EnerSHelf – Energieversorgung für Gesundheitseinrichtungen in Ghana

Forschungsprojekt im Überblick

Wie in vielen Entwicklungs- und Schwellenländern, kommt es auch in Ghana immer wieder zu Stromausfällen. Hierfür gibt es sogar ein eigenes Wort: „dumsor“. Hinzu kommt die Instabilität des Stromnetzes. Beides führt zu erheblichen Beeinträchtigungen im Gesundheitssektor, da das Licht im Operationssaal fehlt oder lebensrettende medizinische Geräte ausfallen können. Obwohl Strom aus Photovoltaikanlagen hier Abhilfe schaffen könnte, ist der PV Markt in Ghana noch relativ unerschlossen.

Projektleitung

Projektbeschreibung

EnerSHelf: PV-Module (DE)
Installierte PV Module, St. Dominic's Hospital Akwatia, Ghana. Foto: IZNE

Wie in vielen Entwicklungs- und Schwellenländern, kommt es auch in Ghana immer wieder zu Stromausfällen. Hierfür gibt es sogar ein eigenes Wort: „dumsor“. Hinzu kommt die Instabilität des Stromnetzes. Beides führt zu erheblichen Beeinträchtigungen im Gesundheitssektor, da das Licht im Operationssaal fehlt oder lebensrettende medizinische Geräte ausfallen können. Obwohl Strom aus Photovoltaikanlagen hier Abhilfe schaffen könnte, ist der PV Markt in Ghana noch relativ unerschlossen.

Hier setzt das Verbundvorhaben EnerSHelf an: Gemeinsam mit den ghanaischen Partnern arbeiten Wissenschaftler und Praktiker aus unterschiedlichsten Disziplinen an sowohl an technischen als auch politökonomischen Fragen  zur Verbesserung und Verbreitung marktfähiger PV-basierter Energielösungen für Gesundheitseinrichtungen in Ghana.

Interdisziplinäre Suche nach Lösungen

Durch die Zusammenarbeit zwischen technischen Disziplinen (Ingenieur-und Naturwissenschaften) und Gesellschaftswissenschaften (Entwicklungsökonomie) kann innerhalb des Projektes ein integratives Verständnis des Zusammenspiels von institutionellem und technologischem Wandel im Gesundheits-Energie-Nexus gewonnen werden. Dabei geht es insbesondere um die Frage, wie die Wechselwirkungen zwischen Entwicklung und Verbreitung technologischer Lösungen und dem spezifischen institutionellen und politökonomischen Länderkontext funktioniert.

Kick-Off Workshop in Accra, September 2019 (DE)
Kick-Off Workshop in Accra, September 2019.
Beitrag zur Nachhaltigen Entwicklung

Das Vorhaben kann mittelbar zu einer nachhaltigen ökonomischen, ökologischen und sozialen Entwicklung beitragen: Eine beschleunigte Diffusion von integrativen und zuverlässigen PV-Lösungen unterstützt eine Erhöhung des Marktanteils erneuerbarer Energien und damit eine Stärkung der Nachhaltigkeit des nationalen Energiesystems. Letzteres hat positive ökologische Auswirkungen durch eine Reduzierung von Emissionen und Dieselverbrauch.

Darüber hinaus ermöglichen ein verbesserter Energiezugang und reduzierte Kosten der Energieversorgung eine Verbesserung der Gesundheitsversorgung. Damit kann langfristig eine verbesserte Gesundheit der Bevölkerung befördert werden – ebenfalls unterstützt durch eine Reduzierung der negativen Gesundheitseffekte von Dieselemissionen. Da sowohl Energie und Gesundheit wichtige Motoren für das Wachstum des Pro-Kopf-Einkommens und eine erfolgreiche Armutsreduzierung sind, könnte langfristig – im Zusammenspiel mit weiteren Maßnahmen – auch ein Beitrag für die ökonomische und soziale Entwicklung auf Makroebene geleistet werden.

Enershelf: MESTI representatives (DE)
Herr Callistus Agbaam, Prof. Dr. Stefanie Meilinger, Herr Oliver Boachie, Prof. Dr. Katja Bender, Prof. Kwabena Frimpong-Boateng, Frau Susanne von Itter, Dr. Christian Böber. September 2019.

Ergebnisse

enershelf_wetterstation.jpg (DE)
EnerSHelf Wetterstation

Ergebnis der Feldarbeiten: Automatische Wetterstation installiert

Ein Team aus deutschen und ghanaischen Forschern und Technikern installierte die Ausrüstung zur Erfassung meteorologischer Daten in den Gesundheitseinrichtungen in Kumasi, Akwatia und Kologo. 

Im März 2021 veröffentlichten die Forscher Matthias Bebber, Stefanie Meilinger, Samer Chaaraoui, Silvan Rummeny, Thorsten Schneiders, Eberhard Waffenschmidt ein IZNE Working Paper zum Thema: "PV-Diesel-Hybridsystem für ein Krankenhaus in Ghana - Anbindung eines PV-Batteriespeichermodells an ein bestehendes Generatormodell". Matthias Bebber, leitender Autor des Papiers, fasst das Working Paper in diesem Artikel auf der EnerSHelF-Projekt Webseite zusammen.

In Kologo wurde ein PV-System in Betrieb genommen. In diesem Artikel wird die Notwendigkeit, Anwendung und Verwaltung des Systems veranschaulicht: Ein kompletter Aufbau eines PV-Hybrid-Stromsystems im Gesundheitszentrum in Kologo, Ghana. Im Interview mit Mohammed Abass von WestfalenWIND wird über seine Rolle im EnerSHelF-Projekt und die Herausforderungen beim Aufbau einer Photovoltaik-Hybridanlage am Pilotstandort Kologo gesprochen: Aufbau eines Photovoltaik-Hybridsystems im ländlichen Ghana.

Kooperierende Professorinnen und Professoren

Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Externe Kooperationspartnerinnen und Kooperationspartner

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Finanzierung

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