL RAMOS beschäftigt sich in ihrer Promotion mit der Übertragung von Infektionskrankheiten von Tieren auf den Menschen. Diese wird durch natürliche Evolutionsprozesse von Erregern begünstigt, die sich an vom Menschen veränderte Umweltbedingungen wie Landnutzung, intensive Tierhaltung, Klimawandel und Biodiversitätsverlust anpassen. Besonders in städtischen Räumen treffen hohe Dichten von Menschen und Tieren mit häufigen Interaktionen aufeinander, wodurch das Risiko von Spillover-Ereignissen steigt. Art und Häufigkeit dieser Kontakte sowie menschliches Verhalten, geprägt durch soziale und ökonomische Faktoren, bestimmen maßgeblich die Exposition. Da diese komplexen Zusammenhänge noch nicht vollständig verstanden sind, erfordert die Vorhersage und Prävention neu auftretender Zoonosen einen integrativen „One-Health“-Ansatz, der Umwelt-, Tier- und Gesundheitsaspekte gemeinsam betrachtet.

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