Forschung an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg
Forschungsdatenbank: Projekte
Forschungsprojekte (369)
In SupraGenSys 2 wird ein vollsupraleitender 10 MW Generatorentwurf skaliert demonstriert werden. Dafür sind umfangreiche Berechnungen und zahlreiche Untersuchungen der entsprechenden Teilsysteme notwendig. So werden im Entwurf Elektromagnetik und Leistungselektronik mit Supraleittechnik und Kryotechnik konsequent gedacht. Aus diesem Grund bringt SupraGenSys 2 ein breites Konsortium mit hervorragenden Expertisen zusammen, welche eng verzahnt zusammenarbeiten. Der vollsupraleitende Demonstrator wird im Rahmen des Projektes entworfen, konstruiert und in Betrieb genommen. Damit zeigt der Demonstrator die Machbarkeit dieser Technologie.
Projektleitung an der H-BRS
Prof. Dr. Marco JungIngenieurwissenschaftliche Studiengänge in Deutschland sind nach wie vor stark männlich dominiert. Diese Unterrepräsentation von Frauen ist nicht nur ein individuelles Problem, sondern verweist auf strukturelle Hürden, die den Zugang und den Erfolg bestimmter Gruppen systematisch erschweren. Das Promotionsvorhaben von VIVIEN MATHEIS schließt an dieser Stelle an, indem es die strukturellen Exklusionsmechanismen im ingenieurwissenschaftlichen Studium untersucht. Dabei wird eine intersektionale Analyseperspektive eingenommen, die die Wechselwirkungen verschiedener Differenzkategorien berücksichtigt (wie z. B. gender und class, race, etc.) (vgl. Crenshaw 1989). Ziel der Arbeit ist es, auf Basis der empirischen Erkenntnisse Hochschulstrategien zu entwickeln, die zu einer Öffnung des Ingenieurstudiums beitragen und damit langfristig eine diversere Studierendenschaft fördern.
Wie man aus einem jahrhundertealten Abfallprodukt ein Material mit Superkräften macht, untersucht Doktorand XUAN TUNG DO. Viele Gegenstände des täglichen Lebens werden heute noch in irgendeiner Form aus fossilen Rohstoffen wie Erdöl hergestellt. Da diese Rohstoffe nur begrenzt verfügbar sind, suchen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nach nachhaltigen Alternativen. Doktorand Xuan Tung Do untersucht zu diesem Zweck einen Abfallstoff aus der Papierindustrie - das Lignin. Es ist ein komplexes Biopolymer und muss erst mit verschiedenen analytischen und statistischen Methoden charakterisiert werden, bevor man es als direkten Ersatz für Erdöl nutzen kann. Do bestimmt im Rahmen seiner Doktorarbeit das Molekulargewicht des Biopolymers mit Hilfe verschiedener spektroskopischer sowie 1D- bzw. 2D-chromatographischer Methoden.
Halbleiter mit großem Bandabstand ermöglichen hocheffiziente Wandler mit hoher Leistungsdichte, aber ihr schnelles Schalten verursacht elektromagnetische Emissionen, die aus Gründen der Konformität gefiltert werden müssen. Herkömmliche passive EMI-Filter (PEFs), insbesondere sperrige Gleichtaktdrosseln (CMCs), erhöhen Größe, Gewicht und Kosten erheblich. Aktive EMI-Filter (AEFs) mildern dies durch den Einsatz von Verstärkern zur Rauschunterdrückung, wodurch kleinere und leichtere passive Komponenten eingesetzt werden können.
In Katastrophenszenarien, in denen die bestehende Kommunikationsinfrastruktur ausfällt, ist eine schnelle und zuverlässige Verbindung für Einsatzkräfte essenziell. Das HiLeit-Projekt entwickelt hierfür Lösungen zur drahtlosen Breitbandkommunikation für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS). Es ermöglicht den Aufbau autonomer lokaler 5G-Campusnetzwerke und WLAN-Zellen, um eine sofortige Kommunikation zwischen Einsatzteilnehmern, mobilen Leitstellen und relevanten Diensten sicherzustellen. Dies geschieht durch die Nutzung und Vernetzung verschiedener Technologien wie Satellitenbreitband, terrestrischer Richtfunk, 5G und WLAN, was die Resilienz im Katastrophenschutz signifikant erhöht.
Projektleitung an der H-BRS
Prof. Dr. Michael RademacherZiel von 5G Opportunity ist die Entwicklung und Erprobung eines softwarebasierten, drahtlosen und ad-hoc-fähigen Kommunikationssystems für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS). Als Basis dienen 5G/OpenRAN und WiFi im Zugang und multi-hop Richtfunk als Zuführung. Ein solches Netzwerk soll bei Ausfall der regulären Kommunikationsnetze wie im Rahmen von Umweltkatastrophen unmittelbar einsetzbar sein und nahtlos typische BOS-Dienste und -Anwendungen auf den vorhandenen Mobilgeräten unterstützen sowie der Bevölkerung einen Netzzugang erlauben.
Projektleitung an der H-BRS
Prof. Dr. Michael RademacherMyJong – Flexi-MahJong ist ein konfigurierbares digitales Spiel, das auf der Solitär-Variante des traditionellen Mah-Jongg basiert und zur Förderung kognitiver Fähigkeiten sowie individueller Lernprozesse entwickelt wurde. Statt identischer Spielsteine werden semantisch oder funktional zusammengehörige Paare z.B. Quadratzahlen erkannt. Nutzer:innen können eigene Tilesets im PNG-Format erstellen und austauschen. Der modular aufgebaute Prototyp befindet sich in einer explorativen Testphase mit anonymem Feedback. Eine Veröffentlichung als freie Software für Windows, Linux und Android ist geplant.
Projektleitung an der H-BRS
Prof. Dr. Wolfgang Heiden Bernd Siegfried KleinSolarenergie entwickelt sich zu einer vielversprechenden erneuerbaren Energiequelle für die Stromerzeugung in Westafrika. Die Leistung und Effizienz von Photovoltaikanlagen (PV-Anlagen) in der Region werden jedoch stark von Aerosolen in der Atmosphäre und in Bodennähe beeinflusst. Obwohl die bodengestützte Infrastruktur für die Datenerfassung und -überwachung zuverlässig ist, um die Auswirkungen von Aerosolen auf die Ertragsleistung von PV-Anlagen zu untersuchen, ist sie in Westafrika nur spärlich vorhanden und in der Subregion begrenzt, sodass sie häufig Einschränkungen hinsichtlich der räumlichen Abdeckung, der zeitlichen Auflösung und der Datenkonsistenz aufweist. Benjamin Anim möchte diese Probleme angehen und die Genauigkeit und Zuverlässigkeit der Bewertung und Modellierung der PV-Ertragsleistung verbessern. Er schlägt einen integrierten Ansatz vor, der Aerosol-Reanalyse-Daten, Solar-PV-Modelle und Strahlungstransfermodelle nutzt, um die Auswirkungen von Aerosolen in der Atmosphäre und in Bodennähe auf die PV-Ertragsleistung in der Subregion zu untersuchen.
Roboter sind in der Regel so programmiert, dass sie Aufgaben ausführen, indem sie eine Abfolge von Aktionen wie Bewegen, Schauen, Aufnehmen usw. ausführen. Wenn etwas Unerwartetes passiert, kann ein Roboter oft nicht mit der Situation umgehen, weil 1) er nicht erkannt hat, dass etwas schiefgelaufen ist, und 2) er nicht für die neue Situation programmiert wurde. Das Erkennen solcher Fehlersituationen ermöglicht es Robotern, zu entscheiden, ob sie mit der Aufgabe fortfahren, einen Menschen über das Problem informieren oder versuchen, das Problem selbst zu lösen. SANTOSH THODUKAs Projekt konzentriert sich auf die Entwicklung von Modellen für maschinelles Lernen, um unerwartete Situationen zu erkennen, die zu einem Fehlschlag der Aufgabe führen könnten, indem Videos von der Kamera des Roboters, Aufgabeninformationen und andere Sensoren verwendet werden.
Der epitheliale Natriumkanal (ENaC) ist ein Protein in Zellmembranen, das Natrium in die Zelle lässt und so hilft, den Salz- und Flüssigkeitshaushalt des Körpers zu regulieren. Wenn dieser Kanal nicht richtig funktioniert, kann das zu Erkrankungen wie Bluthochdruck oder Mukoviszidose beitragen. Seine Aktivität wird in der Zelle genau gesteuert, unter anderem durch das Aktin-Gerüst, das der Zelle Struktur gibt. Kurze Aktinfasern können den Kanal stärker öffnen. KEVSER BUSE KARADENIZ untersucht in ihrem Promotionsprojekt , wie ENaC und das Aktin-Gerüst strukturell und funktionell zusammenwirken – mithilfe biochemischer Laboruntersuchungen und computergestützter Modelle.
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