European Hydrogen Energy Conference 2022 in Madrid

Donnerstag, 9. Juni 2022
Vom 18. bis zum 20. Mai fand in der spanischen Hauptstadt Madrid die European Hydrogen Energy Conference (EHEC) 2022 statt. Mehr als 1.100 Teilnehmende aus Industrie, Politik und Wissenschaft kamen zusammen, um sich über Neuigkeiten über den Ausbau einer Wasserstoffwirtschaft auszutauschen. Die H-BRS war zum ersten Mal dabei und präsentiert Ergebnisse aus dem Projekt FlexHyX.
Zu sehen ist ein großer Schriftzug "EHEC2022". Daneben stehen Professorin Stefanie Meilinger und Doktorand Steffen Schedler. Im Hintergrund ist der Eingang zur European Hydrogen Energy Conference in Madrid.
In dem Projekt FlexHyX untersuchen Forschende der H-BRS die Flexibilitätsoptionen regenerativer Wasserstofferzeugung und -nutzung mittels dezentraler stationärer Metallhydridspeicher und der Integration in Gasnetze.

Spanien – Vorreiter in der grünen Wasserstofferzeugung

Spanien ist das europäische Land mit dem größten Potenzial für die Erzeugung von Wasserstoff aus erneuerbaren Energiequellen. Sogenannter grüner Wasserstoff ist der Schlüssel zur verminderten Nutzung fossiler Brennstoffe, die in zahlreichen europäischen Roadmaps (auch Spaniens und Deutschlands) angestrebt sind. Günstige Wasserstoffherstellung könnte Spanien zu einem wichtigen Exporteur von Wasserstoff in andere EU-Länder machen. So wundert es nicht, dass auf der Konferenz in Madrid die Wasserstofferzeugung mittels Elektrolyse und Strom aus regenerativer Energie das zentrale Schwerpunktthema war.

H-BRS zum ersten Mal dabei und präsentiert Ergebnisse aus FlexHyX Projekt

In zahlreichen Präsentationen aus Industrie und Wissenschaft wurden Neuigkeiten und Methoden rund um das Thema Wasserstoff vorgestellt und diskutiert. Die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg (H-BRS) war hierbei vertreten durch Prof.in Stefanie Meilinger und Doktorand Steffen Schedler, welche erste Ergebnisse aus dem Projekt FlexHyX auf der Konferenz vorstellten.

Projekt FlexHyX

In dem Projekt FlexHyX untersuchen Forschende der H-BRS die Flexibilitätsoptionen regenerativer Wasserstofferzeugung und -nutzung mittels dezentraler stationärer Metallhydridspeicher und der Integration in Gasnetze.
Dezentrale Wasserstoffspeicherung bietet Flexibilität in der Speicherung von elektrischer Energie aus erneuerbaren Energiequellen und ermöglicht damit deren erzeugungsunabhängigen Einsatz. Mittels dynamischer Simulation untersuchen die Forschenden verschiedene Anwendungsmöglichkeiten eines innovativen Wasserstoffspeichers auf Basis eines Metallhydrids und wie diese in einem Netzwerk zusammen verschaltet werden können.
Ein besonderes Augenmerk richten sie dabei auf den stationären Wasserstoffspeicher zur jahreszeitenübergreifenden Erhöhung des Energieeigenverbrauches von Photovoltaik-Dachanlagen. Professorin Stefanie Meilinger und Doktorand Steffen Schedler konnten durch den fachlichen Austausch unter den Konferenzteilnehmenden Kontakte knüpfen und Ideen für Kooperationen entwickeln.

Die H-BRS verfolgt mit der Idee von vernetzten Wasserstoffspeichern ein Forschungsgebiet, in dem weltweit bisher nur sehr wenige Akteure aktiv sind. In diesem Bereich arbeiten mehrere Professor:innen des Instituts für Technik, Ressourcenschonung und Energieeffizienz (TREE) und dem Internationalen Zentrum für Nachhaltige Entwicklung (IZNE) erfolgreich zusammen. Die Gruppe umfasst inzwischen mehr als 10 Personen, die sich mit Erzeugung, Speicherung und Verteilung sowie mit Fragen der Nachhaltigkeit von Wasserstoff beschäftigen.