Innovative Hochschule @H-BRS

Die H-BRS trägt seit Juli 2017 das Prädikat "Innovative Hochschule", nachdem sie sich im gleichnamigen Bund-Länder-Wettbewerb gegen eine Vielzahl von Mitbewerbern durchgesetzt hat. Mit ihrem Projekt Campus to World baut sie unter anderem eine virtuelle "Innovation Mall" für ihre Forschungs- und Transferaktivitäten auf. Die Hochschule erhielt dafür rund neun Millionen Euro, verteilt auf fünf Jahre. Die ersten Teilprojekte starteten im Januar 2018.
Wissenschaftlerin virtueller Touchscreen

Die Förderinitiative Innovative Hochschule von Bund und Ländern nimmt die - neben Forschung und Lehre - dritte Mission "Transfer und Innovation" der Hochschulen in den Blick. Für die bewilligten Anträge der Hochschulen stellen Bund und Länder insgesamt 550 Millionen Euro zur Verfügung.

Hochschule Bonn-Rhein-Sieg
Hochauflösende Displaywand am Institut for Visual Computing (IVC) der H-BRS

Die H-BRS ist eine von insgesamt drei staatlichen Hochschulen in NRW, die sich im harten Ringen um den Titel "Innovative Hochschule" durchsetzen konnte. Mit ihrem Gewinnerkonzept Campus to World baut sie ihr bestehendes Transfer-Instrumentarium aus und passt sich an geänderte Ansprüche von Wirtschaft, Gesellschaft und Wissenschaft an. Zudem intensiviert sie ihre Vernetzung mit dem regionalen und überregionalen Umfeld. Ziel des Projektes ist der Transfer aus der Hochschule hinaus und in sie hinein.

Hochschule Bonn-Rhein-Sieg
Verfahren zur Gewinnung von Biomolekülen, Fachbereich AnNa

"Wir werden unter anderem eine Bürgerwerkstatt im Rahmen von Citizen-Science-Wettbewerben aufbauen", so Prof. Dr. Margit Geißler, Vizepräsidentin Forschung und Wissenschaftlicher Nachwuchs der H-BRS. Die Etablierung eines Zentrums für Transfer- und Forschungsmanagement ist das wesentliche strategische Teilprojekt. Strukturelle Projektbeiträge entstehen in den Bereichen Sicherheit (Biometrie und Forensik) und Digitalisierung (Unternehmenskooperation Visualisierung).

Weitere strukturelle Maßnahmen betreffen die Teilvorhaben Kommunale Innovationspartnerschaften, das die Reichweitenverlängerung der positiven standortnahen Transfereffekte adressiert, sowie das Forum Verantwortung, das Fragen der Ethik und des verantwortungsvollen Handelns partizipativ aufgreift. In den Bürgerwissenschaften finden sich verschiedene Teilprojekte mit dem Fokus auf den Wissenstransfer zwischen der Hochschule und der Gesellschaft.

Im Zentrum für Wissenschafts und Technologietransfer ist das Transfernetzwerk verortet. Hier wird die Innovation Mall entwickelt – zentrales Element zur Vernetzung von Forschenden und Wirtschaft.

Startschuss für "Campus to World" war der 1. Januar 2018.

Übersicht der Teilprojekte von Campus to World:

1.) Transfernetzwerk

Als zentrale Anlaufstelle werden hier die Schnittstellen der Hochschule mit den Partnern aus Wirtschaft und Gesellschaft gebündelt. Neben der Umsetzung der "Innovation Mall" sollen optimierte Transferprozesse implementiert und bedarfsgerechte Zugangswege in die Hochschule sichergestellt werden.  Innovationsmanager, die fachlich den Forschungsschwerpunkten Digitalisierung und Nachhaltigkeit/Energie zugeordnet sind, fungieren als Kontaktstelle nach innen und als Vertriebsstelle nach außen. Zusätzlich werden Netzwerkmanager etabliert, die die Fortführung und Nachbetreuung der strategischen Gespräche mit Unternehmensleitungen sowie die nachgelagerten Veranstaltungsformate betreuen wird.

2.) Wissenschaftsethik

Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens werden gemeinsam mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Hochschule zu Themen wie zivile Sicherheit, Digitalisierung und Nachhaltigkeit die besondere gesellschaftliche Verantwortung von Wissenschaft in öffentlichen Formaten reflektieren.

3.) Transfer in der Sicherheitsforschung

Die Einrichtung eines BiometrieLabs mit den Schwerpunkten der Abwehr von Cyberkriminalität, Identitätsdiebstahl und Videoforensik sowie die Entwicklung eines virtuellen Showrooms für die Sicherheitsforschung adressieren aktuelle sicherheitspolitische Fragestellungen. Ziel ist die Etablierung der Hochschule als Partner der nationalen Sicherheitsbehörden bei der Validierung von Technologien.

4.) Unternehmenskooperation Visualisierung

Der Mittelstand der Region und das Institut für Visual Computing erhalten mit dem Showroom in der Hochschule eine Möglichkeit, neue Visual-Computing-Lösungen zu erfahren und Anwendungspotenziale zu erkennen. Unter Nutzung modernster digitaler Technologien sollen mittelständische Unternehmen in die Lage versetzt werden, sich an die Anforderungen von Industrie 4.0 erfolgreich anzupassen.

5.) Kommunale Innovationspartnerschaften

Ländliche Regionen leiden unter einem Attraktivitätsverlust sowohl für Bürger:innen als auch für Unternehmen. Gemeinsam mit der Pilotkommune Neunkirchen-Seelscheid werden Strategien entwickelt, um die positiven Wirkungen der Hochschule in den ländlichen Raum zu verlängern. In Neunkirchen-Seelscheid dient ein Projektbüro als direkte Anlaufstelle. Langfristig lassen sich die Vorgehensweisen auch auf andere Kommunen übertragen.

 6.) Bürgerwissenschaften

Partizipative Wissenschaft und Open Innovation stehen hier im Mittelpunkt. Dazu schafft die Hochschule eine Infrastruktur, durch die Bürger:innen gemeinsam mit Forschenden und Studierenden naturwissenschaftlich-technologische und gesellschaftliche Fragestellungen bearbeiten. Dies geschieht nicht nur auf dem Campus, sondern auch in der Region sowie in den sozialen Medien. Unterstützt wird die Hochschule dabei von Ihren Projektpartnern dem Wissenschaftsladen Bonn sowie dem Forschungszentrum Jülich.

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