Forschung an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg
Forschungsdatenbank: Projekte
Forschungsprojekte (367)
Architekturjournalismus gilt in der Wissenschaft als fachjournalistisch unerschlossenes Themenfeld. Während es zu journalistischen Genres wie Politik-, Wissenschafts- und Technikjournalismus bereits empirische Untersuchungen gibt, existieren über Architekturjournalismus wenig Erkenntnisse. Dabei spielt Architektur im gesamtgesellschaftlichen Kontext eine nicht minder wichtige Rolle als Politik und Wirtschaft. Dies wird bei Fragen der Stadtplanung und -entwicklung, neuen Wohnkonzepten und öffentlichen Bauvorhaben deutlich.& Doktorandin Patrycja Muc untersucht daher inhaltsanalytisch, wie deutsche Tageszeitungsredaktionen über Architektur berichten. Zudem sollen leitfadengeführte Experteninterviews mit Architekten und Journalisten die Einschätzung der Relevanz von Architekturthemen durch beide Akteure beleuchten.
Die von Deutschland angestrebte Energiewende – weg von fossilen Energieträgern, hin zu mehr Erneuerbaren Energien – erfordert mehr Speicherkapazität. Die schwankenden Energieströme, verursacht durch wechselnde Wetterbedingungen, müssen durch Energiespeichersysteme ausgeglichen werden. Dafür ist Wasserstoff ein vielversprechender Energieträger. Er kann dazu beitragen, einen saisonalen Ausgleich von Solarenergie herzustellen. Aus Wasser kann mittels Elektrolyse und Strom aus Photovoltaik (PV) und Wasserstoff hergestellt werden. Dieser kann in Metallen oder Gasdruckspeichern eingelagert werden. Bei Bedarf wird der Wasserstoff mittels einer Brennstoffzelle wieder verstromt, wobei Wärme frei wird. Für das Projekt FlexHyX entwickelt Doktorand STEFFEN SCHEDLER Szenarien für die Systemintegration solcher Wasserstoffspeicher in der Region Köln. Er untersucht, wieviel Energie von PV-Dachanlagen auf Wohngebäuden zwischengespeichert werden kann und wie diese Speicher in zukünftige Strom- und Wasserstoffgasnetze eingebunden werden können. Hierfür werden verschiedene Quellen aus öffentlichen Datenbanken zusammengeführt und in Simulationsmodellen der Einfluss von Gebäudegrößen (Ein- bis Mehrfamilienhäuser) untersucht.
Die fortschreitende Technik ermöglicht es, digitale Informationen im Raum verteilt darzustellen und sogar künstliche, rein virtuelle Realitäten zu schaffen. Diese Art von Augmented und Virtual Reality- Benutzerschnittstellen stellen Designer und Nutzer:innen vom Entwurf bis hin zur Verwendung vor neue Herausforderungen, da sie sich in vielen Dingen grundlegend von herkömmlichen Anwendungen unterscheiden. Doktorandin Veronika Krauß erforschte im Rahmen ihrer Dissertation, welche Anforderungen Designer und Benutzer:innen an Gestaltungswerkzeuge und -prozesse stellen und wie der Entwurf solcher Systeme zugänglicher gemacht werden kann. Ihr besonderes Augenmerk lag hierbei auf der Untersuchung von Prototypen.
Im Zuge des nachhaltigen Umdenkens ist es enorm wichtig, chemische Ressourcen vornehmlich aus nachwachsenden Rohstoffen zu beziehen. Ein möglicher Kandidat, der auch langfristig in verschiedensten Vorstufen der chemischen Industrie eingesetzt werden kann, ist das Lignin. Dazu schaut sich Doktorand Jonas Bergrath verschiedene biogene Abfälle (u.a. Althölzer und Trester aus dem Weinanbau) an, um möglichst „grün“ Lignin zu isolieren. Da Lignin äußerst schwer und reproduzierbar zu charakterisieren ist, nutzt er eine große Bandbreite an analytischen und computerchemischen Methoden, um mögliche Struktur-Eigenschaft Korrelationen aufzuzeigen. Das übergeordnete Ziel ist es, die physikalisch-chemischen Eigenschaften (u.a. Adsorption und Verhalten in Lösemitteln) mit Strukturelementen des Lignins in Verbindung zu setzen und es als Adsorptionsmittel für organische Kleinstmoleküle (bspw. Pharmazeutika) in der Abwasseraufbereitung einzusetzen.
Wasserstoff ist ein vielversprechender Energieträger, der in jüngster Zeit mehr Aufmerksamkeit bekommen hat. Mittels Elektrolyse kann überschüssige erneuerbare Energie in Wasserstoff überführt, gespeichert, zu einem späteren Zeitpunkt wieder in Strom konvertiert, oder in anderen Energiesektoren verwendet werden. Auf diesem Prinzip basierende Speichersysteme können in unterschiedlichen Größenordnungen umgesetzt werden: von autarker Energieversorgung mehrerer Häuser, bis hin zur Stabilisierung von Energieversorgungsnetzwerken. Doktorand Michael Bareev-Rudy beschäftigt sich mit der Metamodellierung von hybriden Wasserstoff-Speichersystemen, um eine optimale Dimensionierung und Regelung für unterschiedliche Szenarien zu ermöglichen.
Kunststoffverpackungen erfüllen in der modernen Gesellschaft für Konsumenten und Industrie wichtige Funktionen und sind im Alltag unverzichtbar: In großen Stückzahlen leicht und kostengünstig herstellbar, vereinfachen sie deutlich Handhabung bei Transport und Lagerung und verlängern die Haltbarkeit von Lebensmitteln bis zum Dreifachen.
Projektleitung an der H-BRS
Prof. Dr. Christian Dresbach Dr. Esther van DorpDer ETN e.V. führt gemeinsam mit dem IZNE und der Biologischen Station Rhein-Sieg-Kreis ein Projekt mit dem Titel „Vernetztes Rainland“ durch. Im Rahmen dieses Projektes sollen geeignete Flächen in kommunalem Besitz kooperativ mit Vertreterinnen und Vertretern der Landwirtschaft, den Kommunen und anderen relevanten Stakeholdern für Insektenschutz zur Verfügung gestellt und den Nutzern bei Bedarf geeignete Förderungen für die Pflege der Raine anboten werden.
Projektleitung an der H-BRS
Prof. Dr. Wiltrud TerlauDie Potenziale und die Auswirkungen der Digitalisierung erfassen heute alle Bereiche des menschlichen und gesellschaftlichen Handelns. Die Hochschulen stehen damit in der Verantwortung, eine Kompetenzentwicklung ihrer Studierenden zu ermöglichen, die nicht allein den souveränen Umgang mit digitalen Technologien umfasst, sondern ebenso die Fähigkeit, Potenziale und Auswirkungen der Digitalisierung in Gesellschaft und Arbeitswelt zu beurteilen, Digitalisierungsprozesse aktiv und reflexiv zu gestalten und insgesamt mit der rasanten Veränderungsdynamik Schritt halten zu können. Im Jahr 2019/2020 hat das Land Nordrhein-Westfahlen die Förderlinie Curriculum 4.0.nrw entwickelt, die unter anderem die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg bei der Nutzung der Chancen digitaler Lehre unterstützten soll. Im Fachbereich Elektrotechnik, Maschinenbau und Technikjournalismus sollen mit Hilfe dieser Förderlinie zum einen der Masterstudiengang Nachhaltige Ingenieurswissenschaften, welcher die Themenfelder der Förderlinie wie technische Innovation und Digitalisierung adressiert, weiterentwickelt werden.
Projektleitung an der H-BRS
Prof. Dr. Marco JungDas Projekt SKILLS unterstützt Studierende und Lehrende in der Nutzung digitaler Möglichkeiten. Ziel des Projekts SKILLS ist die Förderung des Lernerfolgs und der Studienmotivation durch die Entwicklung von Kompetenzen und den Einsatz digitaler Prüfungen.
Projektleitung an der H-BRS
Prof. Dr. Iris GroßDas Projekt E365 Maverick ist ein durch das Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gefördertes Forschungsprojekt, welches im Rahmen einer Kooperation zwischen Bechtle AG und Hochschule Bonn-Rhein-Sieg durchgeführt wird. Es bettet sich in die übergeordnete Initiative „Nationale Bildungsplattform“ des BMBF ein.
Projektleitung an der H-BRS
Prof. Dr. Andreas GadatschAnlaufstellen
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